Diese Frustration darüber, dass wir es als riesige Community immer noch nicht geschafft haben, einen dezentralen, benutzbaren, freien Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu bauen, tut schon etwas weh.

@fluxx meinst du das Fediverse oder die FOSS bubble im allgemeinen?

@uniporn Fediverse gibt's ja noch nicht so lange. Aber es gibt soo viele Menschen, die sowohl die nötigen Skills hätten, als auch das Bewusstsein, dass Whatsapp und Telegram nicht die Lösungen sind, die eine freie Gesellschaft braucht. Und irgendwie hat es bisher noch niemand geschafft, da eine funktionierende Lösung für zu bauen. Die Frage ist: Warum?

@fluxx Hast du was konkretes zu XMPP und OMEMO, wenn der Admin fähiger ist als ich und die entsprechenden Steine sinnvoll zusammen gesetzt gekriegt hat? Zumindest am Handy gibt's mit Conversations/PixArt Messanger eine m.E. (als nicht Smartphone Nutzer, aber basierend auf dem, was ich so gehört hab) gute Mglichkeit. Bin aber bereit diese Haltung zu relativieren oder auch zu revidieren, wenn du mir sagst, warum? :D

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@uniporn Das Protokoll ist alt und ein riesiger Flickenteppich, XMPP-Server-Administration will man niemandem zumuten, Usability für Endnutzer ist 'ne Vollkatastrophe, OMEMO funktioniert in der Praxis nicht zuverlässig und ist nur opt-in, Nachrichten kommen nicht an, Bilder versenden ist auch eher so 'ne Glückssache. Über so Sachen wie Audiotelefonie fange ich gar nicht erst an nachzudenken.

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@fluxx ok, das seh ich ein. D.h. was du suchst ist eine engere Spezifikation, evt. wie bei Matrix?

@fluxx (Nur dass bei Matrix die client situation definitiv schlimmer ist als bei XMPP *hust* electron *hust* und ich mir nicht mehr sicher bin welche, aber es gibt wohl Teile der Spezifikation, die noch in Arbeit sind oder so ähnlich - keine Gewähr für Richtigkeit der letzten Aussage, muss ich mir eig mal anschaun...)

@uniporn Ja, genau das. Die Clients sind unfassbar langsam und auf Serverseite sieht's auch nicht viel besser aus (auch: krass, wie viel Storage so 'ne kleine Matrix-Instanz benötigt). Eigentlich will ich nicht, dass der Server Nachrichten für mich unnötig lange speichert.

@fluxx Ja, bin ich bei dir. Nachdem du aber auch einen gewissen Einblick zu haben scheinst - Hast du eine Meinung, welches der beiden Ökosysteme die größeren Zukunftschancen hat? Also mit dem geringeren Aufwand in einen Zustand überführt werden kann, in dem es de(ine)n Anforderungen entspricht?

@uniporn Puh. Gute Frage. Matrix müsste man halt einmal neu implementieren (und dabei gleich e2ee als Default festlegen) und bei XMPP müsste man mal einen modernen Server schreiben, alte inkompatible Server abschalten/nicht mehr unterstützen und viel, viel Zeit in die Clients stecken.

@uniporn Bei Matrix bin ich mir zudem nicht so ganz sicher, was sie denn nun wollen. Das wirkt auf mich eher ein bisschen wie eine Slack-Alternative, die noch Federation unterstützt. Und e2ee hat man dann halt in Nachhinein auch mal versucht da mit reinzubringen, weil "das macht man ja heute so". Und XMPP versucht einfach an soo vielen Stellen abwärtskompatibel zu sein und ist daher ein so unfassbar komplexes, teilweise etwas undefiniertes Protokoll geworden.

@fluxx d.h. Matrix das was du sagst und bei XMPP scheint mir der einfachste Weg ein Subset an XEPs sowie die RFCs zu einer neuen RFC zu bundeln und von da aus nochmal "ordentlich" neu anzufangen und dabei ggf. auch breaking changes in Kauf zu nehmen?

@fluxx Und bestehende Lücken der entsprechenden Teile der Spezifikation zu füllen.

