Der behördliche Datenschutzbeauftragte hat mir auf meine Fragen bzgl. Des Datenschutzes beantwortet.
Ich weiß nicht wie zufrieden ich mit der Antwort seien soll.
Erst einmal bin ich von den schnellen Antwortzeiten positiv überrascht. Trotz der Feiertage habe ich eine Antwort bereits am ersten Arbeitstag nach den Ferien bekommen.

Womit ich aber nicht wirklich zufrieden bin, ist das inhaltliche. Ein Thread:

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Als erstes habe ich gefragt, ob der Einsatz der Cisco netacademy hinsichtlich des Datenschutzes geprüft wurde und ob ich als Schüler aus Datenschutz-Bedenken den Einsatz / die Eingabe meiner persönlichen Daten verweigern kann. Hier fällt das erste Muster auf was sich durch den Großteil meiner vier fragen zieht. De Frage wird nur in teilen beantwortet. Über eine Prüfung habe ich keinerlei Informationen bekommen. (2/x)

Mir wurde jedoch mitgeteilt dass ich verweigern kann. In dem falle gibt es zwei Optionen. Natürlich mit einer Preise anpreisen von der Datenweitergabe.

" - es kann ein anonymer Testnutzer eingerichtet werden -> hierdurch verliert der Schüler jedoch die Möglichkeit der Zertifizierung (die Zertifizierung wird von den Unternehmen sehr begrüßt und befürwortet)
 - es können offline (nicht aktuelle) Materialien in Buchform angeboten werden"

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Hier werde ich noch einmal nachfragen, an welcher stelle das im Unterricht (Option der Einrichtung) den Schülern mitgeteilt wird. Ich habe es damals als alternativlos ("kommen sie mal vor und tragen sich ein") wahrgenommen.

Im zweiten Punkt habe ich gefragt wie die Datenweitergabe bei Windows 10 minimiert werden kann. (4/x)

Während der Installation würde die Option zur Datenweitergabe deaktiviert. Dass das nicht tiefgreifend genug ist, scheint hier wohl nicht bekannt zu seien aber hin wie her. Alles andere würde bestimmt zu viel Arbeit machen.

In dritter Frage habe ich - in Verweis auf Quellen - nachgefragt wie Schüler verfahren sollen, die aus Datenschutzgründen den Einsatz von Microsoft office ablehnen bzw. Wie die Schule sicherstellt dass Schüler eine Datenschutztechnisch saubere Software nutzen können. (5/x)

Diese Frage wurde gekonnt nicht beantwortet. Es wurde lediglich gesagt welche Office Versionen seitens des Schulträgers zur Verfügung gestellt würden und dass die Schule sich für die spezifische office Version in groß Lizenz von Microsoft entschied. Keim Wort darüber ob ich andere Software (libre office, LaTeX) nutzen darf.

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Follow

Mit der letzten und vierten Frage kam aber mein persönliches Highlight. Auf die Frage an welcher Stelle die Schüler über den Datenschutz bei Benutzung fes schulproxys informiert werden (und wo es die Datenschutzerklärung dazu gibt) kam folgende Antwort:

"Das Thema Datenschutz ist in den Lehrplänen verankert. Es gibt keine gesonderte Datenschutzerklärung zur Nutzung des Proxy-Servers."

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Insbesondere mit letztem Punkt bin ich nicht wirklich zufrieden. Ebenfalls bin ich auf die nachreichungen zu 1. und 3. gespannt.

Nun meine Frage: wie ist die Ermangelung einer Datenschutzerklärung zu betrachten? Sämtlicher Datenverkehr (auch von Schulrechnern) muss durch den proxy. Sollte ich das ganze Zwecks Prüfung zum TLfDI weiterleiten? Gleich als Beschwerde?

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@frommMoritz Ob Du LaTeX/... nutzen darfst: mach es doch einfach. Wenn Du es auf den Schulrechnern nutzen willst: kleiner Dienstweg zum IT-Verantwortlichen der Schule, der rollt das dann über Gruppenrichtlinie auf allen Rechnern aus, fertig. Die Lehrer werden wohl eher nichts dagegen haben. Bei uns war es z. B. zwingend die Seminarfacharbeit mit LaTeX zu schreiben.

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