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Eigentlich sollten es nur zwei Toots werden, aber dann war es doch ein bisschen mehr. Es geht um "wer macht hat Recht" und andere toxische Strukturen.

leahoswald.de/2019/11/13/wer-m

Es freut mich übrigens sehr, wie viele Menschen mir schon geantwortet haben, dass ich sie mit dem Text zum Nachdenken gebracht habe :)

Denn es geht weniger darum, dass es eine exakte Aussage ist, als darum über dieses wichtige Thema einfach einmal nachzudenken.

@leah Danke für den Text. Für mich hatte der Spruch bisher immer eine positive Konnotation in dem Sinne, dass Leute die Dinge tun, selbst entscheiden, wie sie diese tun. Ich schätze, ich muss da mal ein bisschen mehr drüber nachdenken

@frainz Ich hab irgendwie das Gefühl das es hier zwei Interpretation gibt die zu Missverständnissen führen

@v0tti Für mich war das nie ein „NUR wer macht hat Recht“, vermutlich wird das aber falsch verstanden

@frainz @leah
Ich kannte den Spruch bisher nicht, aber ich hätte ihn auch so interpretiert, dass die Person, die etwas macht, bestimmt, wie sie es macht.

Im Artikel ist allerdings schön aufgeführt inwiefern das problematisch sein kann.

@KopfKrieg @frainz es sind halt zwei unterschiedliche Aussagen, ob ich sage "ich mache, also entscheide ich wie" oder ob ich allgemein sage "wer macht hat recht" (...egal was $Person tut).

Es geht um das Kommunikationsmuster und seine Folgen, besonders wenn man es nicht kennt. Aber auch so hab ich oft genug erlebt das es genutzt wurde um unliebsame Entscheidungen durchzudrücken.

@leah Das ist interessant, in dem Zusammenhang ist mir der Spruch bisher nicht aufgefallen, da werde ich mal drauf achten. Da stimme ich dir voll zu.

Bisher ist mir der Spruch nur aufgefallen im Zusammenhang, das niemand in einer Gruppe Lust hatte eine bestimmte Arbeit zu übernehmen und die Person, die es dann übernommen hat, hat sich dann mit diesem Spruch dagegen gewehrt, das eine andere Person Vorgaben zu irrelevanten Details machen wollte, wie in dem Fall die Programmiersprache.

@tokudan
So kenne ich das auch. Statt ewig zu diskutieren lieber einfach machen, weil es sonst keiner tut, obwohl alle das Ergebnis haben wollen.
@leah

@allo Es ging nicht darum ewig zu diskutieren, sondern das keine Person Lust hatte das zu übernehmen.

@tokudan
Oder auch das. Jedenfalls geht es darum einfach zu machen, statt sich durch Nichtigkeiten aufhalten zu lassen.

@leah ich lese den ersten Absatz und habe innerlich die Konfettikannone gezündet, weil es das ist worüber ich dauernt denke und mich durch meine sozialisierung auch belastet. Danke für den Blogbeitrag

@leah imho ist "wer macht hat (erstmal) Recht" die Antwort auf "wir sollten mal … machen" oder "ich will dir nicht reinreden, aber …"
Menschen kann ich auch wertschaetzen ohne das die viel tun. Nur wenn Menschen nix selbst tun wollen aber trotzdem mitentscheiden wollen leidet die Wertschaetzung.

@JackMcCrack das Problem ist halt was es kommuniziert, nicht was gemeint ist. Stell dir vor du hast keine Jahre lange Ahnung von den Strukturen und hörst dann so einen Spruch...ich fände das sehr sehr schwierig.

@leah ich finde Kommunikation ist immer schwer. Nicht alle haben Erfahrung oder das Geschick gut zu komunizieren. Meine Hoffnung ist das wird irgendwann. Solange nicht von entmutigen lassen und versuchen es besser bzw nicht genau so zu machen. :D

@JackMcCrack das war die Idee und genau weil das nicht so einfach ist habe ich den Artikel zum Nachdenken geschrieben :)

@leah Danke für diesen Beitrag! Möge er große Verbreitung finden und (Denk-)Prozesse anstoßen!

@leah
Danke.
Dein Text stößt Gedanken an.
Wer macht wird sichtbar.
Am Sichtbaren orientieren wir uns.
Und schon vergleiche ich mich und das ist selten wirklich bekömmlich.

@leah Vielen Dank! Ähnliches ging mir auch im Kopf rum, so treffend konnte ich es aber nicht formulieren!
@leah sehr interessant. ich nutze gerne den Spruche "wer macht hat recht", aber meist in einem ganz anderen sinne. "wer macht, wird sich hoffentlich was dabei gedacht haben und kann das auch im zweifelsfall begründen, und hat dann hoffentlich recht". btw sehe ich diskutieren und hinterfragen auch als machen an, da es wenn es eine gute diskussion ist, probleme erkennt und gute dinge verstärkt. aufjedenfall ist der text eine interessante perspektive.

