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Das Wording „Freedom Day“ ist hochproblematisch. Abschaffung von Maßnahmen bedeutet eben nicht für alle mehr Freiheit - wer Angst vor Ansteckung hat und/oder zur Risikogruppe gehört, fühlt sich mit weniger Schutzmaßnahmen bei steigenden Infektionszahlen ganz sicher nicht freier.

Außerdem schwingt bei dem Framing mit, man würde ansonsten in Unfreiheit leben. Die ganze Bevölkerung einmal durchinfizieren zu lassen & keinerlei Maßnahmen zu ergreifen hat aus meiner Sicht wenig mit „Freiheit“ zu tun. Gerade für Risikogruppen. Eine Maske macht keinen unfrei.🤷🏻‍♀️

Klar, es muss immer abgewägt werden: Welche Maßnahmen sind effektiv & gerade angemessen. Und natürlich verändert die Verfügbarkeit von wirksamen Impfstoffen die Lage. Aber generell tut man sich mit diesem Wording - gerade angesichts steigender Zahlen - keinen Gefallen.

@kattascha zusätzlich irritierend finde ich, wenn davon gesprochen wird, dass es keinen “Lockdown” etc. mehr geben wird - wie kann man das Angesichts steigender Fallzahlen guten Gewissens so pauschal versprechen?

@kattascha ja ich habe auch den Eindruck die Schwurbler haben es geschafft ein narrativ zu platzieren. Ob strategisch geplant oder organisch gewachsen ist relativ egal.

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