Ich bin müde Leuten zu erklären, dass rassistische Bezeichnungen verletzend sind. Immer diese Meta-Diskussionen nach dem Motto: „Nicht das Wort ist das Problem, sondern der Rassismus“. Ja, Mann. Aber das Wort REPRODUZIERT Rassismus. Warum ist das so schwer zu verstehen?

Und klar kennt jeder irgendeinen Betroffenen der einem sagt: „Mich stört das nicht!“ Ich habe als Kind auch nie gesagt, dass es mich verletzt. Man ist in der Minderheit. Man will dazugehören. Trotzdem verletzt es einen.

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Protipp: Wenn ihr Euch unsicher seid, ob eine Gruppenbezeichnung OK oder rassistisch ist, macht folgendes Gedankenexperiment: Würdet ihr wollen, dass Euer Kind so auf dem Schulhof gerufen wird?

@kattascha

Mir wäre wichtig (gewesen), von wem und mit welcher Intention der Zu-/An-/Auf-Ruf ertönt.

Ein Wort ist immer zuerst ein Wort. Erst Sprecher-Intention und Kontext machen die Wirkung.

Ich halte diese Frage darum für KEINESWEGS "einfach".

@textbook @kattascha Du kannst Menschen auch weiterhin nennen, wie Du willst. Du musst aber auch akzeptieren, dass die Angesprochenen und viele Außenstehende Dich dann für einen Idioten oder für geistig verrostet halten und Dich kritisieren – selbst, wenn Du es gar nicht böse gemeint hast. kaffeeringe.de/2016/08/29/poli

@kaffeeringe

Das kann jedem auf der ganzen Welt passieren. Dafür hat man einst "Humor" und "Toleranz" als soziale Puffermechanismen erfunden, die aber stark mit dem Testosteronspiegel kovariieren.

Die Krux mit dem weltumspannenden digitalen Austausch ist, daß man irrenderweise glaubt, sich allen SozialKontext ersparen zu können solange er nicht in ein Smiley / Emoticon paßt und stattdessen ganze Vokabelseiten streicht.

In meinen Augen bzw. @kattascha - 1/2

@textbook @kattascha "Passieren" ist ja auch etwas anderes, als sich vehement (in einer Fernsehsendung) dafür einzusetzen, dass die eigene Perspektive richtig ist, und die Betroffenen die Idioten. Natürlich muss man nicht den aktuellen Stand jeder linguistischen Diskussion kennen. Man sollte nur offen dafür bleiben, wie andere Menschen gerne behandelt werden wollen.

@textbook Ich wurde jahrelang als "Käseroller", "Drogenmann", "Holzschuh" gerufen, weil ich Niederländer bin. In der Schule, an der Uni und auch heute noch vereinzelt. Klar sage ich immer das es mich nicht stört. Aber es hat definitv schon damals dafür gesorgt, daß ich lieber alleine geblieben bin. Und ich bin weiss gelesen, man glaubt mir gar nicht das ich kein Deutscher bin. Kann man gerne versuchen zu verstehen um wieviel schlimmer das für nicht weiss Gelesene ist. @kattascha

@textbook Das ist eine Frage von Deutungshoheit (oder Definitionsmacht?). TL;DR ist, soll der Taeter oder das Opfer deuten duerfen, wie eine Tat zu interpretieren ist?

Auf Sprecher-Intention berufen sagt: der Taeter.

Auf erlebte Gefuehle berufen sagt: das Opfer.

Das Gesetz (in D, typischerweise) sagt: weder, noch. Idealerweise sagt das Gesetz das. Und wenn das etabliert ist, wird der Schweregrad der Missetat aus den beiden obigen Punkten noch gewertet.

1/

@kattascha @jwildeboer

@jens Solange wie wir uns einig sind, daß man versteht das Begriffe wie Polacke, Käseroller aus der Sicht der so Genannten nie als positiv empfunden wird, dürft ihr gerne weiter theoretisieren. Aber genau an dieser Klarstellung scheitert es ja leider schon häufig. Dann sollen "wir" uns halt nicht so haben. Ist ja nicht so gemeint. Man wird ja wohl noch ein Spaß haben dürfen etc. @textbook @kattascha

@textbook

Das Problem hier ist, dass man als nicht Betroffener oft keine schlechten Intentionen haben *kann*, weil einem der Bezug zu dem fehlt, was das Opfer erlebt.