@khaosgrille @leah Hat irgendwie 2 Seiten. Kennen gelernt hab ich den Spruch in Umgebungen wo es viele schwierige Tasks gab, die allen bekannt waren, aber an die sich einfach keiner rangetraut hat. Da haben Leute einfach mal gemacht, was rauskam war nicht immer gut, aber besser als wenn nichts passiert wäre. Und wenn es furchtbar schief ging hat, wurde das niemandem vorgehalten, weil immerhin hat mal jemand versucht den Task an zu gehen.

Ekelhaft wurde es als das dann irgendwann gekpippt ist.

@sebastian @leah joa ich bin dankbar wenn es kritik gibt damit ich dann dinge besser machen kann. aufjedenfall sehr interessant das dieser spruch missbrauch potential hat

@khaosgrille @leah Gibt da gruppendynamische Effekte die mir aufgefallen sind:

1) Der Erste der was angeht darf entscheiden wie es gemacht wird. Problematisch weil ein Anreiz Dinge übers Knie zu brechen um Erster zu sein. Und weil andere Leute einfach weniger Zeit/Nerven haben Dinge zu tun und deren Ideen/Vorstellungen nirgendwo mehr einfließen.

2) Damit hängt auch das Ansehen/Einfluss in der Gruppe schnell davon ab wer wie viel tut. Damit werden Leute mit weniger Zeit noch mehr benachteiligt.

@khaosgrille @leah

3) Die Leute die immer nach vorne preschen und erstes sind merken das meistens noch nicht mal, und arbeiten sich kaputt. Wenn dann noch von Teilen der Gruppe die weniger tun (können) Kritik kommt entlädt sich der Frust dadrüber immer alles alleine machen zu 'müssen' auf die Leute die in der Gruppe eh schon benachteiligt sind.

@sebastian @leah mhh joa aber ich denke das leute die nicht kritikfähig sind, eh nichts zu sagen haben sollten. diese kritik darf halt nicht persönlich sein sondern muss sachbezogen sein. wenn jemand der etwas (für andere) tut, nicht mehr zeit/kraft hat darüber zu reden, dann ist diese person schon gescheitert.

@khaosgrille @leah
Ist ein Stück weit auch eine Wahrnehmungsfrage.
Ich war aber auch schon in Kontexten unterwegs wo ich permanent hinter Leuten aufgeräumt habe, und dafür gesorgt habe das externe Deadlines eingehalten werden konnten, obwohl nichts davon meine Aufgabe war. Und dafür dann permanent nur Kritik bekommen hab, weil "das hätte man alles anders machen müssen". Von genau den Leute deren Job man zwangsweise übernommen hat.

Das kann halt auch Symptom für das sein was ich vorhin meinte.

@leah Kannte den Spruch eher als Gegenpol zum "Da sollte mal jemand" - im Sinne von: Wenn du willst, daß (im Hackerspace/Verein) x passiert, dann mach. Fang zumindest mal an, das erhöht die Chance auf die tatsächliche Realisierung von x gewaltig.

Es ist keine besonders gute Formulierung, das war mir schon klar. Daß man den auch so extrem anders rum verstehen kann - bis zum Personenkult - ist mir aber bisher nicht bewußt gewesen.

@robelix dass es ein Spektrum ist, wie der Satz Verstanden wird ist klar. Aber es hat eben folgen und leider hat Sprache ob bewusst oder unbewusst Auswirkungen auf uns. Letztlich ist das, ein bisschen deutlicher Formuliert aber alles durchaus im Rahmen dessen was ich beobachtet habe. Es geht auch weniger um eine allgemeingültige Aussage, als darum die Menschen anzuregen über dieses Thema nachzudenken. Und den Antworten nach, scheint das zu funktionieren :)

@leah I've found it interesting how the burner-community tries to empower people to make decisions but also tries to ensure that people impacted by those decisions get heard (and that there's a public discussion about it) with their process: talk.theborderland.se/g/8TF5sK

It's not perfect but I like the direction they're taking.
May also make a saying like "wer macht hat Recht" obsolete bc there's a clear and transparent process and not just an assumption that people doing stuff know what they're doin

@leah Danke für diesen sehr guten und zum Denken anregenden Text. Es deckt sich viel mit meinen Erfahrungen bei Kontakt zur Chaos-Szene aber auch anderen technischen Communities, ohne dass ich das bisher so konkret hätte formulieren können.

@leah Das führt auch meist dazu, dass Menschen sich nicht trauen, Dinge nachzufragen. Dadurch entstehen Fehler, die dann aber nicht zugegeben werden (können), was zu weiteren Fehler und Problemen im zwischenmenschlichen Miteinander führt.

Leider bin ich da oft genug auch Teil des Problems.

@leah
Danke.
Du formulierst sehr klar, was ich sehr oft versucht habe zu verbalisieren. Ich hoffe es verbreitet sich so sehr weit.

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