Mich machen die ganzen Appelle aus der Politik meine Kontakte freiwillig zu reduzieren einfach nur noch sauer. Was meinen die eigentlich, was viele Menschen seit 1,5 Jahren machen? Hab Freunde, die seitdem nicht mehr in meiner Wohnung waren, weil wir uns immer draußen treffen.

Eine Pandemie bekommt man nur durch solidarisches Handeln eingedämmt. Und zwar nicht auf der Basis: Wer grad Bock hat, macht mit. Diese Prokrastinationshaltung auf politischer Ebene zerstört gerade einfach sehr viel Vertrauen bei all denjenigen, die sehr lange mitgezogen haben.

An manchen Tagen scheint es, es sei einigen wichtiger in Talkshows rumzudiskutieren, als Entscheidungen zu treffen. Mir ist mittlerweile so etwas von egal wer wo was gesagt hat oder sympathisch rüberkommt. Dafür wähle ich niemanden, sondern dafür, dass er/sie HANDELT.

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Wenn ich daran denke, wie viele Krebspatienten gerade verzweifelt sind, weil OPs abgesagt werden, ist mir zum heulen. So viele Familien, die sich seit 1,5 Jahren isolieren, um ihr Risikokind oder den Risikopartner zu schützen. Die wollen auch einen „Freedom Day“ - aber anders.

Wer Durchseuchung in Kauf nimmt, sperrt einen Teil der Bevölkerung effektiv in den eigenen 4 Wänden ein. Und zwar auf Dauer. Und diese Leute werden nicht auf die Straße gehen, weil sie es nicht können. Aber auf laute Ideologen wird Rücksicht genommen. Hier geht grad viel kaputt.

@kattascha Das möcht ich auch jedes Mal schreien wenn wieder jemand mit dem "wir wollen niemanden diskriminieren" gefasel kommt wenn es um 2G geht.

@manu Mit dem Wort "niemand" ist oft nur "niemand, der* für uns zählt" gemeint @kattascha

*bewusst nicht gegendert.

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