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Hab zur Stilkritik von Crosspostings eingängige Beispiele anzubieten: Wie finden wir Twitter-Accounts, die nach 100 Zeichen einen FB-Link setzen auf ihren eigentlichen Post?
Oder FB-Accounts, die Tweets mit Bilderrahmen als Screenshots verbreiten? Wie finden wir das so?
Aber auf Mastodon ist's ok, wenn Leute automatisch crossposten, ist's auch knorke, wenn ihre RTs drüben inhaltlich kopiert werden, als wäre das hier nur der tägliche Newsletter des Angebots dort.
Wirklich ok?

@frumble Nein, es ist alles scheiße. Retweets sind auch drüben scheiße, weil sie die Timeline und Listen kaputt spammen. Es ist schlicht schlechter Stil, den Abfall anderer Leute automatisch HIER in die Timeline zu posten. Solchen Leuten wird dann halt nicht gefolgt und als zusätzliche Maßnahme muss sich jeder einzelne Filter einrichten, um den Dreck wegzukriegen. Solche Leute sind Spammer, so einfach ist das.

@frumble Und solche Leute machen diese Plattform kaputt.

@truhe Heißt das, Du bist gegen Retweets? O.o Wer nutzt schon Listen, ein paar Journos und semiprofessionelle Twitterer. Ich war immer dagegen, Accounts in Schubladen zu sortieren.

@frumble Es kommt auf die Anzahl der Retweets an. Ich folge Leuten, die teilweise 30 Retweets am Tag absetzen eine zwei eigene Tweets. Die Timeline wird komplett unleserlich dadurch. Noch schlimmer sind die Quotes 😭, die in der Regel "schaut mal, was der hier blödes schreibt" sind. Und ja, ich verwende Listen. Eine z.B. für die Fahrradbubble und eine für Wetter und eine für ÖPNV :).

@truhe Das ist tatsächlich eine differenzierte Sichtweise… Ich hab drüben schon vor zig Jahren wiederholt um Hilfe bei den eigenen Retweet-Gewohnheiten gefragt, aber keiner hatte eine Haltung. Ich weiß, dass ich dort zu viel retweete, aber es fühlt sich dann auch so wichtig und gut an. Ganz schwierig… Mittlerweile fällt’s mir etwas leichter, zu widerstehen, weil die Netzwerkgröße gewachsen ist.

@frumble Mein Gedanke ist häufig (leider immer noch zu selten): Ist mein Post/RePost wichtig genug, um bei anderen Zeit anzufordern? Hier differenziere ich deshalb auch zwischen Unlisted, Listed und Followers only. ReToots mache ich kaum. Viel Hashtags und CWs, damit andere die Möglichkeit haben, uninteressante Dinge zu überspringen. In den letzten Jahren hat es sich drüber eingebürgert, quasi alles zu retweeten. Damit nahm der "Spam" überhand.

@frumble Twitter selber hilft einem auch nicht: Man kann zwar Retweets generell pro User ausschalten, das gilt aber nur für die Timeline, nicht für Listen. Und Twitter blendet bereits gesehene Tweets bei Retweets oder Quotes nicht aus. Man sieht also auch noch etliche Tweets etliche Male pro Tag. Das wurde für mich dann irgendwann so wenig handlebar, dass ich mir eine Liste als Standardtimeline erstellt hatte mich extrem wenigen Leuten und ich meine normale Timeline kaum noch lese.

@frumble Bei Mastodon klappt das leider nicht so richtig, da Listen nur Leute enthalten dürfen, denen du auch in der normalen Timeline folgst.

@frumble Noch ein Nachtrag: Es gibt vieles, was sich wichtig anfühlt oder gut ist oder lustig. Aber die Leute folgen doch in der Regel _dir_ wegen dem, was _du_ schreibst und nicht wegen dem, was andere schreiben. Hinzu kommt, dass Dinge, die wichtig, gut oder lustig sind sicherlich schon von anderen retweetet wurden oder direkt denen gefolgt wird ;).

Ich bin deshalb sehr froh, dass Instagram kein Retweet anbietet und dass es hier kein Quote gibt ist auch schon hilfreich :).

@truhe Ich muss Dir da Recht geben. Glaube aber, dass sich das erst in den letzten fünf Jahren geändert hat, die Bedeutung von RTs war mal wertvoller und ein Akt der Sympathie und ich scheine irgendwie nicht das Memo gekriegt zu haben…

@frumble Ja. In den letzten Jahren gab es dort eine Veränderung. Ich bin afaik seit 2007 bei Twitter und damals war das alles eine nette Familie, so wie bei ADN. Dann hatte Twitter versucht, das zu einer Art Celebrity-News-Plattform zu ändern und im gleichen Atemzug (zeitlich, nicht unbedingt aus gleichem Grund) wurde es ungemütlich. Ich hatte dazu auch mal hier etwas formuliert:

taptoplay.de/2014/05/19/make-t

taptoplay.de/#twitter-hat-sich

@truhe @frumble stimmt nicht unbedingt: Ich sehe mich in gewissem Maße als Vorfilter für Themen, die mich so weit interessieren/ die ich so relevant, wichtig & vertrauenswürdig finde, dass ich sie RTe.
Ich weiß auch von einigen Accounts, die mir auf :birdsite: gerade deshalb folgen, und finde so eine manuelle Kuration von Inhalten sehr nützlich.

@schmittlauch @truhe Dazu hab ich gerade auch drüben was geschrieben: twitter.com/frumble/status/116

Ich glaube: Das ist eine Illusion.
Außer du interessierst dich für wirklich ganz spezifische Themen, die ansonsten nicht breit diskutiert werden, dann kannst du eine Art Aggregator für andere sein. Aber ansonsten, ich glaub nicht mehr dran. Es ist heute hier und drüben einfach zu viel los und die RTs werden zur zufälligen Lawine und verschlechtern die Plattformen für fast alle.

@frumble @truhe Nazis, komische Betriebssysteme sind Teil meines Lebens, Netzpolitik interessiert mich.
Zu diesen Themen schreibe ich auch – wenn auch eher selten – oder RTe eben etwas dazu.

Wer mir wegen den eigenen Tweets folgt muss mit den Themen klar kommen, daher sehe ich nicht dass gleichartig thematische RTs stören.

@schmittlauch @truhe Klar, ein paar RTs hin und wieder sind in Ordnung, aber wenn das Profil wie bei mir und Dir aus teilweise über 70% RTs besteht, läuft was falsch. Ich bleibe bei meiner These: Wir machen uns da was vor und überschätzen unsere Wirkung und Bedeutung. Da strampelt der Narzissmus in einem.

@schmittlauch Einzelne RTs sind vollkommen okay. Wenn der Account nur noch zur Verteilung von Content anderer dient, dann mag das auch okay sein. Die Dienste bieten aber gar keine Möglichkeit an, eine Kombination aus den beiden Maximalbereichen sinnvoll steuern zu können und ganz schlimm wird es, wenn Twitter-RTs als listed hier landen. Dann hilft auch der globale Schalter zum Abschalten der ReToots nicht und die gesamte Timeline der Instanz wird unbrauchbar: mastodon.social/@ennolenze/102

@frumble ich finde dieses crossposting/ spiegeln von Twitter auf mastodon absurd, das machen echt viele, leider sind aber nur wenige hier auch aktiv und antworten dann auch. Der Rest sind leider nur Karteileichen, welche nur crossposten und ihren Account hier völlig ignorieren

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