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Mich macht der Hass, den manch einer hier gerade gegen Ungeimpfte Menschen ablässt gerade etwas ratlos. Fänds besser, wenn wir stärker nach Lösungen, statt nach Schuldigen suchen würden. Man kann auch für 2G oder was auch immer sein ohne andere anzupöbeln. 🙄

Was in dem ganzen etwas untergeht: Es braucht eine politische Lösung. Egal ob 2G+, Lockdown, Impfkampagne mit Wumms oder Impfpflicht. Und das politische Krisenmanagement ist gerade vorsichtig ausgedrückt eher „bescheiden“. Darüber zu sprechen fände ich irgendwie produktiver.

Studien zeigen: Schimpfwörter fördern Polarisierung. Jeder bleibt eher bei der Meinung, die er eh schon hatte. Versteht mich nicht falsch: Man muss Dinge als das benennen was sie sind. Aber das geht auch ohne sprachliche rote Linien zu überschreiten. 😪

Man muss auch nicht ewig mit Leuten weiter diskutieren, die Fakten nicht wahr haben wollen. Mehr Abgrenzung wäre hier auf politischer Ebene wirklich wünschenswert. Und weniger mediale Reichweite für Esoterik & Verschwörungsideologen auch. Darum gehts nicht.

Ich frag mich nur, wem das jetzt was bringt wenn alle ihre Wut mal so richtig ablassen mit krassen sprachlichen Entgleisungen. Ja, irgendwie niemandem, oder?! Niemand lässt sich dadurch impfen. Und ne politische Lösung rückt auch nicht näher. jm2c

@kattascha es haben sich gefühlt zwei extreme Lager gebildet. Auf der einen Seiten die Impfwilligen, die schon fast übergriffig drängen und Ängste bzw Bedenken wegwischen. Auf der anderen Seite die Verweiger*Innen, die schon aus Trotz dagegen sind. Wo bleibt die Mitte, frage ich mich 🤔

@kattascha Stimmt, das hasserfüllte Gepöbel allerorts nervt. Eigentlich wurde auch schon alles Lösungsorientierte hundertfach gesagt. Wichtig bleibt die Menschen zu informieren, welche der deutschen Sprache nicht mächtig sind oder anderweitig keinen Zugang zu Informationen haben. 10-12% der Leute wird man aber nicht mehr erreichen können.

@kattascha Sagen wir es so, ich unterscheide noch wen ich hasse. Es gibt viele, die nicht geimpft sind, weil sie sich unsicher sind, bequem sind oder einfach verpeilt. Denen kann man sich nähern, man kann sich unterhalten und was bewirken.

Hass behalte ich mir für die Schwurbler vor, die Bullshit schneller in die Welt setzen als man ihn widerlegen kann und denen, die ihnen Gehör verschaffen.

@kattascha Ich wäre schon zufrieden wenn die Maßnahmen, die aktuell beschlossen sind auch kontrolliert werden.

Faktisch kann jeder Depp mit einem beliebigen Impfzertifikat überall Essen gehen, feiern etc.

Dazu kommt, dass wenn was politisch entschieden wird, z.B. Einführung von 2G+ die Konsequenz nicht durchdacht wird, bzw. was man braucht um das umzusetzen... Teststellen, entsprechend geschultes Personal, Kontrollen etc.

@kattascha Da wird auf höchstem Niveau rumgewurschtelt. Da werden Leute mit der 2G Keule Richtung Impfung getrieben aber es wird nicht daran gedacht Impfzentren darauf vorzubereiten usw.

Über ideen muss man sich nicht mehr unterhalten. es gibt sie. sie werden auch umgesetzt aber halt ohne Plan.

@esopriester @kattascha Welche Impfzentren?? Wurden doch dichtgemacht und abgebaut. 😳

@kattascha Leider hat sich während der Pandemie das Vertrauen in die Wissenschaft und ihre Methodik vergrößert.
Allerdings ist das Misstrauen in die Kompetenz der Politik Probleme zu lösen und anzugehen sowie deren Vertreter in noch höherem Maße angestiegen.

Mit anderen Worten: Niemand traut den Berufspolitikern noch irgendwas zu.

@kattascha Das asoziale Verhalten der Impfgegner:innen darf für sie aber nicht folgenlos bleiben. Also, es muss weitere Folgen als deren Infektion, Erkrankung, Hospitalisierung und Tod haben.

@kattascha 'gerade'? Das ist wohl etwas zuviel Optimismus

@kattascha Diese Ungeimpften sind auch keine homogene Gruppe, die nur aus Hardcore-Verweigerern besteht. Da sind leider immer noch auch Ängstliche, Verpeilte oder einfach auch Leute, denen es die Bürokratie schwer macht, einen Termin zu bekommen. Ist ja nicht so, dass das System einfach zu navigieren ist, wenn du kein deutschsprachiger Gymnasiast bist. Auf's Mobiltelefon geflogen wie in Portugal kommen die Termine ja nun hierzulande nicht.

