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frage an diejenigen von euch, die unternehmen gegründet haben: welche drei top-tipps würdet ihr anderen gründer:innen mit auf den weg geben?

(wurde ich eben von gründern gefragt, meine drei folgen :-)

1. bezieht alle menschen mit ein, auf die ihr euch auswirken werdet. je besser ihr das tut, desto höher die chance dass es klappt.
2. nehmt euch zeit für qualität.
3. ihr werdet eine rechtsform haben, aber ihr müsst sie nicht benutzen. sondern: findet euren eigenen weg.

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@luebbermann sprecht offen über alle Kosten inkl aller Gehälter. Disclaimer: Habe noch kein Unternehmen gegründet

@luebbermann

1. Fangt einfach an. Es gibt kein fertiges Produkt, sondern nur Iterationen zum Besseren.
2. Der erste Versuch wird höchstwahrscheinlich scheitern, aber ohne ihn wird's halt nie was.
3. Seid Euren Mitarbeiter*innen gegenüber immer so transparent wie möglich, aber schützt sie dabei auch vor Überforderung.

@luebbermann sucht euch gute SteuerberaterIn. Damit hatte ich leider ziemlich viel Pech (und habe auf Grund von schlechtem Rat, blöde Dinge gemacht).

@luebbermann
1) mach es nicht weil du Geld brauchst
2) versuch nicht künstlich fortlaufenden Bedarf beim Kunden zu erzwingen
3) hab eine Exitstrategie oder zumindest einen Plan der dich ersetzen kann

@luebbermann
ähnlich zu den anderen. Ich spreche aber momentan als jemand ohne Mitarbeiter, dafür mit Geschäftspartnern:
1. Offen, ehrlich und klar kommunizieren.
2. Keine Panik. Fehler machen ist okay und gehört dazu, aber steht dazu und lernt draus.
3. Es dauert alles länger als man denkt. Also lieber zu viel Zeit einplanen als zu wenig.

@luebbermann
1) nie alles auf eine karte setzen
2) keine Entscheidung ist wichtiger als mit wem bzw wen einstellen
3) dem eigenen instinkt mehr vertrauen als weisheiten, die jemand ins internet geschrieben hat

@rami hey den punkt 3 hast du gerade ins internet geschrieben :-)
(scnr)

@rami Alles davon, insbesondere das mit dem Instinkt.
Dazu noch: Sich selbst und die eigene Arbeitsweise kennenlernen und immer wieder evaluieren, da sich das auch über die Jahre ändern kann. Und: Neugierig bleiben, sich trauen, Dinge auszuprobieren und den Mut haben, Dinge anders zu machen, als "alle anderen".
@luebbermann

@rami @luebbermann
1. halte ich mitunter für äußerst schwer umsetzbar und bei 3. wäre ich auch vorsichtig. Da sollte man zumindest verstehen wieso Andere Dinge so tun wie sie sie tun und wieso man davon abweicht. Da kann der eigene Instinkt einen in die Scheiße reiten.

Dafür bin ich bei 2. voll bei dir.

@gom @luebbermann 1. Kann auf vielen Skalen passieren. Ob das jetzt heißt "nicht nur ein Produkt" oder "nicht nur ein kunde" oder "nicht nur eine Strategie" oder "nicht nur ein finanzierungsweg" ist ja erstmal offen.
3. Heißt ja nicht, dass man die Dinge im Internet nicht lesen und darüber nachdenken soll.

@luebbermann Es war nur ein Versuch:
1. Jeder sollte aufschreiben, was die eigenen Ziele sind, was die eigenen roten Linien sind, was man bereit ist zu leisten und was von anderen erwartet wird.
2. Das sollte zwischen allen abgegelichen werden
3. Alles gehört dokumentiert (Was wurde Wie von Wem und Weshalb so getan wie es getan wurde.)

