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„Ich habe einen brandheißen Tipp für Sie: Vermögenssteuern.”

Manche sagen dann doch mal sinnvolles Zeug. (Quelle: ZIB Instagram instagram.com/p/CfCD2GyqT9h/)

@leah Ich hab mir gestern die Sendung angesehen.

Und die ÖVP-Ministerin Raab zeigt einfach so schön die Fratze der ÖVP... Wäh! Die grauslichste Partei in Österreich.

@leah boah! Wer ist das? Die Blick der anderen sind auch wunderbar.

@leah Und die gut gefütterte Bondine im konservativen Outfit ist Susanne Raab - Bundesministerin für Frauen, Familie, Integration und Medien, ÖVP

Die mit den argen Augenbrauen ist Barbara Blaha - Leiterin der Denkfabrik „Momentum Institut“

Die junge blonde ist Eva-Maria Holzleitner - Stv. Bundesparteivorsitzende, Frauenvorsitzende und Nationalratsabgeordnete, SPÖ

Die vierte ist Monika Köppl-Turyna - Direktorin des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria

@leah Die weiteren, genannten Steuern sind quantitativ bedeutungsvoller: Erbschafts-/ Schenkungssteuer und Finanztransaktionssteuer. Gerade letztere ist zwingend notwendig. Sie ist das Instrument, mit dem die wahnsinnig hohen Kapitalströme besteuert u in Teilen gesteuert werden können.

Waren- u Dienstleistungshandel wird mit der Mehrwertsteuersätze besteuert.

Kapitalhandel wird hingegen nicht besteuert.

Warum?

Das benachteiligt die, die nicht mit Kapital handeln (können).

@leah Das Tragische an der Finanztransaktionssteuer ist, ihre Notwendigkeit ist 2oo8 mit der Lehman-Pleite deutlich geworden.

Finanzminister Steinbrück hat sie nicht eingeführt.

Finanzminister Schäuble hat sie nicht eingeführt.

Finanzminister Scholz hat sie nicht eingeführt.

Finanzminister Lindner hat sie bislang nicht eingeführt.

Es sind inzwischen 14 Jahre vergangen.

@leah die gefällt mir. Da is was im Kopp. Und das Herz denkt mit.

@leah
wie kann man Gefühlslinken erklären, dass Tax-The-Rich nicht anti-, sondern prokapitalistisch ist, wenn nicht dadurch, dass Vermögende es fordern?
(Diese Perspon will nicht teilen, sondern verteilen, damit alles beim alten bleibt.)

@eibart bin bei Gefühlslinke irgendwie ausgestiegen.

@leah schade! vielleicht erreicht dich der Unterschied zwischen teilen und verteilen?

@eibart also erstens finde ich dieses herabwürdigen als Gefühlslinke (Ala Wagenknecht [Liefestylelinke]) äußerst problematisch. Zweitens erklär mir doch worauf du hinaus willst, auf ein Ratespiel hab ich keine Lust.

@leah
Ich verstehe bei @eibart auch nie, um was es geht oder was gesagt werden soll.

Selbst die genialsten Gedanken wirken halt erst, wenn man sie auch in einer Form kommuniziert, dass andere sie verstehen.

@StephanMatthiesen @leah
TaxTheRich normalisiert und legitimiert das Kapitalverhältnis, also die Ausbeutung im Lohnverhältnis. Es ist eine Maßnahme, die die NOTWENDIG sich aus diesem Verhältnis ergebende kontinuierliche Umverteilung von unten nach oben abfedern soll.
(ich denke bei Gefühlslinke nicht an Wagenknecht (die ja eine Gefühlsrechte ist), sondern an Personen, deren Herz links schlägt, aber die keine ökonomische Analyse haben und deshalb auf TaxTheRich reinfallen)

@eibart @StephanMatthiesen ich würde sagen es kommt auf die Ausprägung an. Und ich glaube wir haben einfach grundsätzlich andere Ansichten für die Lösung des Problems. (Basierend auf der Annahme das du eine Lösung nach dem Kommunismus anstrebst)

@leah
Ansichten sind die eine Sache, Tatsachen die andere, die man analysieren muss, wenn man sie ändern will.

@eibart du ich glaube das an dieser Stelle weiter zu diskutieren führt zu nichts. Also lass es uns einfach sein lassen.

@eibart und selbst wenn: abfedern ist besser als nicht abfedern, oder? @StephanMatthiesen @leah

@benni @eibart @StephanMatthiesen eh, es braucht progressive Änderung und keine Revolution. Die würde eh nicht funktionieren.