@kattascha Bei aller Frustration gegenüber Schwurbeldummheit auf Twitter: manchmal lesen sich Kommentare gegenüber den imaginierten Ungeimpften als Gruppe wie die 5-Minuten-Hass-Sendung :(

@johl Warum nicht? Das wäre doch ein Ansatzpunkt, an der Stelle nachzuziehen und einfach Termine zu verteilen, die dann auf's Telefon geschickt und da in Gerätesprache ausgegeben werden. @kattascha

@viennawriter @kattascha Warum das nicht so ist? Weil Pragmatismus nicht Teil der deutschen Bürokratiekultur ist.

@viennawriter @kattascha Und Emotionalität auch nicht. Hier wird nicht für die Impfung begeistert, hier wird ermahnt und rationalisiert.

@viennawriter @kattascha Mich spricht Rationalität total an, aber ich bin auch ein Nerd mit Privileg und Bildung, gibt wohl noch andere Menschen auf der Welt und die müssen wir auch erreichen. Auch als Gesellschaft und auch eigentlich abseits vom Impfen :)

@viennawriter @kattascha Lass uns mal weniger über Faktenverweigerer mit Reichsfahnen reden und mehr über Leute, die in ihren ganzen Leben gelernt haben, wenn sie auf deutsch mit Behörden/Offiziellen kommunizieren müssen, gibt es Ärger. Und denen wir sagen, sie müssen doch nur "einfach" ihren Hausarzt (was ist das denn eigentlich?) ansprechen oder eine miese Webseite durchhangeln.

@viennawriter @kattascha Oder Menschen, für deren Psyche es einfach ein krasser Schritt ist, sowas zu planen, zum Telefon zu greifen.

@johl Damit rennst Du bei mir offene Türen ein. Ich mach seit Jahren Datenschutz-Kommunikation auf Low-Level und erzähle immer wieder, dass das Thema weder so präsenti ist, wie politische Entscheidungsträger:innen das gerne glauben. Und den mythischen Digital Native, der uns alle retten wird, gibt's auch nicht. Krasses Zug für viele. Aber zurück zur Frage, wie man die Leute erreicht. Am Land wäre es ja ggf ne Option, die Menschen in den Sozialämtern zu schulen, damit sie ... @kattascha

@johl ... ihre Klient:innen drauf ansprechen und ihnen Hilfsangebote an die Hand geben können. Impfbusse werden am Land gerne gesehen, weil Oppa Kalle dann nicht die halbe Nachbarschaft in die nächste Stadt karren muss zur nächsten Test- oder Impfmöglichkeit. In der Stadt kann man Sozial- und Jugendarbeiter:innen entsprechende Infos an die Hand geben. @kattascha

@viennawriter @kattascha @johl "Menschen in den Sozialämtern zu schulen, damit sie .... ihre Klient:innen drauf ansprechen und ihnen Hilfsangebote an die Hand geben können."

Haahaa, dazu sind die "Sozialämter" nicht mehr fähig. Denen wurde in den letzten 20 Jahren jegliche Empathie abtrainiert, um ein bisschen Geld zu sparen. Unser Geld, dass ihnen gar nicht gehört.

@johl Es wäre ja jetzt der richtige Zeitpunkt, den Pragmatismus auch in politischen Entscheidungen zu entdecken. Dann wäre die Zielgruppe (mit Betonung auf Ziel) auch nicht mehr Menschen, die es aus welchen Gründen auch immer noch nicht geschafft haben, ihre Impfungen zu kriegen, sondern diejenigen, die wirklich was bewegen könnten. @kattascha

@kattascha Ich weiß nicht.

Klar gibt's immer noch genügend ausreichend vernünftige Leute, die einfach zuviel Geschwurbel um sich herum haben, um klar sehen zu können. Und andererseits sind es jetzt bald zwei Jahre, in denen man nicht mehr von ihnen verlangt, als das langfristige Wohl aller zu beachten. Das nicht zu tun kann man inzwischen ohne Reue als asozial einstufen.

Das erinnert bald an Popper. Unlimitierte Rücksicht, bis es dazu führt, daß Rücksicht verschwindet.

@kattascha das heißt nicht, daß man gleich beschimpfen soll, ganz und gar nicht. Es ist allerdings auch nicht hilfreich noch so zu tun als seien Einwände gegen diverse Corona-Bezogene Massnahmen noch verständlich oder einfach divergierende Meinungen.

