(Von Twitter:)
In Deutschland gehen Blogs unter Protest offline, weil sie sich nicht den Aufwand machen möchten, die DSGVO umzusetzen. Und im Rest der Welt schauen die Menschen neidisch auf unsere neuen Rechte. Letzteres behauptet zumindest dieser Artikel.
Perspektiven sind was Spannendes. https://t.co/4ppLRoOO9b
@reticuleena Bei den Websites, die ich kenne und die offline gegangen sind, lag es meist an fehlendem technischen Know-how. Fehlendes juristisches Know-how allein als Ursache fürs Offline-Gehen ist mir nicht begegnet. Juristische Tipps gab es genug. Die Leute hatten entweder uralte Systeme, die sie nicht aktualisieren konnten oder nutzten irgendein proprietäres Zeug, dass die DSGVO nicht unterstützt..
@juh @reticuleena Bei mir waren es juristische Gründe. Ich will einfach nur ein Blog betreiben, aber kostenlos -> dadurch Werbung durch Platform, bei mir WordPress.com -> dadurch DSGVO Pflicht, die ich nicht erfüllen kann weil ich gar nicht weiß was läuft.
Plus: will das Blog anonym betreiben. Auch das ist eigentlich eh nicht möglich wg. Impressumspflicht. Die einfach für ne Angehörige einer Minderheit nicht leistbar ist, ich stell doch nicht Realname+Adresse ins Netz!
@natanji @reticuleena Yep. Das meinte ich unter anderem. Es wird eine Plattform genutzt, die Werbung reindrückt. Alternativen sind nicht schnell bei der Hand. Anonymität ist natürlich eine besondere Anforderung. Vielleicht wäre Diaspora oder Friendica/Hubzilla eine Alternative für dich.
@juh @reticuleena Das verstehe ich nicht - das sind doch eher soziale Netzwerke als Blog-Plattformen?
Ich denke wenn, dann treibt mich das in die Hände von für Blogartikel ausgelegten Seiten wie medium.com
@natanji @reticuleena Ja, aber sie haben Funktionen, die auch ein Blog hat. Ein Beispiel: Diesen Artikel habe ich in Diaspora verfasst. https://pod.geraspora.de/posts/8050126
Er wurde, wie ein Blogartikel kommentiert. Gut, die Einschränkung ist, man kann nur kommentieren, wenn man auf einem Föderations-Netzwerk ist.
Haut medium.com keine Werbung rein?
@natanji @reticuleena Login über Twitter, Google, Facebook ist ja der Datenschutz-GAU. ;-)
@juh @reticuleena Also genauso wie es auf Mastodon diese neue Instanz geben soll die wie Tumblr funktioniert, durch entsprechendes Design der Seite, aber die Technik ist die gleiche. Könnte es ja ne Diaspora-Variante geben, die wie Medium funktioniert...?
Aber da es das nicht gibt, ist das halt leider auch keine Option. Und so sind meine Blogposts leider offline.
@natanji @reticuleena Im eigenen Blog kannst du natürlich technisch machen, was du willst/kannst. Diaspora und ähnliche Netzwerke geben dir die Struktur vor. Ich denke, wir brauchen eine kollektiv verwaltete Infrastruktur, mehr solidarische Gemeinschaft, um organisatorisch Dinge möglich zu machen. Software oder einzelne techn. Plattformen sind zweitrangig.
@juh @reticuleena Ja, total. Aber da hin treibt die DSGVO mich halt, weil der Gesetzgeber unwillens war ne Ausnahme für persönliche Blogs oder eben für *durch andere* werbefinanzierte Plattformen einzubauen. Ist leider die Realität.
Post auf Diaspora sieht übrigens gut aus - aber es gibt keine Möglichkeit einer Übersicht von Artikeln, soweit ich das sehe. Ist also auch eher schlecht geeignet. Wobei ich mich frage, ob eins das durch entsprechende Instanz lösen könnte...