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Hey Autorinnen, wie verhindert ihr das jede Idee für einen Plot zu flach, zu langweilig, zu "das gab's schon 1000 mal" wirkt, so dass die eigene Kritikerin im Kopf ihn gleich wieder verwirft?

@leah
Das Problem kenne ich. Mein Lösungsvorschlag ist, die Charaktere mit so viel Leben zu erfüllen, dass sie anfangen von ganz allein zu handeln und zu sprechen. Dann bist Du nicht mehr diejenige, die etwas erfindet und sich ständig korrigieren oder hinterfragen muss. Sondern Du bist nur dafür da, die eigenständigen Gedanken und Handlungen der Charaktere niederzuschreiben.

@eest9 @leah Hm, ich glaube, ein guter Indikator ist, wenn es eins selbst beim Schreiben nicht langweilt, sondern begeistert. Und es ist auch relativ egal, wenn zwei Autor*innen über dasselbe Thema schreiben, es kommen ganz unterschiedliche Bücher bei raus. Und jede Generation erzählt dieselben Geschichten auch immer wieder anders, achtet auf unterschiedliche Aspekte. Es wird also nie langweilig. ;)

@viennawriter das stimmt...ich weiß eben nur nicht wo ich sozusagen Anfange wenn ich noch nicht mal grob weiß was passieren soll :D Aber wahrscheinlich denke ich einfach zu viel und theoretisiere es zu stark :D

@viennawriter @mischa ich denke da wäre ich mal dabei wenn ich darf :) Und das ist am 2.7 nur weil du vorhin noch 3.7 sagtest?

Soll ich dir dann gerade ne Mail schicken?

@leah @mischa Ja cool, freu mich! :) Mail schicken kannst Du sehr gerne. Sonst weiß ich ja jetzt auch Bescheid und kann Dir den Link zum BBB Raum auch hier schicken.

@viennawriter @mischa da ich jetzt doch keine Mail geschrieben habe, du denkst noch an mich?^^ Ist ja schon morgen.

@leah Immer erstmal entwickeln und losschreiben. Die eigene Kritikerin zurückstellen mit "das kann man später verbessern". Ist für mich richtig und funktioniert. Beste Qualität gibt es m.E. nach mehreren Durchgängen Selbstredaktion. Wichtig ist für mich, mich beim ersten Schreiben nicht zu zensieren.

@leah ich gebe mir bei meinen Texten erstmal Edit-Verbot. Am Computer, aber auch besonders im Notizbuch. Ich setze mir eine Zeit oder ein Seitenziel und schreibe erstmal alles runter. Nonsense, Rechtschreib- Grammatik- und Logikfehler inklusive. Bearbeiten des Gedankenstroms ist frühestens einen Tag später erlaubt.

@nahlinse hm...bei mir scheitert es gerade schon an der Ideenfindung bevor ich richtig anfange. Die Parameter der Welt stehen nur was mach ich jetzt :D

@leah dann erst recht „automatisches Schreiben“ praktizieren. Dein Kopf spuckt irgendwann Ansätze aus, die Du erstmal in einer Menge anderem Kram begräbst. Nach ein paar Sessions (von Hand ins Notizbuch) kannst Du sie möglicherweise erkennen. Dann suchst Du die guten Häppchen raus und kannst von da aus weitermachen.

Es ist völlig ok, wenn dazwischen jede Menge Mist steht. Der muss auch raus ;-)

Bei mir funktioniert das oft, nur Geduld muss ich haben.

@nahlinse also du meinst auch so ganz ohne Idee wie die Story mal im Groben aussehen soll einfach los schreiben?

@leah genau. Ich mach sowas meistens per Hand auf Papier. Und da geht es noch nicht um Kohärenz oder roten Faden. Es geht nur darum, Deine innere Kritikerin zu überrumpeln und alles mögliche aufs Papier zu bringen. Setze Dir einen Timer und schreib los. Zwischendurch pausieren ist verboten. Schreib alles raus, was in Deinem Kopf ist. Und geh erst nach ein paar Sitzungen mit einem Marker dran, heb alles hervor, was interessant sein könnte und arbeite von den Nuggets aus weiter.

@nahlinse klingt auf jeden Fall nach einem guten Ansatz. Danke! Wie lange würdest du so ein Zeitfenster fürs einfach drauf los schreiben für den Anfang wählen...hab da keine Idee

@leah am Anfang keine Session länger als 15 Minuten. Wenn Du magst zweimal am Tag. Besonders, wenn Du das handschriftlich machst (was bei mir am besten geht), wird sonst etwas anstrengend ;-)

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