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Was haltet ihr von der anonymen Datenweitergabe durch die Telekom (und ggf. andere Provider)?
(Boost if you want to)

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@cryptkiddie wenn es Daten sind die dann ohne Probleme öffentlich sein können, ja.

Etwa "X% Menschen in X haben am X nicht ihr Haus verlassen (basierend auf Funkzellen)"

Auf jeden Fall nichts wo jedes Datum das verhalten von nur wenigeb Personen (oder sogar nur einer Person) repräsentiert.

@cryptkiddie was sollen anonymisierte Daten helfen? Die wären anonym

@Tecci So wie ich Medien verstanden habe, geht es nicht mehr darum, einzelne Infektionsketten nachzuvollziehen, sondern ein Gesamtverhaltensbild über alle Menschen zu ermitteln.
twitter.com/deutschetelekom/st

@cryptkiddie

[ ] ist unnütz, da zu ungenau für den Zweck. Außerdem: Falsche Voraussetzung ("anonymisiert") – siehe Aristoteles & Syllogismus (aus einer falschen Annahme kann man jeden Schluss ziehen: "Wenn die Erde eine Scheibe ist, bin ich Milliardär" ist eine wahre Aussage 😉)

@IzzyOnDroid Anonyme Daten können durchaus helfen, zu beurteilen wie sich die Mobilität und damit das allgemeine Ansteckungsrisiko verändert.
Und so verstehe ich die Massnahme auch.
src: twitter.com/deutschetelekom/st

@cryptkiddie Ganz schwieriges Pflaster. Weil was von der Politik später als "Ausnahmesituation" deklariert wird und was sich dann einfach immer mehr Richtung Normalität einschleift, ist immer mitzubedenken. Die eigentliche Frage ist also eher: Ist es überhaupt sinnvoll, Locationdaten auszuwerten? Taugen die Daten, die da gerade über den Tisch gehen überhaupt für den Zweck, die Infektionsströme nachzuvollziehen? Brauchen wir das überhaupt? Gibt es weitere Zwecke, diese Daten auszuwerten?

@cryptkiddie ich habe hauptsächlich ein Problem damit, dass solche Daten überhaupt gesammelt werden

@cryptkiddie und dass die Entitäten Gerät / SIM / "Identität" von AnschlussinhaberInnen / NutzerInnen systematisch verwechselt und gleichgesetzt werden (das wird ja mit Absicht vorangetrieben, dazu gibt es ja passend auch die aus meiner Sicht grundfalschen Prepaid-Identifizierungspflichten, die vor 2,3 Jahren beschlossen wurden)

@quincy Die Identifizierungspflicht sehe ich auch kritisch, aber bei den aktuellen Maßnahmen werden ja (zumindest angeblich) keine Identitäten, TelNR, IMSI, IMEI, ... weitergegeben

@cryptkiddie ja, deshalb finde ich die wie gesagt auch nicht so problematisch. Wollte nur noch einmal in die Diskussion einbringen, dass personalisierte Bewegungsdaten eigentlich gar nicht existieren dürften - dass die Existenz dieser Datensammlung es ist, was die Privacy zerstört, und nicht die (in diesem Fall sogar gutartig gemeinte) Auswertung.

@cryptkiddie ich finds eine schwierige Frage. Ich mag es tbh nicht, wenn Menschen sowas kategorisch ablehnen. Beide Länder, die Fallzahlen > 5000 wieder unter Kontrolle bekommen haben (China und Südkorea) haben unter anderem striktes Tracing mit locationdaten gemacht. Und ich sag auch nicht, dass das unproblematisch war (in KR gabs zB Bullying wg veröffentlichter Bewegungsdaten von nachgewiesenen Fällen, natürlich waren da keine Namen dran aber Leute finden sowas natürlich trotzdem raus.) 1/

lang, 2/2 

@cryptkiddie und kann ja auch sein, dass sowas tatsächlich nicht nötig ist und manuelles tracing, social distancing und genug Testkapazität (die wir momentan nicht so wirklich haben, und China und Korea waren da wesentlich besser als wir) ausreichen, und ich versteh auch dass es da eine slippery slope gibt. Aber ich finds trotzdem ein bisschen flach, das einfach kategorisch abzulehnen? Ka, vllt übersehe ich auch was.

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