Genau deswegen ist es hier sehr schwierig, sich auf die Sprecher-Intentionen zu berufen, weil es quasi automatisch die Opfer-Perspektive ausschliesst.

Man kann (?) sich dagegen wehren, *nur* die Opfer-Perspektive gelten zu lassen. Sicher.

Der Anfang dafuer ist aber, die Taeter-Intention abzuwerten.

2/

@kattascha @jwildeboer

@textbook

Der Anfang waere da also mal, sich nicht dagegen zu wehren, was @kattascha und @jwildeboer hier ueber ihre Erlebnisse erzaehlen. Die sind valide.

/n

@jens

Vollkommen korrekt, daß diese valide sind. Wer hat daran gezweifelt?

Ich fürchte mich aber davor, 8 Mrd. Opfern proaktiv gerecht zu werden. Du verstehst?

@kattascha @jwildeboer

@jens

Wie mir die Diskussion zeigt, führt die Aufteilung des Publikums in Opfer und Täter in erkenntnismäßige und soziale Lähmung.

@kattascha @jwildeboer

@textbook (in D, typischerweise) bedeutet dass Deutsches Recht versucht, die Deutungshoheit bei sich zu behalten, eben um dieser Heruminterpretation die Kraft zu nehmen.

Gibt sicher viele Faelle, wo das nicht gut laeuft. Das waere aber eine andere Diskussion :)

@kattascha @jwildeboer

@jens Das Perfide ist ja, daß man, wenn man sich diese Beleidigungen gefallen läßt, akzeptiert wird. Wenn man aber, egal wie freundlich, sich dagegen wehrt, ausgeschlossen wird. Diese Erfahrung sitzt tief, wenn sie schon die Kindheit prägt. Schuld ist man anscheinend immer nur selbst. Das spüre ich bis heute. @textbook @kattascha

@jens Und wie gesagt, meine Erfahrungen als Deutsch und Weiss Gelesener sind da im Vergleich eher unspektakulär. Aber sogar das hinterlässt schon Spuren. @textbook @kattascha

@jwildeboer
Bin voellig bei Dir.

Bin selber aus relativ gemischter Herkunft, weswegen solche Angriffe bei mir immer laecherlich genug ankamen, dass sie mich nicht wirklich beruehrt haben. Dafuer gab's andere Dinge, die mich viel fundamentaler getroffen haben. Aendert ja nichts, ist nur eine andere Geschmacksrichtung des gleichen Mists.

@textbook @kattascha

@jens Es gab halt diese prägenden Momente. Als ich den Moderator auf unserem Abiball gemacht habe und ein Klassenkamerad durch den ganzen Saal brüllte "Einer wie dich hätte man früher vergast" und keiner, wirklich keiner, weder Schüler, Lehrer oder Eltern reagierten. Ich habe das Mikrofon hingelegt, mich verbeugt und bin gegangen. Die versuchen mich immer noch zu Abijubiläen einzuladen und wundern sich das ich freundlich aber bestimmt nein sage. @textbook @kattascha

@jwildeboer

Ich würde mir die Dumpfbacke von damals im Heute angucken und mich mit diesem Eindruck auf dem nächsten Abiball amüsieren. Rückzug ist auf Dauer keine Lösung. Nur so ne Idee. ;)

@jens @kattascha

@textbook Nein, ich muss mich dem nicht aussetzen, wenn ich es nicht will. Ich habe einfach keine Lust und Kraft mehr mich damit zu befassen. Bis heute hat sich derjenige nicht entschuldigt. Brauchet er auch nicht. Für mich ist das erledigt. Diese Leute brauche ich nicht in meinem Leben. Und Rache ist einfach nicht mein Ding. @jens @kattascha

@jwildeboer
It would be rather inappropriate to react to your story with Like/Favourite, so let’s do this: “am with you there”.

Re the rest of this interesting discussion: I get what all of you mean. Inspecting my own emotions and thoughts about this topic, I, however, am not clear what I think about this. Words lead to acts, which lead to words.

Würdet ihr wollen, dass Euer Kind so auf dem Schulhof gerufen wird?

