talks.hackover.de/ho19/talk/99 "Nichthaecksenfrühstück"

"Wenn du gerne in netter runde darüber plaudern willst, was für eine Unverschämtheit es ist, dass sich im Jahre 2019 immer noch Menschen erdreisten safe-spaces einzufordern,"

Ich lass das nun einfach mal unkommentiert stehen, weil mir fällt grade nichts ein, was ich dazu sagen wollen würde. #sprachlos

@td00 @franzi @lubiana ja aber wie das schon festgestellt wurde: wenn man es erklären muss ist doof

@sandzwerg @td00 @franzi @lubiana Man könnte auch einfach mal versuchen sich weniger künstlich in sozialen Medien aufzuregen und mehr mit Leuten zu reden. Bringt einem aber halt nicht so viele Likes und Follower.

@sandzwerg @td00 @franzi @lubiana Das ist aber nunmal einfach eines der Konzepte, wie social media funktioniert. Auch wenn man das evtl nicht so offensichtlich zugeben möchte bzw nicht mal selbst forciert, fördert social media das Empören über Dinge durch Likes und andere Belohnungskonzepte. Das passiert in der Regel bei direkter Kritik nicht, was dazu führt, dass das Empören in sozialen Medien als "erfüllender" wahrgenommen wird. Produktiv ist es dadurch aber noch immer nicht.

@psy Aber direkte Kritik hätte es doch in keinem Fall (mit oder ohne Social Media) gegeben? So ist das hier nur ein Sichtbarmachen des frustrierten Dampf ablassens, was offline genauso, nur unsichtbarer passiert wäre.

@Kiki Das verstehe ich nicht genau.

Ich prangere ja gerade an, dass nicht der Weg der direkten Kritik sondern eben das Empören in sozialen Netzwerken als Weg gewählt wurde.

@psy Und was ich sage ist, dass die Leute™️ so oder so indirekte Kritik geäußert hätten, nur ohne dass du es mitbekommen hättest. Das liegt nicht an Social Media, sondern an Menschen. Und das ist eine Sache, die man nicht eben so lösen kann.

@Kiki Und deshalb hab ich primär auch das indirekte Kritisieren kritisiert und nicht die Nutzung von social media.

Was ist denn dein Punkt gerade? Dass man nicht auf sowas hinweisen soll/muss/..? Das sehe ich genau gegenteilig. Dass das Hinweisen nichts bringt? Auch das sehe ich anders.

@psy Ich glaube mein Punkt ist, dass du es hier etwas übertreibst. Direkte Kritik ist an sich gut, aber oft nicht möglich (ohne sich potenziell den Tag versauen zu lassen) oder erfahrungsgemäß nicht zielführend. Gerade bei Diversity sind die Fronten oft sehr verhärtet und es passiert viel Scheiße gegen Menschen, die Kritik äußern. Ja, Lubi ist ein guter, aber die große Mehrheit der Tech Bros ist es eben nicht. Kämpfe gegen Windmühlen und so.

@Kiki Und deshalb ist es besser, keine direkte Kritik mehr zu versuchen sondern direkt in sozialen Netzwerken loszubrüllen? Oder was schlägst du vor?

Bisher lese ich hauptsächlich heraus, dass du meine Gegenkritik an indirekter Kritik nicht gut findest.

@psy Deshalb sollte man vorsichtig sein mit dem Druck ("Gestänker), den man in sozialen Medien auf Menschen ausübt, die bewusst keine direkte Kritik üben. In den meisten Fällen gibt es persönliche, strukturelle, oder erfahrungsbedingte Gründe über die man als außenstehende*r Kritiker*in nicht drüberbügeln sollte. Hohe Standards in allen Ehren, aber die Umsetzung ist nicht immer so einfach wie im Lehrbuch.

@Kiki Das macht indirekte Kritik aber halt nicht besser. Absolut nachvollziehbar, wenn Menschen aus egal welchen Gründen keine direkte Kritik üben.

Das macht die indirekte Kritik aber in keinem Fall besser oder rechtfertigt sie.

@psy Also jetzt lieber gar keine Kritik üben als indirekte Kritik? Das fände ich nicht gut, abseits von dem hinterliegenden Anspruchsdenken werden ja auch Menschen die able und willig sind zu vermitteln/klären so gar nicht auf das Problem aufmerksam.

@Kiki Das hab ich überhaupt nicht gesagt. Aber mal drüber nachdenken, ob es nicht bessere Wege als überzogene Empörung in sozialen Netzwerken gibt?

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@psy Und was, wenn man nachgedacht hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass es gerade keine besseren Wege gibt?

@Kiki Dann finde ich das in den meisten Fällen sehr sehr einfach oder zu kurz gedacht, denn es gibt fast immer einen sinnvolleren Weg.

Indirekte Kritik, zB auch unter Einbeziehung von Medien ist so ein "letzter Ausweg" Ding, wenn man überhaupt keinen Weg findet das auf einem direkteren Weg anzusprechen. Da muss echt viel schief gehen, bis dieser Weg sinnvoll ist.

In den meisten Fällen ist indirekte Kritik einfach nur bequemer. Und das prangere ich an.

@psy Ok, ich glaube dann können wir an dieser Stelle das Gespräch beenden.

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