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Hab ich schon mal erwähnt das IMO private Krankenversicherungen einfach verboten gehören und gefälligst alle in die GKV sollen!

Von mir aus kannste privat noch ein paar Dinge extra versichern, aber das Grundsätzliche sollte einfach alles über die GKV laufen.

@leah
Du meinst, so wie das in diesem "sozialistischen Musterstaat, die Schweiz" (frei nach Volker Pispers) praktiziert wird, wo alle Millionäre das Weite suchen, weil sie ohne Beitragsbemessungsgrenze in die selben Sozialsysteme einzahlen müssen, wie ihre Putzfrauen? 😈

@dagaz
Es sind ja nicht nur Millionäre privat versichert. Jeder Selbstständige zahlt nicht in die GKV ein, egal wie viel oder wenig Geld er verdient. Und die werden vmtl nich alle auswandern, hoff ich mal 😅
@leah

@Mopsi @leah
Ist schon klar. Genau so wie Beamte.

Das war bei Pispers vor allem auf die FPD bezogen, die einen derartigen Diskurs immer direkt mit "Das ist Sozialismus!!" abkanzelt. 😉

@Mopsi @dagaz @leah Ich war eine Weile selbstständig und war freiwillig gesetzlich versichert. Kenne auch noch mehr Leute, die das tun. Ich glaube, das ist gar nicht so selten (ohne mich tatsächlich auszukennen).

@Mopsi @dagaz Nein. Man kann sich als selbstständiger genau so freiwillig gesetzlich versichern wie Angestellte, die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen.

@dagaz @leah da ist es eher umgekehrt? Es gibt halt gesetzliche Vorschriften was die private Krankenversicherung abzudecken hat und der Rest ist alles was man so braucht im Leben.

@leah Mein Arbeitgeber hat mich zum Jahresbeginn auch wieder gefragt, ob ich wechseln will. „Dann würde ich ja viel weniger bezahlen.“
Ja, normal schon. Wenn ich mir aber ein Angebot erstellen Transgender etc. erwähne, kann ich auch bei GKV bleiben. Ist bis zur Rente dann wieder eine ganze Ecke günstig. Außerdem gleich es auch andere $Wesen aus, die nicht in dieser Höhe Beiträge leisten können. Was ich besser finde.

@leah Stimme ich zu, aber an der GKV muss vorher noch Zeug verbessert werden:
Wenn Ärzte Verlust machen, wenn sie einige Patienten behandeln, dann läuft da was schief

@leah Das, und die Beitragsbemessungsgrenze kann weg.

@leah im Grunde ja, aber in der aktuellen Ausführung ist das nicht so einfach. Da wo ich früher gearbeitet habe, konnten wir die Behandlung einiger GKV-Patienten nur bezahlen, indem wir sie über Privatpatienten querfinanziert haben. Trotzdem war das Krankenhaus quasi dauerhaft am Rande des Bankrotts.

@lexi klar aber das ist dann eben ein ganz anderes Problem wie auch dass die Leute im Gesundheitssektor sehr häufig viel zu wenig verdienen.

@leah es ist aber definitiv ein Problem was gelöst werden sollte, *bevor* man den Workaround eliminiert.

@leah Full ack.Privater Zusatz is ok aber die Basis sollte immer gesetzlich sein. Bei mir hat zum glück nur einmal die Personalabteilung gefragt, dann aber mitgelacht als ich das abgelehnt hab, sie würde es auch nicht tun.

@leah preach it. Dazu kommt dass selbst wenn Mensch in der GKV bleibt der Betrag nach oben gedeckelt ist. 🙄 Weil gerade auf die gut verdienenden muss Mensch aufpassen 🙄🙄

@sandzwerg @leah Leistung muss sich lohnen! Das weiß doch jedes Kind.

@flowfx @sandzwerg @leah außerdem haben wir sonst Fachkräftemangel. Ohne Beitragsdeckel wäre ich schon längst in China!

@leah
+1

Das mit der GKV plus privater Zusatzversicherung läuft bei mir. Ich wäre ja bereit mehr für die GKV zu zahlen wenn sie auch Zahnersatz, Sitzmöbel und Sehhilfen übernehmen würde

@leah bitte über _eine_ GKV, nicht fünf. Ansonsten dafür.

@f2k1de @snaums@toot.kif.rocks @leah Die Anzahl ist unwichtig. Es geht um das Prinzip.

@f2k1de Keine Ahnung, wie viele gibts denn? AOK, Techniker, Barmer GEK, wer noch?

@leah SPD, Linke und Grüne fordern das im Ergebnis mit Bürgerpflichtversicherungsmodellen (Verbot eher schwierig..)

Aus meiner Sicht (surprise! 😉) ist der Entwurf der Grünen zu schwammig, und der der Linken vmtl. Verfassungswidrig. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat zu den Problemen ein Gutachen.

bundestag.de/resource/blob/543

@leah Die PKV ist am Ende nur eine andere Abrechnungsform. Das Konzept, dass man dort die Rechnungen selbst sieht und weiß, was abgerechnet wird, hat durchaus seinen Reiz.

Das Problem ist, dass Ärzte derzeit gegenüber Privatversicherten mehr abrechnen können als gegenüber gesetzlich Versicherten und Erstere daher bevorzugen. Das gehört verboten, damit wäre IMO der größte Teil der Ungerechtigkeit weg. Dafür muss man aber nicht das ganze Versicherungssystem über den Haufen werfen.

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