@kattascha Zugrunde liegt denen zumindest meiner Erfahrung nach jedes Mal, daß diese Leute größeres Interesse daran haben, ihr Weltbild unberührt zu lassen, als am Wohlergehen ihrer Mitmenschen (TL;DR).

Nur: wenn man dieses Verhalten als grundsätzlich asozial erkennt, dann darf nicht erwartet werden, daß nach so langer Zeit jeder und jederzeit höflich damit umgeht.

Aufrufe zur Ruhe sind prima. Verteufeln von Leuten, denen der Geduldsfaden reißt, eher schädlich.

@jens @kattascha deshalb . 3 x spritzen tut weniger weh, als ein Weltbild umzudrehen.

@kattascha @jens Das mit dem "sind es jetzt bald zwei Jahre, in denen man nicht mehr von ihnen verlangt, als das langfristige Wohl aller zu beachten" ist nicht ganz zutreffend finde ich. Bis vor kurzem bestand auch in Expertenkreisen die Hoffnung, dass die Impfung auch gegen die Infektion besser wirkt, als sie es anscheinend tut. Somit hätte bereits bei einer geringeren Durchimpfungsrate, für die Allgemeinheit bereits keine Gefahr mehr bestanden.

@ilanti @kattascha Von Anfang an war klar, daß Impfung nicht davor schützt, den Virus zu übertragen. Impfen hilft also erstmal nur den Geimpften. Wenn ich meine Kinder schützen will, muß ich weiterhin Kontakt vermeiden - so wie seit langem.

Es gibt da vielleicht keine 100% Überdeckung, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch sehr hoch, daß diejenigen, die sich impfen lassen könnten und nicht wollen, die gleichen sind, die damals keine Maske trugen.

Also länger schon.

@kattascha @jens

Von Anfang an war klar, daß Impfung nicht davor schützt, den Virus zu übertragen.

Also das habe ich ganz anders wahrgenommen. Streng genommen ist natürlich bei einem Impfstoff der die Erkrankung verhindern soll, nicht damit zu rechnen, dass er auch die Infektion zuverlässig unterbindet. So weit hättest du mit deiner Erinnerung recht. Aber in der öffentlichen Diskussion stand die Hoffnung der Experten, dass es nebenbei auch zu einer reduzierten Übertragung kommt, stark im Vordergrund und wurde auch als starkes Argument (miss)braucht, Menschen zum Impfen zu bewegen. Ende August drehte die Kommunikation dann und z.B. der Deutschlandfunk (x-beliebiges Beispiel) meldete: Gerade bei der Delta-Variante wirken die Impfstoffe nicht so gut. Man kann sich infizieren und das heißt, man kann auch wieder andere anstecken. Das ist die schlechte Nachricht. Das war also "etwas Neues" damals für die meisten. Und nein, das ist keine zwei Jahre her 😉

Quelle: www.deutschlandfunk.de/corona-…

P.S. Noch etwas zeigt, wie verwirrt auch die seriösen Medien waren (und sind): "wirken die Impfstoffe nicht so gut" meint was? Auf Grund des Kontextes meint der Schreiber dieses Artikel offensichtlich die Wirkung der Impfung gegen eine Infektion. Also von wegen schon am Anfang sei klar gewesen, die Impfung würde nicht vor Übertragung schützen - nichts war klar, das war immer nur "Fahren auf Sicht" in einem Nebel, der sich allmählich erst lichtet.

@ilanti @kattascha Vielleicht lese ich andere Quellen, als Du. Ich versuchte immer so weit wie möglich an die Studien ran zu gehen. Da gab es viel Interessantes.

@ilanti @kattascha Beispielsweise eurosurveillance.org/content/1 , wird vom RKI verlinkt. Bei der WHO kann man auch Erklärungen zu den Zahlen lesen ( who.int/news-room/feature-stor ). Was die Presse draus macht ist wieder ein eigenes Ding.

Also: 80% Effektivität heißt, daß wenn in einer Gruppe von 100 Ungeimpften bspw. 10 erkranken, dann in einer Gruppe von Geimpften es 80% weniger, also 8 weniger, also nur 2 wären.

"Nicht so effektiv wie gedacht" ist halt noch etwas anderes als...

@ilanti @kattascha ... "funktioniert nicht".

Daß es enttäuschend ist, ist klar.

Aber: es geht hier auch nur um Erkrankung.

Man hatte mal gedacht, daß die Symptome direkt damit zusammen hängen, wieviele Viren im Rachenraum produziert und wieder ausgepustet werden. Ist halt wie bei vielen Krankheiten nur bedingt so. Viele sind vor den Symptomen ansteckend, weil es dabei hilft, sich zu verbreiten (naja, Selektion funktioniert andersherum, aber was soll's).