This indeed strikes close to home. Yet, personally, I also think, some level of harshness of the kind you mentioned turned out to be useful for me personally in my life. When child, I was often on the bullied side. It felt bad, but in the end all that experience, negative and positive made me a person I am today and I am happy I who I am. Do I wish for my children to be bullied like you describe, or as I experienced? No. Do I want them to become resilient like I believe I became? Yes. Do I want hem to get there by bullying, etc.? No. Do I recognise it’s perhaps a necessary step in an individual’s life to cross such a chasm? Probably. Do I want to put everybody else (all the victims you invoked earlier) to go through this? Probably not - it’s none of my business to tell others how they should live their life.

All that is to say that I do not exactly know what I think about this. Intriguing…

@jens @textbook @kattascha

@jens

ALLE Europäer sind von "gemischter" Herkunft. Das ist doch hoffentlich Common Sense, oder?

In der Schweiz sagt man: "Wenn Du eine Frau heiraten willst, deren Familie seit drei Generationen hier lebt, dann mußt Du eine Kuh heiraten."

Noch Fragen?

@jwildeboer @kattascha

@jwildeboer

Jede Biographie ist ein Beweis gegen den Unfug der durch die Genetiker im Kontext von Kriminalität und Intelligenz verbreitet wird.

Wenn das erst einmal kapiert wird, fallen Gefängnisse, Psychiatrien und auch das mehrgliedrige Schulsystem in sich zusammen wie eine Sandburg bei Flut.

@jens @kattascha

@textbook

Seit Sarrazins Machwerk mit dem Intelligenzgen halte ich nun gar nichts mehr von Intelligenz. Dies besonders dann, wenn das Wort aus dem Mund eines Deutschen kommt.

Auch als Lob nehme ich es nicht an und sage: "Ich bin vielleicht telligent, aber INtolerant gegen I-Quoten."

Ich bin im Alter von 15 Jahren vor den deutschen Dumpfbacken, die zu mir sagten "Dich haben sie vergessen zu vergasen" nach Amsterdam geflüchtet.

@jwildeboer @jens @kattascha

@alinka

Kein Land ohne #Dumpfbacken.

Mit dem Vergasen sind ja grade die sehr schnell, nach denen Auschwitz NIE existierte.

Als in unserem holländischen Familienzweig vor gut 20 Jahren Nachwuchs mit Trisomie-21 geboren wurde, waren alle, ALLE überzeugt, daß es am Vater lag. Da half kein Reden und keine Statistik. Der Vater kam nämlich aus den ehem. holländischen Kolonien.

Zum Intelligenzbegriff und seiner Geschichte empfehle ich zvab.com/servlet/SearchResults

@jwildeboer @jens @kattascha

@textbook

Der Zivilisationsprozess ist ein kognitiver Zurichtungsprozess, der letztendlich zur Selbstzerstörung führt. Hast Du mal "Die Dialektik der Aufklärung" von Adorno/Horkheimer gelesen? Da steckt auch viel Richtiges drin.
Auf jeden Fall sind die Forschungen von Bronislaw Malinowski auch sehr interessant.

Er hat Indigene als "Wilde" bezeichnet und wurde deshalb auch des "Rassismus" verdächtigt. Und natürlich war er der "zivilisierte" weiße Forscher...

@jwildeboer @jens @kattascha

@alinka @jwildeboer @jens @kattascha

Mal ganz ehrlich, Folks:

Was nervt denn mehr als das ständige Betonen von Hautfarbe, Religion, Herkunft, Gender oder Pinkelstellung wenn ich einfach nur kommunizieren und Ideen voran bringen will?

racism 

@textbook

Wir Menschen sind Menschen mit einer Geschichte bzw. - auch tradierten - Erfahrungsschätzen.

Ich stritt mich kürzlich mit einer Frau, die meinte, dass ich als Weiße in Bezug auf Rassismus die Klappe halten sollte.

Ich habe aber schon in meiner Kindheit gegen Rassismus gekämpft und war mit einem Mann aus der Elfenbeinküste verheiratet, weshalb ich von Dumpfbacken als "Niggerhure" bezeichnet wurde.

Das war sowohl Rassismus als auch Sexismus.

