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Sorry, @derspiegel@twitter.com - ich bin einfach nur krass enttäuscht, dass ihr ausgerechnet mit dem Menschen einen „Waldspaziergang“ macht, der seine Anhänger gegen meine Co-Autorin gehetzt hat. Gebt ihr den Opfern von Verschwörungsideologen ebensoviel Raum?

@kattascha
Vielleicht läuft S+ nicht so gut, wie sie es erwartet hatten.

@birne
Eine Schande ist das trotzdem, solchen Menschen bietet man nicht einfach eine Plattform
@kattascha

@crossgolf_rebel @kattascha

Es gehört aber imho zum Journalismus dazu, das man Menschen die Gelegenheit gibt, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Dazu muss man notfalls auch mal Arschlöcher interviewen.

Solange man sich nicht unterwürfig aufführt dabei und solange es bei dem einen Mal bleibt, halte ich das für statthaft.

Gut, wer für S+ bezahlt, hat sicher schon einen Eindruck. Von daher trifft die Kritik schon zu. Wie gesagt, vll. will man Abonnenten fischen mit sowas.

@birne
Im Grunde genommen hast du ja Recht, nur muss das jedes Medium machen und reicht nicht wenn man auf das vom Klappspaten selbst erstellte und Öffentlichkeit gemachte Material zu?
Ich finde das die Medien dieses Argument arg weit ausdehnen und sie sich zu Stwigbügelhalter für solche Klappspaten machen.

Nein, man muss nicht jedem Arschloch noch ein Exklusiv Interview geben.
Das machen sie mit dem Attentäter von Halle oder Breivik ja auch nicht
@kattascha

@crossgolf_rebel @kattascha

Schon richtig. Meine Argumention hat Schwächen. Aber wenn mich jemand mit seiner Rechtschaffenheit konfrontiert, fühle ich mich herausgefordert zu widersprechen. 😉

@kattascha
Hätt ich S+, würde ich ja jetzt ruckzuck kündigen.

@kattascha Zwei Gründe:
1. Recht ist es, auch vom Feind zu lernen (Ovid)
2. Wer sich selbst kennt, und seinen Feind, braucht den Ausgang von tausend Schlachten nicht zu fürchten. Wer sich selbst kennt, doch nicht seinen Feind, wird für jeden Sieg eine Niederlage erleiden. Wer weder sich selbst kennt, noch seinen Feind, wird in jeder Schlacht untergehen. (Sunzi)

@Metal_Warrior @kattascha sich über jemandem zu informieren ist etwas anderes als jemandem eine Plattform zu bieten. Und das hier ist Letzteres. Ein solches Interview ist genauso wenig sinnvoll wie die üblichen Talkshows, bei denen man dann AfDler einlädt "um sie argumentatorisch zu demaskieren". Deren Zielgruppe ist erwiesenermaßen argumentationsresistent. Also ist das Einzige was passiert, dass man deren Inhalte präsentiert.

Es gibt meiner Ansicht nach eine Grundregel für Rechtsradikale und Verschwörungsfanatiker: Die Presse sollte nicht mit diesen Leuten reden, sondern über sie berichten.

@heluecht @kattascha Wenn der geneigte Zuschauer die Argumente des Feindes für stichhaltiger hält als die Argumente des Freundes, hat der Freund ein Problem, und zwar nicht mit dem Feind, sondern mit einem schwachen Standpunkt. Wenn allerdings die Argumente des Feindes schwach sind, rückt der Zuschauer vom Feind weiter ab, wurde informiert UND im Standpunkt des Freundes bestärkt.

Ergo: Die Inhalte sind nur so gefährlich wie ihre Stichhaltigkeit.

@heluecht @kattascha Wer das übrigens gradezu perfekt gemacht hat, war Serdar Sumuncu, als er "Mein Kampf" gelesen hat. Wenn man das in den richtigen Kontext setzt, ist das Buch nicht mehr die hochgefährliche Nazi-Bibel, sondern die vergangenheitsbeschönigende, verlogene Hirnkotze eines Spinners. Und anscheinend haben ihn damit die Nazis als gefährlich eingestuft - die Leute, die ja laut Aussage Argumenten nicht zugänglich sind.

@Defender Ich hab das Buch gelesen - aber ja, Sabaton hat ein paar Kernaussagen sehr hübsch verpackt. 😎

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