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Ich bin ja dafür, das wir alle privaten Anbieter von den Schienen werfen, die Bahn in eine Körperschaft öffentlichen Rechts o.Ä. überführen und dann mal richtig Geld rein stecken. So mit eigenem Bautrupp, mehr Personal etc. Anschließend kalkulieren wir die Preise noch neu und gucken wie wir sie im Zweifel über Steuern gesenkt bekommen (keine oder nur minimal besteuert Tickets zum Beispiel). Und dann gucken wir mal weiter. 🚅

@leah ich will eine Direktverbindung zwischen einer beliebigen größeren Stadt in Thüringen und Hannover, die nicht über Sachsen-Anhalt läuft und ohne umsteigen!

@chumii das sollst du bekommen. Es sind ja über 20 Jahre Gleise abbauen wieder rückgängig zu machen. Nur halt jetzt ordentlich und an sinnvoller Stelle neu gemacht.

@leah ich habe eine revolutionäre Idee: Eigene Schnellfahrts-Schienen und Bahnhöfe für ICEs, sodass sie sich weder Gleise noch Bahnhöfe mit den REs teilen müssen und umgekehrt

@chumii @leah Ganz wichtiger Baustein. Definitiv! Afaik sind in Japan ZB auch die Netze getrennt. Und da läuft's wohl super.

@PorcusDivinus @chumii @leah jep, aber da isses unter anderem auch technologisch so. Andere Spannungen und Anforderungen an die Schienen. (Kurvenradien, Abnutzungserscheinungen etc. Laufen da mit rein)

@Konfusius @PorcusDivinus @chumii @leah Danke für die Info! Da ist es also einfach technisch nötig?

Wäre ja letztlich dann hier kein Hindernis, es ohne technische Notwendigkeit (aber mit Nutzen) auch umzusetzen, oder?

@PorcusDivinus @chumii @leah ich glaub die Betreibergesellschaften sind ah komplett getrennt. Aber mit Blick nach Frankreich: ich glaub doe TGV sind auch schon sehr abgespalten vom restlichen Bahnbetrieb.

@chumii das ist aktuell ja auch nur ein Problem, weil die ganzen Ausweichstrecken wegrationalisiert wurden weil die Wartung der dafür notwendigen Weichen zu teuer war.

@chumii
Also von Thüringen nach außerhalb Thüringen zu kommen ist ja das eine, aber man kommt nicht mal vom einen Ende bis zum anderen in Thüringen ohne ein paar mal umzusteigen und Bus zu fahren.
@leah

@leah waehrend dessen in japan: komplett privat, 100 verschieden firmen, tolle anbindung und versorgung, guenstige preise.

@lain @leah how do they avoid the centralization that's harmed transit in so many other places which are somehow all of the US? (je suis desolée, ich habe keine deutsche)

@alexis @leah l don't know, but wikipedia has extensive articles on it, that should be a good place to start looking: https://en.wikipedia.org/wiki/Rail_transport_in_Japan

@lain @leah
Ich denke private Anbieter kann funktionieren, muss aber nicht. Derweil hätte man bei Verstaatlichung komplette Kontrolle über die Infrastruktur und könnte z.B. auch strecken bauen die sich finanziell nicht rentieren aber notwendig sind. Aktuell haben wir jedenfalls durch die Teilprivatisierung die negativen Aspekte von beiden Ansätzen:
1. Gewinn orientiert -> kein Ausbau unrentabler Strecken
2. Monopol -> schlecht für Kunden

@Jasper_Ben @leah das ham unsere Volksvertreter ja gut gemacht. Naja, werden ja eh wieder gewählt.

@leah oder errechnen den Preis für einen fahrscheinlosen ÖPNV.

@leah Ich geh mit allem mit bis darauf, dass private Anbieter ein Problem seien. Locomore musste sich wegen Pleite von Flixbus aufkaufen lassen, ansonsten gibt’s wohl noch wenige kleine Güterspeditionen und halt einige Schienenstrecken komplett in privater Hand, wo die Bahn sich entweder zurückgezogen hat oder kein Interesse zu bauen hatte. Die Bahn und DB-Netz sind ja heute eh getrennte Unternehmen, auch höchst schwachsinnig konzipiert und mit Wasserkopf.

@frumble @leah
Wir stimmen in jedem Fall darin überein, dass die Schienen-Netze in die öffentliche Hand gehören. Ich würde auf jeden Fall Fahrpläne, Tarife und Fahrkartenverkauf auch dort sehen.
Ich fände es aber nicht falsch den Betrieb der einzelnen Linien an Private auszuschreiben. Ich habe den Eindruck, dass für den überregionalen Schienennahverkehr in NRW mittlerweile recht gut funktioniert. Die Verkehrverbünde übernehmen als AÖR die Aufgaben für das Land NRW.
de.wikipedia.org/wiki/%C3%96PN

@leah @ckeen

Bin dafür, dass BahnNETZ staatlich gebaut & geführt wird & sich dann Privatbahnen einmieten können (sonst Grundversorgung Staat, wo keiner hinwill). Hohe Investitionen, Subventionen & Erleichterungen sind natürlich eh nötig!