@leah naja, ich finde vor allem den uralten Streit um Reform oder Revolution bisschen unproduktiv. Why not both? Grundsätzlich zu sagen "Revolution würde eh nicht funktionieren" hat halt die Geschichte schon oft widerlegt. Revolutionen passieren ja dauernd. @eibart @StephanMatthiesen

@leah
“We live in capitalism. Its power seems inescapable. So did the divine right of kings. Any human power can be resisted and changed by human beings. Resistance and change often begin in art, and very often in our art, the art of words.”

― Ursula K. Le Guin

@eibart @StephanMatthiesen

@leah dann willst Du den Kapitalismus abschaffen aber durch "progressive Maßnahmen", nicht durch eine Revolution? @eibart @StephanMatthiesen

@benni @eibart @StephanMatthiesen ich könnte darauf mit einem vielseitigen Aufsatz antworten. Das Problem an Revolutionen ist in der Regel, dass sie a) gewaltsam Geschehen, b) nicht die Mehrheit Mitnehmen.

Im Falle vom Kapitalismus geht es vielen Menschen damit zu gut, als dass eine klassische Revolution funktionieren würde.

@benni @eibart @StephanMatthiesen Du hättest dann zwar ein anderes System, aber so viele Leute die erstmal im Tiefpunkt der Findung des neuen Systems nicht davon überzeugt sind (weil es ihnen vorher besser Ging), dass es instabil werden und wieder zerfallen würde, wenn du es nicht mit Gewalt wiederum aufrecht erhältst. Dann folgt aber wiederum Repression und das führt zu neuen Problem und so weiter und so fort.

@benni @eibart @StephanMatthiesen das ganze Problem ist hoch komplex und jeder Weg der eine "einfache" Antwort wie eine Revolution propagiert ist zum scheitern verurteilt wenn man eine bessere Welt für alle als Ziel hat.

@leah mag sein. Aber das wird sich sehr bald ändern, bzw ändert sich schon. Der Kapitalismus ist eh am Ende. @eibart @StephanMatthiesen

@benni @eibart @StephanMatthiesen jo und wir sind gerade munter auf dem Weg in eine faschistische Zukunft. Bin mir nicht so sicher ob dass das Ziel sein kann.

@leah das stimmt. Deswegen ist ja Antifaschismus auch so wichtig ganz unabhängig davon ob man jetzt das System stürzen will oder nicht. @eibart @StephanMatthiesen

@benni @leah @eibart

Ehrlich gesagt ist mir diese ganze Art von Diskussion zu pauschal. Kapitalismus/Kommunismus sind doch keine klar definierten, strikt voneinander abgrenzbaren Systeme. Jede heutige, historische und utopische Gesellschaft liegt irgendwo dazwischen.

Bei "Kapitalismus abschaffen" weiß ich überhaupt nicht, was eigentlich gemeint sein soll und welche alternative Gesellschaftsform damit propagiert werden soll.

Deshalb dreht sich das seit 100 Jahren im Kreis und löst nichts.

@StephanMatthiesen alternativ könnte man sich auch damit beschäftigen diese Definitionen zu schärfen. Für mich jedenfalls sind sie sehr klar. Kapitalismus ist eine Gesellschaft, in der Warenproduktion herrscht und im Kommunismus gilt dass alle ihre Fähigkeiten einbringen können und alle Bedürfnisse befriedigt werden. Beides ist unvereinbar. Die Diskussion dreht sich nicht wegen dieser Definitionen im Kreis sondern wegen Machtfragen. @leah @eibart

@benni
Bitte gerne, dann schärft die Begriffe mal...

Genau diese Debatten gab es schon in den Kommunistencafés im 19. Jh. und ich habe nicht das Gefühl, dass ich dazu irgendwas beitragen könnte, was nicht schon Tausende vorher gesagt haben, daher würde ich mich jetzt gerne hier wieder ausklinken.

@leah @eibart

@benni @leah @StephanMatthiesen @eibart , wenn es als Übergangsmaßnahme geplant wird, ja. Ansonsten: nein.

@diritschka warum? Die Leute, die abgefedert werden, profitieren in jedem Fall. @leah @StephanMatthiesen @eibart

@benni man darf ja nicht vergessen: was auch immer das leben der menschen im und während des kapitalismus verbessert, ist konterrevolutionär.

@benni weil das wichtige ist ja nicht das gute leben, sondern die kritik und die analyse, die uns den weg ins endlich richtige weist. bedürfnisse sind erst richtig im richtigen, vorher sind sie nur konsum und fetisch. muss man wissen.

