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Technologie und Wissen schaffen Verantwortung.

Die ist seit fast 40 Jahren unverändert, ich finde es wird Zeit für ein kleines Update.

leah.is/posts/technologie-wiss

Freue mich auch über euer Feedback zur Idee die zu erweitern ;)

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@leah Äh *sprachlos* Danke für den wundervollen Text! ☺️ Volle Zustimmung!

@juli @leah Danke für den Text. Etwas in der Art sollte an Unis und Schulen, die sich mit IT beschäftigen behandelt werden. Ich habe nämlich zunehmend dass Gefühl bei IT Jobs zählt hauptsächlich die Bezahlung & die Herausforderung sowie der feel good Faktor. Moral und Ethik scheinen aber fast schon egal zu sein. Ich für meinen Teil habe eine klare Grenze, für wen oder was ich arbeitete.

@der_On @juli @leah Ja, da haben wir als Community definitiv noch etwas Nachholbedarf. Was ich mir glaube ich wünschen würde: Ein paar verschriftlichte Gedanken/Leitlinien, an denen man sich bei der Jobsuche orientieren kann. Wahrscheinlich aber nicht ganz einfach, das zu formulieren. Gibt es da schon was?

@fluxx @der_On @juli das hilft eben nur Bedingt, ziel des Ganzen, auch meines Textes, ist es ja sich selbst Gedanken über die eigene Position zu machen. Leitlinien sind da halt schnell wieder eine Absolution, auch wenn sie natürlich helfen können.

@leah @fluxx @juli Sehe ich auch so. Für mich fängt es bei der kritischen Hinterfragung des Business-Models eines Unternehmens an. Jede(r) hat da auch seine eigenen moralischen Grenzen. Zudem hat nicht jede(r) das Privileg sich die Arbeit/AuftrageberInnen auszusuchen. Da ich selbständig bin, habe ich das Privileg und habe auch schon den einen oder anderen Auftrag abgelehnt, selbst wenn er lukrativ aussah.

@leah Vielen Dank, dein Artikel bringt das Thema Verantwortung imho sehr gut auf den Punkt. Ich fände es gut und wichtig, die Hacker:innen Ethik darum zu erweitern, wäre ja nicht die erste Ergänzung.

@leah
"With great power comes great responsibility"

@leah Mir gefällt der Gedanke sehr, das Thema Verantwortung explizit in die Hacker*innenethik aufzunehmen. Ich hatte auch schon öfter das Gefühl, dass die bisherige Hacker*innenethik zwar gute und wichtige Grundsätze vorgibt, aber für viele heutige Fragestellungen keine ausreichende Hilfestellung gibt. Ganz plakativ: Dass wir mit IT z.B. keine Waffensysteme bauen sollten, schwingt nur am Rande in „Beurteile einen Hacker nach dem, was er tut” etwas mit. (1/2)

@leah Vielleicht könnte man auch in die Richtung „Computer und Daten sollten dem Wohle der Gesellschaft nutzen, nicht aber den Einzelinteressen weniger” gehen. In den 80ern war sicherlich noch nicht abzusehen, dass wir heute statt der erhofften Freiheit Geheimdienste & gigantische Monopole haben, die den Markt zu gunsten der Profitinteresssen einzelner beherrschen.

Bei der Gelegenheit können wir auch endlich mal über geschlechtergerechte Sprache in der „Hackerethik” (sic!) nachdenken. (2/2)

@leah Achja, ich bin am kommenden Wochenende bei Jugend hackt Köln und werde dort ebenfalls den Part zur Hacker*innenethik übernehmen. Gibt es Deine Slides aus Heidelberg irgendwo online? 🙂

@fluxx haha aktuell nicht. Kann mal gucken ob ich das später nochmal etwas sauberer bekomme. Das meiste war eben Powerpoint Karaoke.

@fluxx joah...das finde ich fast zu konkret. Es geht ja eben nicht mehr nur um Computer, wenn wir zum Beispiel Biohacking angucken.

Und ja...das fand ich auch bisher störend. Hab mich diesmal fürs generische Femininum entschieden, aber das hatte primär praktische und taktische Gründe.

@leah Finde den Vorschlag super 👍. Beim Thema Verantwortung fällt mir zusätzlich ein, dass wir, als verantwortungsvolle Informatiker*innen/Hacker*innen, uns weigern sollten bestimmte Dienste (z.B. WhatsApp), welche nicht mit unseren Werten kompatibel sind und eine große Nutzer*innenbasis benötigen, zu nutzen. Nur so können wir Awareness erzeugen und dies schützt sowohl uns als auch langfristig andere.

@leah

Ich hab aufgrund der Länge die Antwort in einen Paste getan:
paste.rs/Aqu

@guenther spannende Perspektive. Ich denke aber dass die problematischen Äußerungen in der Politik gerade Verantwortung als sprachliches Vehikel nutzen. Die Verantwortung an sich kann nichts dafür ist aber eben sehr Verankert und erfüllt damit einen Zweck.

@guenther Zum zweiten Teil...mir geht es nicht darum zu sagen "du musst jetzt das und das machen sonst bist du kein guter Mensch". Es geht darum aufzufordern das eigene Handeln zu hinterfragen und das sollten wir alle tatsächlich mal tun. Das nicht tun zu wollen ist tatsächlich eine sehr sehr privilegierte Sicht.

@leah Das ist eine Auslegung, wo ich mitgehen würde, aber ich finde nicht dass das so eindeutig aus "Technologie und Wissen schaffen Verantwortung" hervorgeht. Der Ruf nach Verantwortung klingt auch für mich weniger danach, das eigene Handeln zu hinterfragen, sondern nach der Aufforderung, überhaupt (oder mehr) zu Handeln.

@guenther das ist genau der Witz daran. Die Formulierung dient vielen Zwecken. Jede Regel braucht durchaus auch eine Auslegung und die kann sich verändern, das braucht es auch damit sie sich der stetigen Veränderung der Welt anpassen kann.

@leah Ich würde argumentieren, dass eine Regel besser ist, wenn sie möglichst eindeutig auslegbar ist. Bei den restlichen Punkten der Hacker:innenethik ist das finde ich auch eher der Fall (vielleicht mit Ausnahme von "Alle Informationen müssen frei sein.").

@guenther das wirkt so weil sie über die Jahre definiert wurden und du sie schon kennst ;)

@leah Ein Wort ändert ja seine Bedeutung auch je nachdem, wie es so im Schnitt benutzt wird. Und die Bedeutung von "Verantwortung" hat eben ein gewisses Spektrum, von dem ich Teile problematisch finde.

Was meinst Du mit "verankert"?

@guenther Verantwortung hat in der Gesellschaft auch durch Erziehung etc. einen bestimmten Stellenwert. Damit ist der Appell an diesen Wert bzw. die Unterstellung wenn man etwas konkretes nicht tut wäre es nicht Verantwortungsvoll ein starkes rhetorisches Mittel um etwas durchzusetzen was man sonst nicht gut Begründen kann.

@leah also nicht, dass es schadet, es nochmal explizit dazuschreiben - aber für mich war das schon immer ein Punkt, der ohnehin immer mit dabei war ("Mülle nicht in anderer Leute Daten", "private Daten schützen").
Aber ja, das Spiderman-Prinzip "mit Macht kommt Verantwortung" (und Wissen ist Macht) darf gerne in den Kanon 😊

@skyr wie würdest du Biohacking, diskriminierende Algorithmen/AI, Dual Use etc. mit den bisherigen beschreiben?

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