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Theorie: Der Masse der Menschen sind Argumente total egal. Was ihr Verhalten tatsächlich beeinflusst ist Bequemlichkeit. Ist ein verhalten Bequem und es wird vom Umfeld akzeptiert wird es beibehalten. Wird es abgestraft wird es verändert. Daneben gibt es immer Minderheiten von denen Veränderung ausgeht, aber die Richtung dafür ist offen.

Vielleicht sollten man versuchen es Menschen bequem zu machen eine Meinung zu haben, statt sie inhaltlich zu überzeugen.

Wohlgemerkt, Unbequem machen funktioniert nur wenn es schon eine Mehrheit für etwas gibt.

Beispiel: Klimaschutz muss bequemer werden damit was passiert.
Bei Corona/Impfverweigerern dagegen würde es helfen es deutlich unbequemer zu machen. Extreme Minderheiten bilden sich dann wieder von alleine und bleiben eh immer bestehen.

@leah Was macht es denn bequem eine Meinung zu haben?

@ckeen im Extremfall, sie schon zu haben und eben das Feedback aus dem Umfeld.

Beispiel Klimaschutz: Wenn du dich sinnvoller verhältst gibt das häufig Gegenwind und ist Aufwand. Kaufst du einen spritfressenden SUV gibt es häufig positives Feedback. Bei beidem siehst du keine unmittelbare Folge für dich. Also nimmt der Kopf das energiesparende, bequeme Verhalten.

@leah Ah verstehe, danke fürs Erklären! Stimme Dir da zu.

@leah
Mit anderen Worten: wir brauchen einen richtig unbequemen CO2-Preis.

@ckeen

@silmaril
Nur fast. Wir brauchen einen richtig unbequemen CO2-Preis und eine Förderung von CO2-sparenden Maßnahmen. Sonst hat man nämlich viele die sich beides nicht leisten können und das ist wiederum sozial nicht so verträglich. Aber ein Schritt in die richtige Richtung wäre es

@leah

also müssen wir es eigentlich nur irgendwie hinbekommen, das man mit echtem klimafreundlichen Verhalten angeben kann, damit die Menschen sich damit positiv darstellen können.

@ckeen

Corona 

@leah Dazu würde auf jeden Fall anekdotisch passen, dass 2 Kollegen, die sich lange nicht impfen lassen wollten, es doch getan haben, als sie jeden Tag einen negativen Test vor Ort machen mussten 🤔

@leah jap, so in etwa habe ich das fuer mich auch auseinanderklamuesert – ich tendierte staerker richtung lager ‘die regierung macht zu wenig’, mutter mehr zu ‘jeder einzelne haelt sich zu wenig.’

unterm strich sind beide wahr, und es ist keine frage der schuldzuschiebung, sondern die ‘menge’ der schuld mehrt sich: ja, eine zu grosse anzahl der handelnden individuen tut sehenden auges zu wenig. es waere dann aufgabe der regierung, dafuer zu sorgen, dass so unverantwortlich zu handeln wesentlich ‘teurer’ wird.

aber so wie es ist, haben die bequemen einzelnen den luxus, sich unverantwortlich zu verhalten in einem milieu in dem ihnen das viel zu leicht gemacht wird.

@leah

Vielleicht sollten man versuchen es Menschen bequem zu machen eine Meinung zu haben, statt sie inhaltlich zu überzeugen.

Ein spannender Gedanke - meines Erachtes ist es für jedes Gespräch sehr wichtig, es in einer entspannten Atmosphäre zu führen.

@leah die meisten Entscheidungen treffen wir über Emotionen, das ist sehr gut erforscht, den Menschen ohne Emotionen können fast gar keine Entscheidungen mehr treffen.

Aber auch ein fernes Ziel kann uns sehr motivieren, zum Beispiel die Illusion reich werden zu können, damit arbeitet der Neoliberalismus schon seit fast 100 Jahren.

Ich sage ja schon länger, wir brauchen mehr Soziologen und Spezialisten für Werbung, damit FOSS bzw. das Fediverse jemals funktionieren kann.

@favstarmafia @leah ich widerspreche da vehement in Teilen:

Menschen können auch ohne Emotionen rational entscheiden...

Das Problem ist njr zum Teil marketing, sondern massiver Lobbyismus ubd Korruption seitens der #CCSS-Lösungsanbieter!

@favstarmafia @leah natürlich gibt's entsprechend eine Mehrheit an Leuten, die mehr emotional denn rational entscheiden...

@k3vk4

eigentlich habe ich es so verstanden, das wir ohne Emotionen fast gar keine Entscheidungen treffen können, weil wir keine rein rationalen Wesen sind, keiner von uns 🤷🏼‍♂️

@leah

@favstarmafia @leah dann würde ich dies als persönliche Beleidigung postfaktischer Natur auffassen.

Ich habe mich allzuoft gegen emotionale und für rationale Lösungen ausgesprochen, selbst wenn dies für mich persönlich nachteilig war.

Wo kämen wir hin, wenn wir Menschen Vernungt absprechen und diese auf irrationale & hyperemotionale Wesen reduzieren?

Tatsävhlich finde ich postfaktische und emotionsbasierte Werbung massiv abstoßend, weil es Manipulationsversuche sind, die kläglich bei mir scheitern!

@k3vk4

für die meisten Dinge gibt es in unserer modernen Welt sehr viele und meist widersprüchliche Informationen. Wenn wir die alle reflektieren wollten, wenn wir zum Beispiel ein Auto kaufen, bräuchten wir ewig um diese Entscheidung zu treffen.

Also vereinfachen wir diese Informationen extrem und genau das machen wir ständig mit Hilfe unserer Emotionen, deshalb sind eigentlich alle Entscheidungen die wir treffen, emotional.

@leah

@leah „Keine Meinung, doch zehn eigene Ratgeber“ - Samy Deluxe

@leah Wenn ich deiner Beobachtung folge, würden wir dann aber Meinungsfreiheit gefährden - weil die Meinung dem Umfeld nicht gefällt und es ja bequem ist, sie zu ändern.

Sollte Meinung nicht intensiv gebildet und dann auch vertreten werden?

@leah für diese Erkenntnis hat doch irgendwer einen Nobelpreis bekommen.

@leah Hätte ich nach dieser Devise gehandelt, wäre ich wegen C***** vom Bus aufs Auto umgestiegen. Stattdessen habe ich mir mein Rad geschnappt und ärgere mich täglich über die grottenschlechte Radinfrastruktur in meiner Heimatstadt. Und ja, ich habe versucht, daran etwas zu ändern, sogar kleine Erfolge erzielt, aber wenn die Lokalpolitik nicht will... 🤷‍♀️

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