Lass mich aber auch auf deinen Ansatz ein :)

Ebenso staatlich sollte imo sein:

- Wasserversorgung
- Stromversorgung
- Straßen
- Glasfaser/Funknetz (wie bei Bahn mit einmietenden Providern)
- Krankenhäuser

Manche Dinge sollten nicht für Profit da sein!

@PorcusDivinus @ckeen bin ich weitgehend bei dir, nur nicht in dem Punkt mit dem Netz. Wenn ich nur an die privaten Anbieter denke die aktuell fahren bekomme ich das Grauen.

@leah @PorcusDivinus

Ich glaub auch nicht, dass es hilft mehrere Mitspieler zu erlauben: Es lassen sich Probleme schwerer beheben, weil Regulierung schwieriger und die Firmen schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter hin und her...

Bei commons ist ein gesellschaftliches Monopol dann doch zielführender.
@frumble

Hier hat es bisher ja nicht gut funktioniert, oder siehst du das anders?

@leah @PorcusDivinus

@ckeen
Liegt aber an unserem völlig verkorksten Bahnkonzept, bei dem die Bundesbahn mit katastrophalen Effekten privatisiert worden ist. Ein staatliches Grundnetz braucht es sicherlich.
@leah @PorcusDivinus

@frumble @ckeen @leah @PorcusDivinus Praktisch alle Schweizer Bahngesellschaften mit regelmässigem Personentransport sind in öffentlicher Hand 😉

@muvon @ckeen @PorcusDivinus Steht hier anders: wikiwand.com/de/Privatbahn_(Sc
Einige gehören mehrheitlich dem Bund, damit sind sie aber auch nur so öffentlich wie die Deutsche Bahn.

@frumble Wie im Artikel steht gehören praktisch alle entweder dem Bund oder den Kantonen. Was nicht im Artikel steht ist, dass es anders als in Deutschland keine einzige echte Konkurrenz gibt. Kein Flixtrain, kein Abellio, kein Keolis, etc... somit sind de facto praktisch alle Bahnen in der Schweiz in öffentlicher Hand der Schweiz. Das wollte ich damit sagen.

@leah @PorcusDivinus @ckeen Oh. Hab hier aktuell eher positive Erfahrungen gemacht (Abellio im Ruhrgebiet unregelmäßig). Problematisch ist wohl insgesamt die Lage in Sachen Lokführer. Dadurch läuft es z.B bei der Nordwest-Bahn länger schon mies

@PorcusDivinus @ckeen muss man dann halt auch ordentlich bezahlen. Das ist ja allgemein so ein Problem in Branchen wo wir zu wenige Leute finden, die Lust drauf haben.

@leah @PorcusDivinus @ckeen Und (Halb Offtopic): Ich arbeite im Callcenter (Kundenservice Mobilfunk). Da will kaum jemand hin, schon gar nicht lange. Und es wird schlimmer.

@leah @PorcusDivinus @ckeen Bei potentiellen Lokführern schwingt sicher zusätzlich zum Geld die Angst vor autonomen Loks mit. Jetzt etwas erlernen, was evtl. bald obsolet ist, wollen halt sicher nicht so viele Leute.

@PorcusDivinus Meinste wirklich, das schreckt viele ab? Ich meine, Bahn ist noch am ehesten automatisierbar, aber andererseits ist im vollen Zug der Zugführer ein ziemlich kleiner Kostenfaktor – vgl. mit Taxi oder Nahverkehr. Ich glaube, dass die noch *sehr* lange höchstens semi-automatisiert fahren werden. Sehe kaum Jobgefahr für die nächsten 20J. Aber vllt bin ich zu technophob ;)

@fabian Wie weit die Bahn da ist im größeren Maßstab, weiß ich absolut nicht. Meine Laienmeinung ist halt, dass es auf Schienen deutlich leichter ist, als auf Straßen; andererseits wird für Autos wieder mehr investiert... Hmm...

Die Vermutung mit den Lokführern habe ich von einem Lokführer und fand sie recht plausibel. Liegt aber evtl an meinem Denken zur theoretisch flotten Machbarkeit.

