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Je früher alles wieder erlaubt ist bevor die Zahlen nicht wirklich unten sind, desto schneller wird alles wieder verboten. Parteien, die möglichst schnell möglichst viel öffnen wollen, werden am Ende diejenigen sein, die dafür gesorgt haben, dass alles sehr lange zu sein wird. 🤷🏻‍♀️

@kattascha und icing befürchte die Leute werden später diese Parteien dennoch wieder wählen. Das Gedächtnis ist einfach zu kurz, bzw. Überladen mit zu vielen Sachen.

@maxheadroom @kattascha Vor allem sind Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, die beiden Länder, in denen als erste gewählt wird, von allen am dichtesten an den 50. Da macht bestimmt jemand die Bonbontüte auf 😩

@kattascha
Wenn wir uns nur nach den Inzidenzwerten richten, dann gebe ich dir Recht.
Wenn wir aber diszipliniert einen faktenbasierten Schutz der wirklichen Risikogruppen umsetzen und darüber hinaus auf Basis einer ganzheitliche Sicht auf die positiven und negativen Auswirkungen der Massnahmen handeln, dann würden wir meines erachtens wieder weitgehend alles erlauben können, ohne weitere Übersterblichkeit zu riskieren.

@SebastianGallehr @kattascha Ist aber mMn schwierig in mehrerlei Hinsicht:
1. Wer zählt überhaupt zu einer Risikogruppe? Es lässt sich nicht spezifisch allein aufgrund des Alters abgrenzen. Übergewichtige haben auch Risikofaktoren und in Deutschland wuchs die Zahl der Übergewichtigen sogar.
2. Ist das Ziel nur die Minderung der Sterblichkeit? Der Tod ist die stärkste Einschränkung, die man aufgrund diesen Virus erleiden könnte. Allerdings gibt es auch Spätfolgen, (1/2)

@SebastianGallehr @kattascha die darüber hinaus die Lebensqualität massiv mindern können, wie chronische Atembeschwerden. Auch für junge Menschen steigen Risiken für Morbidität im Alter, wie bspw. das Schlaganfallrisiko.
3. Inwiefern ist es ethisch in Ordnung, gewisse Gruppen, die je nach Begriffsdefinition weite Teile der Bevölkerung darstellen kann, zu isolieren, während der Rest Freiheiten ungehindert wahrnehmen kann. Gleichheit vor dem Gesetz?

@cordialis
Das sind wirklich aus meiner Sicht die relevanten Fragen, die es zu beantworten gilt. Hier mal in der 500 Zeichen Kürze meine Antworten darauf:
Zu 1. Um Grundrechte einschränken zu dürfen, darf nur Übersterblichkeit als Risiko anerkannt werden
Zu 2. Ja zur Legitimation der Grundrechteeinschränkungen
Zu 3. Das genau ist wirklich kontrovers zu diskutieren, zu entscheiden und in Gesetze zu giessen.
Wir haben viel aufzuarbeiten und zu lernen aus der Corona Krise.
@kattascha

@diritschka
Lies Mal meine weitere Antwort. Da argumentieren ich etwas differnzierter

@SebastianGallehr Du schreibst von "faktenbasierten Schutz", "wirklichen Risikogruppen" und "ganzheitliche[r] Sicht". Stimmt das hört sich echt differenziert an! Und auch nach Argumenten. 😋 Kannste ja mal aufarbeiten. Falls das jetzt blöd kommt, lies mal meine weiteren Antworten. 😉

@lockspringer
Hier Mal ein Anfang: Ich bin der Meinung, dass die Hürde zur Einschränkung der Grundrechte extrem hoch sein muss. Nur bei akuter Lebensgefahr zum Beispiel.
Nun ist es aber spätestens seit Januar evident, dass die Übersterblichkeit (=erhöhte Lebensgefahr) nur bei über 65 Jährigen zu beobachten ist.
Also hätten wir spätestens Mitte Januar den Schutz-und Massnahmenfokus darauf legen und die anderen in den Rechtsstaat entlassen müssen.

@SebastianGallehr Bei den Ü65ern sind die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichend darum sterben die. Bei den Jüngeren reichen die Maßnahmen des Rechtsstaats aus um die Sterblichkeit auf Normallevel zu halten. 😘 Easy oder?

@lockspringer
Das ist mein Vorwurf an unser politisches- und verbeamtetes Personal. Seit Sommer 2020 ist es evident, dass die Alten besonders gefährdet sind und die Jungen und junge Familien besonders unter den Massnahmen leiden. Unser Personal hat es nicht geschafft, differenzierte Schutzmassnahmen zu ergreifen und so sterben jetzt die Alten und die Jungen leiden nicht nur in ihrer sozialen Entwicklung und bei der Bildung sondern auch unter häuslicher Gewalt. Schämt Euch!

@SebastianGallehr Wo ist den da der Vorwurf? Nur weil Du wiederholst das etwas angeblich evident ist macht es das nicht wahr. Das junge Familien unter dem Lockdown besonders leiden ist ein Werturteil a la "Denkt doch mal an die Kinder!" Desweiteren gibt es kein Personal, und "differenzierte[re] Schutzmaßnahmen" naja das hört sich so an wie ein Schrei nach Schutzmaßnahmen die dir besser gefallen. Danach der Rundumschlag soziale Bla + häusliche Gewalt. Tolles Bullshitbingo!

@lockspringer
Ja, das stimmt. Ich bin sauer und entsprechend wiederholend und unscharf. Aber wo behaupte ich denn Evidenzen, die nicht da sind?

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