Die Klimakrise betrifft uns alle, aber sie betrifft uns nicht alle gleich. Menschen mit Behinderung gehören zu den Gruppen, die besonders stark von ihr betroffen sind – und werden sogar systematisch ignoriert, wie eine neue Studie zeigt.
Ein 🧵 (1/6)
theguardian.com/environment/20

Von Ableismus (Diskriminierung von Menschen mit Behinderung) betroffene Personen gehören wegen der Art ihrer Behinderung und der daraus folgenden sozialen Benachteiligung zu den am häufigsten Betroffenen der Klimakrise. (2/6)

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TW Tod: Als Beispiel hierfür lassen sich Hurricanes in den USA anführen, bei denen es keinen Plan für die Evakuierung von Rollstuhlnutzer*innen gab. Auch in Deutschland existiert das Problem: Beim Hochwasser im Ahrtal starben 12 Bewohner*innen eines Behinderten-Wohnheims. (3/6)

Aber es gibt auch nicht sofort ersichtliche Risikofaktoren. Beispielsweise haben von Schizophrenie betroffene Menschen bei Hitzewellen eine 50% höhere Sterberate, weil sie aufgrund ihrer Medikamente stärker auf Temperaturschwankungen reagieren. (4/6)

Die internationale Klimapolitik beachtet dieses Problem noch zu wenig. Deutschland hat in seinem Klimaanpassungsprogramm zwar Referenzen zu Menschen mit Behinderungen gemacht, dies sei aber noch viel zu unzureichend und werde kaum umgesetzt, so die Studienautor*innen. (5/6)

Regierungen müssten mit z.B. besseren Warnsystemen für Extremwetterereignisse der strukturellen Benachteiligung von Menschen mit Behinderung gerecht werden und es brauche zudem mehr akademische Forschung zum Thema. Klimagerechtigkeit heißt Anti-Ableismus! (6/6)

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