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Fände es gut, wenns zur Bundestagswahl mehrere Wahlomat-Fragen ausschließlich zum Verhalten einzelner Parteien/Kandidaten während des letzten Pandemie-Jahres geben würde.

@kattascha Dann aber bitte einfach mehr Fragen insgesamt als die letzten Jahre. Ich fände es doof, wenn wir die Politik der nächsten Jahre nur von der Pandemie abhängig machen würden bzw. andere Inhalte hinten anstellen würden.

@kattascha Verstehe ich nicht. Die Wahlomat-Fragen richten sich doch an die Wählerin, die einträgt, ob sie dieses oder jenes politisches Ziel verfolgt, und gleicht sie mit den Wahlversprechen/dem Wahlprogramm der Partien ab.

Wie sollte eine Wahlomat-Frage zur Vergangenheit aussehen? "Also ich hätte von BionTech-Pfizer im August die doppelte Menge bestellt, auch für einen höheren Stückpreis: ja/nein/weiß nicht" 1/2

@kattascha Eine Frage zur Klimapolitik wird ja auch nicht damit abgeglichen, ob eine Partei Braunkohlesubventionen in der Vergangenheit beschlossen hat, sondern ob sie im Wahlprogramm stehen hat, ob sie es tun wird.

Außerdem: Ethikrat hat nicht ganz ohne Grund empfohlen, Covid19 aus dem Wahlkampf rauszuhalten.

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@kattascha So wahnsinnig viele Abstimmungen scheint es dazu im Bundestag nicht gegeben zu haben, wenn ma sich abgeordnetenwatch.de/bundestag anschaut - wobei, dass die Parlamente da ziemlich aussen vor sind, ist ja auch einer der häufiger gehörten Kritikpunkte...

@kattascha Ich bin nicht dagegen, sich das Verhalten über das letzte Jahr hinweg genau anzusehen. Das lässt ja auch auf Charakterfestigkeit schließen, was ja für manche ein Kriterium sein kann.

Aber den Wahl-O-Mat halte ich für ungeeignet. In USA gab es so etwas wie das Obam-O-Meter, das die Politik des Präsidenten an seinen Wahlversprechen gemessen hat. So etwas wäre gut (wobei es natürlich keine Covid19-Wahlversprechen gab).

@ipofanes @kattascha Soweit ich das erinnere, bezieht sich der #Wahlomat ja hauptsächlich auf Aussagen (aus dem Wahlprogramm oder Antworten auf konkrete Fragen). Da ein bisschen mehr Gewicht auf das reale Tun in der letzten Legislaturperiode zu legen wäre schon prima.

@maikek @kattascha Das wäre aber nicht der Wahl-O-Mat. Damit kann man Regierungs- und Oppositionsparteien und außerparlamentarische Parteien gar nicht angemessen vergleichend darstellen.

Wie ich schrieb: Wahlkampfaussagen dem späteren politischen Handeln gegenüberzustellen "wäre prima", aber das ist nicht der Wahl-O-Mat. Daran kann man Volt und die bibeltrauen Christen nicht messen.

@ipofanes Ja, das ist schon richtig, das lässt sich auf neue Parteien oder nicht im jeweiligen Parlament vertretene Gruppen leider schlecht anwenden. Die Opposition lässt sich allerdings sehr wohl beurteilen (Abstimmungsverhalten, eingebrachte Anträge, ...). Nur hast du wohl recht, das Format eines Wahlomaten ist da nicht das geeignete Mittel.

@maikek Beim Abstimmungsverhalten der deutschen Abgeordneten im Europaparlament gibt es ja regelmäßig Aufstellungen (ich folge @echo_pbreyer und kriege so etwas regelmäßig in die TL). Da gibt es aber keine Gegenüberstellung mit den Wahlprogrammen.

Bei Regierungshandeln wird es schwieriger: Wir wählen strenggenommen nicht die Regierung. Gerade in Bezug auf Corona war der Bundestag häufig nicht eingebunden.

Es ist schwierig.

@ipofanes Corona wäre jetzt für mich auch nicht das alleinige Kriterium.
Die Übersichten von @echo_pbreyer gucke ich mir auch in meiner TL immer gern an.

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