@PorcusDivinus habe auch kein Insider-Wissen. Generell glaube ich (bzw. einige KI-Experten aus dem Umfeld bestätigen dies), ist KI und autonomes Fahren derzeit ziemlich überhypt. Andererseits: *wenn*, dann wäre Bahn vermutlich Vorreiter – aber wo es sich finanziell lohnen würde (kleine Regio-Strecken), da fehlt die techn. Infra.; wo es techn. mögl. wäre (ICE), da sehe ich finanziellen Vorteil kaum. Sicherheit+Vertrauen in Personen ist groß. Kurz: ich blicke diesbzgl. konservativ i.d. Zukunft.

@PorcusDivinus am ehesten vllt noch U-Bahn, weil die Netze da sehr unabhängig sind. Aber wenn ich da Berlin angucke, müsste da sicher sehr viel investiert werden, allein schon Türen an den Bahnsteigen und so. wie gesagt: nicht in den nächsten 20 Jahren.

@PorcusDivinus @leah @ckeen da wüde ich mir wünschen das bei einem staatlichen Netz für alle Provider gemischte Linienbündel ausgeschrieben werden die nicht nur die lukrativsten Routen beinhalten, damit unterversorgte Regionen nicht leer ausgehen.

@leah "Die Privaten von den Schienen werfen" - um dann festzustellen, dass es dann wieder Engpässe in der Versorgung geben wird. Grenzübergreifende, von Privatbahnen befahrene Strecken würden da enorm drunter leiden!
Wenn, dann Aufkauf der Privaten und eine Fusion einleiten. Runterschmeißen geht nicht!

@KaitoCross warum nicht, runter werfen und dann die Strecken wieder ordentlich von der Bahn befahren lassen. Geht ja nicht darum, da irgendwen ohne Ersatz runter zu werfen.

@leah Grenzüberscheitende Strecken haben die Besonderheit, dass die Lokführer zwei "Bahnführerscheine" haben müssen - den Deutschen und den Ausländischen. Und diese sind selten! Die Migration dieser Lokführer von den Privaten Bahnen in die Deutsche Bahn dauert zu lang und wird die Leute in den Grenzregionen enorm behindern.

@KaitoCross niemand hat gesagt das es einfach wird und ohne gute Planung funktioniert. Und für solche lustigen Probleme kann man ja mal noch mit der EU reden, da haben wir doch so viel Einfluss, könnte man ja mal für was Sinvolles nutzen.

Und klar, im Notfall kann auch eine Übername ein Lösung sein, aber eben nicht die Regel sonst lassen die sich alle vergolden.

@leah Da wird die EU kaum was machen können :gero: Jedes Land hat oft ein eigenes Zug/Strecken-Sicherungssystem, für welches man die landesbezogenen "Führerscheine" braucht, um dort überhaupt fahren zu dürfen. Bis alle (und vorallem Deutschland) ETCS verwenden, ist die Welt schon untergegangen 😂
Zudem würden sich die beteiligten Unternehmer ziemlich verarscht vorkommen, wenn deren deutsche Unternehmen einfach nicht mehr auf deutschen Schienen fahren dürfen.

@leah die EU hat den aktuellen Schlamassel doch gesetzlich verankert. Diese Separation in DB Netz, BNETZA, DB Regio und DB Fernverkehr ist eine gesetzliche Regelung der EU, welche zur Bahnprivatisierung eingeführt wurde.

In den UK haben sie das auch umgesetzt und dort kann man das Chaos im vollen Ausmass begutachten.

In Belgien gibt's das Gegenteil, dort will im Süden keiner die Strecken befahren und keiner für die Wartung zahlen.

@leah This.

Übrigens, Ich wäre auch für die Wiederverstaatlichung vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ;)

@leah @daniel_bohrer Ich würde auch schauen das wir das rollmaterial zu vernünftigeren Preisen bekommen und hätte gern Quelloffene Software auf den Kisten...

@leah Und raus kommt dabei dann eine Deutsche Bundesbahn der 1980er Jahre. Loks veraltet. Strecken größtenteils einfach stillgelegt und durch den Bahnbus ersetzt.

Gerade im Nahverkehr mit dem System, dass die Bundesländer bestellen und zahlen ist das schon sehr gut.

@fairsein @leah ahahaha, und dann kommt sowas raus wie in meiner Heimat, wo zwischen 20 und 6 Uhr garnix fährt.

@leah Gute Folge der Anstalt zu diesem Thema: zdf.de/comedy/die-anstalt/die-
Wie so oft: Die Daseinsvorsorge und Profitmaximierung widersprechen sich grundlegend. Netze komplett in öff. Hand überführen. Dann die versch. Mobilitätsformen bedarfsgerecht fördern mit Zuschüssen, Vergünstigungen usw. Einen Bundesweiten Mindeststandard setzen. Öff. und priv. Unternehmen kann es geben. Es geht um die beste Lösung für alle BürgerInnen und die Umwelt. Dabei sollte imho nichts grundsätzliche verteufeln.

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