@posiputt Ich weiß bei allem nachdenken nicht ob das sarkastisch oder ernst gemeint ist. Tut mir leid dass ich dich so schlecht kenne @benni

@adrian sarkastisch. also ich hab auch schon auf der anderen seite (was nicht revolutionär ist, taugt nichts) gestanden, aber zuletzt hab ich viel darüber nachgedacht, wie wenig ich von gesprächen über das gute leben für alle mitbekomme; und wie viele diskussionen sich hauptsächlich darum drehen, welches theoretische framework das richtige ist. vermutlich ein ur-linkes problem, das. @benni

@posiputt Ich bin beruhigt, das wäre keine meine Einschätzung / Hoffnung gewesen :) @benni

@benni @diritschka @leah @StephanMatthiesen @eibart hinweis: der kapitalismus wird die nächsten drei wochen nicht überwunden, es ist also durchaus legitim in diesen die verhältnisse subrevolutionär zu verbessern

@Odradek es gibt logisch einfach gar keinen Zusammenhang zwischen der Frage wie lange der Kapitalismus noch existiert und ob man die Verhältnisse im hier und jetzt verbessern sollte. Selbst wenn morgen kommunistische Weltrevolution wäre würde man doch trotzdem heute noch einem Bettler nen Euro geben, weil davon kann er sich heute was zu essen kaufen, selbst wenn ab morgen alles umsonst sein sollte. @diritschka @leah @StephanMatthiesen @eibart

@benni @leah @StephanMatthiesen @eibart @Odradek , Menschen sollten beides beizeiten (jetzt endlich) diskutieren, vorbereiten und ausrollen. Selbst eine Vermögenssteuer in DE braucht Monate um umgesetzt zu werden.

@diritschka @benni @leah @eibart @Odradek

Also ich will eigentlich nicht zynisch sein, aber das sind jetzt exakt genau die gleichen Debatten im gleichen Stil und der gleichen Tiefe wie im AK Politik an meinem Gymnasium vor 40 Jahren.

Auch damals stand der Kapitalismus schon kurz vor dem Zusammenbruch.

Alles schön und gut, aber das dreht sich doch so echt im Kreis und vielleicht sollte man mal denken, wie es konkret vorwärts gehen kann?

@Odradek

Nö, der damalige Wortführer der Revolution lebt jetzt von Rhetorikkursen für Manager und schreibt gelegentlich Artikel für eine katholische Kirchenzeitung.

Das ganze scheint halt nie über kleine Debattierclubs hinaus zu gehen. Nicht wegen irgendeiner Gegenwehr des "Kapitalismus", sondern weil sich die Blasen schon durch ihre verschwurbelte Sprache abschotten und die meisten Menschen einfach null Relevanz sehen, wenn sie es überhaupt wahrnehmen.

@diritschka @benni @leah @eibart

@StephanMatthiesen ich hatte es so erlebt: von "der revolution", bzw. der naherwartung die wir aus komischen ecken des christentums kennen schwafelten nur die sekten, weshalb ich mich dann eher für sowas wie selbstorganisierte lehre und freiräume eingesetzt habe. die sekte sektet noch immer, viele andere damalige "genoss*n" haben den weg ins bürgerliche leben gefunden und nach x gescheiterten freiräumen stehe ich irgendwie im wald

@Odradek Klar, es gibt verschiedene Biografien. Der Typ, den ich meinte, war damals übrigens gar nicht christlich, sondern strikter Marxist und konnte jedes Thema mit der richtigen Stelle im "Kapital" beantworten.

Ist einfach meine Erfahrung, dass die ganze Szene ein bisschen sektenartig ist und es dadurch einfach nicht schafft, einige durchaus sinnvolle Gedanken auch nach Außen zu bringen und Veränderungen zu bewirken.

@StephanMatthiesen naherwartung, die heilige schrift usw., die strukturähnlichkeit springt eine* an. und wenn ich von "sekte" spreche, dann meinte ich sekte, nicht das unbehagen gegenüber irgendwelchen szenigkeiten.

@benni @diritschka @leah @StephanMatthiesen @eibart erinnere mich mal an ein fsk-interview - ich hng noch im foyer rum - mit gremliza. endete mal wieder in einer "alles scheiße" senke, aber dann meinte er in bezug auf refugees: "aber leuten helfen ist nie verkehrt"

@leah

Ok , vielleicht auf ihre Herkunft ? Ja, ich gestehe ihr zu, sie fällt etwas aus dem Rahmen ihres Clans und erzürnt ihn gerade.

Sie hat Sympathien für die Menschen, doch wird sie niemals dieses System in Frage stellen.

p.s. Bin nicht links noch üble Wagenknechtfraktion. Ich ordne nur ein.

blick.ch/schweiz/oesterreicher

de.wikipedia.org/wiki/Friedric

@eibart

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