@jwildeboer @jens @kattascha

@alinka

Das ist supernett von Dir. Danke! Meine persönlichen Erfahrungen mit "den zahlreichen Geschlechtern" würden viele Romane füllen. Eine Trennung der sozialen Welt in NUR zwei biologische Geschlechter hat mich immer befremdet weil sie Geist und Seele ausschließt, die ja ihrerseits ebenfalls geschlechtlich konnotiert sind. Daß auch der Phänotyp nicht zwingend am Genotyp hängt, gibt der M/W-Dichotomie den Rest. Gut so!

@jwildeboer @jens @kattascha

@alinka @jwildeboer @jens @kattascha

Die Frankfurter haben mich meist nach ein paar Seiten gelangweilt, weil dort Bürgerliche Aufregerthesen als Fortschritt verkauft wurden die für mich bildungsfernen Bauerntölpel längst als Realität etabliert waren.

Bronislaw Malinowski kenne ich nicht wissentlich.

@textbook

Was? "Bürgerliche Aufregerthesen als Fortschritt"? Und das willst Du nach ein paar Seiten gewusst haben? 😣

Das Werk von Herbert Marcuse (den ich sehr verehre) wurde gerade von Dir in Mülltonne geworfen. 😟

Sie haben sich sehr darum bemüht, den NS aufzuarbeiten und haben sehr viele Studierende zu klugen und kritischen Menschen gemacht.

Die Nazis bekämpfen die "Kritische Theorie" als "Kulturmarxismus", darunter A. Breivik und die "Reconquistas".

@jwildeboer @jens @kattascha

@alinka @jwildeboer @jens @kattascha

Oooopsss, sorry, das war nicht meine Absicht, das mit der Mülltonne. Hol das sofort wieder da raus!!!

Die werten Herren stehen allesamt auf Ehrenplätzen in meiner Bibliothek. Herbert Marcuse oder Erich Fromm schätze ich also große kreative Geister, die mir einen großen Teil meines heutigen Bewußtseins "spendiert" haben.

Das ist aber eben nicht alles, denn den Nationalsozialismus als deutsche Katastrophe zu bagatellisieren greift zu kurz.

(cont'd)

Interaktion 

@textbook

Missverständnisse kommen in der Kommunikation und Interaktion nun einmal vor. 🤭 🤝

Allerdings: Wenn die Bücher nicht in der Tonne sind, kann sie dort auch niemand heraus holen. 😉

Wozu kommt jetzt die "Bagatellisierung...." in unseren Kommunikationprozess hinein?

(ich nehme die anderen mal raus)

@alinka

Die Bagatellisierung besteht m.E. darin, daß die (aufgeklärte?) Welt sich darauf verständigt hat, den Nationalsozialismus als ein Phänomen zu betrachten, das auf Deutschland beschränkt ist/war und irgendwie aus dem #Soziogenom der Deutschen entsprungen sei.

Ich bin im Gegenteil der Ansicht, daß die gesamte Weltgesellschaft von dieser Anlage durchdrungen ist.

Aus dem Umstand, daß unsere Vorfahren die Eskalation betrieben und getragen haben erwächst unsere #Niewieder-Verantwortung.

@alinka @jwildeboer @jens @kattascha

Dann gibt es da auch die nicht-bürgerlichen Ebenen der Gesellschaft, wo man sich bildungsfern aber damals eben auch fern von RTL/SAT1 zu einer naiven spontanen Pflege menschlicher Qualitäten fähig war. Davon wußte die Frankfurter Schule nix zu berichten und darum auch keine Erkenntnisse zu ziehen.

(EOF)

@textbook

Und jetzt habe ich noch mal unsere unterschiedliche Herangehensweise reflektiert.

Mein Hintergrund: autoritär erzogenes Arbeiterkind, aber kleine Schwester der 68er.

Du hast sehr subjektivistisch argumentiert, während ich mehr die gesellschaftspolitischen Aspekte mitdenke.

Insofern kam Dein Toot nicht gut bei mir an.

@alinka

Autorität kannte ich während meiner Kindheit nicht als Status, nur als Eigenschaft.

Sicher liegt darin ein Grund weshalb meine Posts ab und an andere Kollegen strapazieren.

Denkverbote und Redeverbote oder verbotene Worte erregen schnell mein Interesse.