@ilanti @kattascha Ich freue finde es auf die Schnelle nicht wieder, aber ich hatte da schon Ende letzten Jahres/Anfang dieses irgendwas zu Übertragung gelesen. Mein Google-Fu verlässt mich kurz um Mitternacht.

🤷‍♂️

@kattascha @jens

Was die Presse draus macht ist wieder ein eigenes Ding.

Ja aber das ist halt das entscheidende Ding um dann später sagen zu können, "seit zwei Jahren wäre klar gewesen". Es war eben für sehr viele nicht klar - und das inkludiert im übrigen auch Fachleute, die solche Studien sicherlich auch gelesen und besser verstanden haben als du.

@ilanti @kattascha Wir reden ueber verschiedene Dinge, und langsam wird Dein Reframing hier unsinnig.

Viren sind seit ueber 100 Jahren bekannt, zumindest als Konzept. Seit knapp 90 Jahren koennen wir sie sehen.

Dass da Abstand, Atemschutz und Desinfektion helfen ist auch schon weitaus laenger klar, als es COVID19 gibt.

Dass man sich sozial verhaelt, wenn man seine Krankheiten nicht an andere weitergibt - beispielsweise unter Zuhilfenahme der obigen Massnahmen - ist auch hinreichend bekannt.

@ilanti @kattascha Da brauchen wir uns wirklich nicht darueber zu unterhalten, wieviel Effizienz welche Massnahme hat um zu versuchen eine Rechtfertigung dafuer hinzudrehen, dass manche Leute nicht mitmachen wollen. Dafuer sind zu viele Dekaden an Wissenschoepfung verstrichen.

Es bleibt nur noch asozial.

@ilanti @kattascha Wir koennen noch so viel ueber Unsicherheit in der Informationslage reden...

Wer sich in Mangel an konkreten Erkenntnissen ueber COVID19 anmasst, selbststaendig zu entscheiden, dass typische Vorsichtsmassnahmen fuer alle Infektionskrankheiten ploetzlich nicht mehr greifen sollen, hat einfach kein Interesse am Schutz seiner Mitmenschen.

Dazu gehoert auch Impfung.

Wie heisst es doch? Unwissenheit schuetzt vor Arschloch sein nicht. Oder so aehnlich.

@kattascha @jens

Das erinnert bald an Popper. Unlimitierte Rücksicht, bis es dazu führt, daß Rücksicht verschwindet.

Das ist allerdings richtig 😉

@kattascha Ich kann dir nur beipflichten. Impfen ist nicht die einzige Lösung und Impfgegner nicht die einzig Schuldigen an der 4. Welle. Pragmatische Lösungen sind gefragt. Ich habe eine Impfgegnerin in meinem Bekanntenkreis: sie ist tief im Inneren davon überzeugt, dass die Impfung gesundheitsschädlich ist. Da hilft auch keine Impfpflicht.

@kattascha @dirksche Ja das wird spannend ... im Februar wird hier der ÖSI-HAMMER ((c) BILD.de) ausgepackt und es herrscht Impfpflicht. Was machen dann solche tiefgläubigen Menschen?

@ilanti @kattascha Entweder wird der Totimpfstoff von Novavax fertig und von den IG als Alternative angesehen, oder diese Menschen fühlen sich körperlich verletzt, gezwungen und vergewaltigt.

@kattascha @dirksche Das kann ja heiter werden ... vor allem, wer sagt, dass es für alle Gläubigen mit einem Totimpfstoff schon getan ist?
@dirksche @kattascha @ilanti , was ist denn bitte "lebendig" bei den heutigen Anti-Covid-Impfmitteln? Wer einen "Totimpfstoff" will, kann sich gerne die Mühe geben, zu erklären, was Biontech/Moderna/Whatever lebendig ist.
@diritschka @kattascha @dirksche schmunzel - ja da bin ich jetzt gespannt ob dazu was kommt und wenn ja was ... 😀

@ilanti @diritschka @kattascha Nun ja. Ich sehe mich ja hier nicht als Vertreter der Impfzweifler, sondern eher als Verteidiger der Meinungsvielfalt und des bunten Denkens. Das Problem ist doch, dass viele Menschen (ihren Worten nach) skeptisch gegenüber den neuen Methoden der Impfstoffherstellung sind. Und ein klassischer Totimpfstoff mit gezüchteten Antikörpern ist eine langerprobte Herstellungsmethode. Darum geht's doch.

@diritschka @kattascha @dirksche Spannend wäre halt zu wissen, worauf diese Skepsis beruht. Einzig und alleine auf dem Umstand, dass Totimpfstoffe den Ruf haben, erprobt zu sein? Oder gibt es noch andere Gründe für deren Skepsis?

@ilanti @diritschka @kattascha Du fragst ein bisschen so, als wenn du die Antwort kennen würdest.

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