@fluxx Taha, ich dachte das ist ein Spruch für Smartphones "There is an app to do that." :D Aber das les ich mir direkt mal durch :)

@uniporn Ja, aber benutzbare (performante) Clients hatte Matrix das letzte Mal als ich geschaut habe auch nicht. Und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung fühlte sich leider auch eher noch wie 'ne Bastellösung an.

@fluxx Is ja beknackt :| hashtag "jemand müsste mal"... :||

@uniporn @fluxx RiotX als nächster Client (dann ohne Electron) klingt zumindest vielversprechend. Auch am Server (Synapse als auch am Nachfolger Dendrite) wird intensiv gearbeitet. Geduld gehört auch nicht wirklich zu meinen Tugenden, aber es beruhigt mich zumindest etwas das hier etwas getan wird.

@khaos @fluxx Das klingt auf jeden Fall nach einer guten Richtung :)

@uniporn @fluxx Fast vergessen, XMPP gibt es auch als nahezu schlüsselfertige Lösung, siehe #aenigma (aenigma.xyz). Falls das Ding hakt kann man die Jungs fragen, die gehen dann auch auf den Server und fixen wenn gewünscht.

@fluxx @khaos Holy! Ok, der ist bei mir grad weit nach unten gerutscht :/

@fluxx Find ich wenig aufregend sowas. Vom derzeitigen Riot Client gibt es auch einen Fork (miniVector) wo sowas raus gepatcht ist. Sowas ist schnell gemacht, das kann man beim Nachfolger genau so machen wenn da was drin ist was man nicht möchte.

@fluxx Es gibt mittlerweile einige Clients teilweise auch mit deutlichen Unterschieden in der UX, zugegeben viele noch in einem frühen Stadium. matrix.org/clients/ Ich denke Matrix hat ganz klar das Momentum auf seiner Seite. Frisch & unverbraucht, vernünftiger Name, französische Regierung,... ob es klappt weiß ich nicht. Aber bei XMPP wurde schon zu viel verbrannt, leider.
CC @uniporn

@fluxx Ich habe mich jetzt entschieden ein Jahr all-in zu gehen, mit einem eigenen Server von modular.im. Danach entscheide ich ob ich es behalte oder nicht. CC @uniporn

@fluxx
Die #OMEMO Implementierung ist bei den verfügbaren Clients noch nicht durchgängig. Aber IMHO sind wir da dem Ziel bei #XMPP näher als bei #matrix
@uniporn

@fluxx
ziemlich einseitig, kann ich größtenteils nicht bestätigen, funktioniert in meinem Umkreis gut
@uniporn

@Muto Bei mir auch weitgehend, aber die Probleme bleiben trotzdem und sind auch tatsächlich ernstzunehmen. Soll nicht heißen, dass es nicht schön ist, dass es in deinem Umfeld funktioniert :) @fluxx

@Muto Ach, es zeigt aber auch, dass die Welt auf dem richtigen Weg ist :) @fluxx

@uniporn @Muto Wahrscheinlich ist mein Anspruch einfach etwas höher. Klar, wir können schon irgendwie sicher kommunizieren. Wirklich guten Gewissens weiterempfehlen kann ich Jabber aber nicht, wenn mein Gegenüber kommerzielle Messenger gewohnt ist (also klar, doch, weil sichere Kommunikation und freie Software wichtig ist). Die Usability ist aber eben aus Nutzer*innensicht bei kommerziellen Diensten besser.

@uniporn @Muto Das soll nicht heißen, dass ich kommerzielle Dienste deswegen besser finde. Im Gegenteil. Ich nutze Jabber ja auch und bin sehr froh darüber, dass das ein MUC und keine Telegram-Gruppe ist. Aber wir können da definitiv noch so einiges lernen und besser machen.

@uniporn @Muto Bei Mastodon hat es ja geklappt. Da haben wir nun eine (sehr gute!) freie Alternative zum kommerziellen Twitter. <3

@fluxx
das ist nicht Vergleichbar, E2E Verschlüsselung, Voip und andere Dinge muss Mastodon nicht leisten und die Clients sind Abseits von Android auch nicht so gut

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