@alinka Dumpfbacken ist ein zu schwaches Wort. -- Mit 15 war ich auch nicht in der Lage, mich neben Opfer von Rassisten und Reaktionären zu stellen. Fliehen und Durchhalten ist manchmal die einzige Option. -- Bei Erwachsenen erwarte ich, dass sie sich mit sich selbst auseinandersetzen und dem Alltagsrassismus alltäglich entgegenstellen. @textbook @jwildeboer @jens @kattascha

@mupan
Ich habe das aber schon mit 9-10 Jahren gemacht, als die Nazi-Kids die sog. Gastarbeiter verhöhnten. Darauf hin wollten die mich verprügeln. Die kleineren konnte ich mittels Beintechnik abwehren, aber bei den größeren - besonders wenn sie als Horde auf mich eindreschen wollten, musste ich wegrennen. Die Kids haben ihren Eltern erzählt, dass ich sie als "doof" etc bezeichnet habe. Und Letztere haben mich dann oft von hinten geschlagen ...

(1/2)

@textbook @jwildeboer @jens @kattascha

@mupan
...während ich z.B. beim Hüpfspiel oder Gummitwist war. Zackbumm...gab's plötzlich von hinten eine dicke "Backpfeife" und dabei haben sie das von dem "Vergasen" gebrüllt.

Weil ich so oft wegrennen musste, konnte ich ganz gut "flitzen". Das hat mir in einigen Gefahrensituationen später geholfen zu entkommen...

Auf jeden Fall bin ich ab dem 14. Lebensjahr "Ausreißerin" geworden. Ich bin aber auch vor meinem brutalen Erzeuger geflüchtet...
(2/2)

@textbook @jwildeboer @jens @kattascha

@jwildeboer Menschen, die nie (positiv) rassistisch oder sonst chauvinistisch (gewesen) sind, gibt es nicht. Aber es gibt definitiv lernwillige, zu Kritik und Selbstkritik fähige Menschen. Bei denen das Opfer nicht immer nur selbst Schuld bist, sondern gar nicht. Traurig, wenn du so durchgängig mies behandelt worden bist, dass du einer Ausnahme nicht mehr glaubst, wenn du ihr begegnest. Nur leider nachvollziehbar. @jens @textbook @kattascha

@mupan Das ist eine IMHO fast schon böswillige Unterstellung. Ob und wem ich was glaube können sie aus den paar Toots hier nicht rekonstruieren. Dazu müssten sie mich kennen. Genau diese Aburteilung aus der Ferne ist Teil des Problems. Ich bin kein armes Opfer das jedes Vertrauen verloren hat. @jens @textbook @kattascha

@jwildeboer

Mich hat dieser Staat mehrfach versucht, zu psychiatrisieren. Auch innerhalb des Schuldienstes. Z.B. pfiff eine Lehrerin ein 7jähriges Kind an mit: "Jetzt rede doch mal deutlicher, Du lispelst ja wie ein Chinese!" Das konnte ich nicht ertragen.

Der Staat handelte gemäß der Doktrin: "Deutschland ist ein Rechtsstaat. Rassismus gibt es hier nicht mehr." Folglich gingen Staatsbedienstete davon aus, dass ich mir den Rassismus nur einbilde...

@mupan @jens @textbook @kattascha

@alinka @jwildeboer @mupan @jens @kattascha

Ach herrjeh, was für eine Verwechslung von Anspruch und Realität. Wenn alles super ok wäre und unsere Verfassung 1:1 im geltenden Recht, noch gar in der Praxis, eingehalten würde, wäre wir weißgott dem Himmel ein gutes Stück näher. ;) Iss aber noch'n bißchen hin :'(

@textbook Die gnädig vom kapitalistischen Staat gewährleisteten Grundrechte klingen wie die Menschenrechte und werden in Sonntagsreden so verkauft, stehen aber unter »Finanzierungsvorbehalt« (Konstantin Wecker) und dienen der rationalistischen Bewirtschaftung des Arbeits- und Konsumviehs und sind beliebig dimmbar, wenn der Markt das erfordert. Bei einer Formulierung: »Die Grundgesetzwirklichkeit hinkt den Menschenrechten hinterher.« bin ich sofort dabei. chrisoz.de/2019/06/das-grundge @alinka @jwildeboer @jens @kattascha

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