@luebbermann
1. Ist für jeden selbst wichtig.
2. Ist notwendig um Diskrepanzen möglichst früh aufzudecken, bevor Aufwand und Kapital in die Sache geflossen ist
3. In kleinen Unternehmungen hat praktisch jede Person kritisches Inselwissen. Durch Wegfall der Person aus welchen Gründen auch immer kann das Löcher reisen, die nicht auszugleichen sind.

@luebbermann Zudem hilft 3. ganz wunderbar bei der Konsistenz und beim optimieren von Vorgängen.
Gleichzeitig ist es in der Regel der schwerste Punkt beim etablieren einer gemeinsamen Arbeitskultur :/.

War auch der Grund wieso der Versuch mit Freunden gescheitert ist. Alle waren pissig auf mich weil ich Doku wollte, ich war pissig auf die Anderen, da ihr tun nicht nachvollziehbar war (bis hin zu fehlenden Rechnungen..).

@luebbermann Als Gründer eines Startup-Unternehmens mit enorm viel Anfangsenthusiasmus und einem herben Rückschlag nach 2,5 Jahren hier meine TopTips:

1. Fokussiere dich auf EINE Sache und mache diese so gut wie irgend möglich.

2. Frage dich immer vor, während und nach einer Entscheidung: Was ist das ZIEL (bei/mit dem was ich tue)?

3. Höre auf dein Bauchgefühl. Gerade bei Gesprächen oder Verträgen mit Lieferanten/Kunden/Vermietern.

Außerdem - 1/2

schließe ich mich so gut wie allen Vorredner:innen an, sie haben alle irgendwie auch ins Schwarze getroffen! @luebbermann - 2/2

@luebbermann
1) alles sinnvoll Dokumentieren was geht
2) Sinnvolle Steuerberatung besorgen und sich informieren
3) mehr Zeit und Geld einplanen

@luebbermann

1. Ein Steuerberater, dem man Kontoauszüge und Rechnungsbelege schicken kann und der daraus dann "magisch" etwas macht, ist Gold wert.

2. Klein anfangen, organisch wachsen.

3. Nahezu jeder Fehler kann ausgebügelt werden, wenn man offen und fair damit umgeht.

(Details im Thread)

@luebbermann zu 1. Ich dachte am Anfang noch, ach, das bisschen, das kriege ich doch selbst hin. Aber der Aufwand für jemanden wie mich, der sich damit nicht auskennt, war erheblich, und hat mich enorm viel meiner Zeit gekostet, die ich dann nicht für das zur Verfügung hatte, was ich selbst eigentlich kann.

@luebbermann Zu 2. Jede Vergrößerung (Teamgröße, Umsatzzahlen, Kunden) ist eine harte Herausforderung und wirft einen auf bis dato unbekanntes Terrain. Kredite sind teuer und erbarmungslos; Beteiligungen nehmen Autonomie und bringen ggf. gegensätzliche Interessen rein.

@luebbermann zu 3. Stabile Beziehungen zum eigenen Team, zu Lieferanten und zu Kunden sind das A und O dafür, dass man in schweren Zeiten haufenweise Leute zur Verfügung hat, deren Herzensangelegenheit es ist, einem aus der Patsche helfen zu wollen.

@ubernauten @luebbermann Der Aufwand wächst exponentiell bei linearer Zunahme des Geschäftsvolumens.

@luebbermann Punkt 3 gefällt mir am besten, muss ich verstärkt mal drüber nachdenken.

@luebbermann
Erster Toptipp: Kostenehrlichkeit. Das fängt bei Person 1 (Gründer) an: Lohn, Sozialversicherung, Altersversorgung.
2. Alles mit ganz dickem Stift kalkulieren.
3. Vernünftige Arbeitszeit einplanen und zu max 60% verlangen.
Ich habe 2 geplante Gründungen wegen zu schlechter Aussichten fallenlassen

@luebbermann

1.Keine Fördermittel-Berater
2.Persönlicher Bankkontakt
3.Solide Nachfrageabklärung

@luebbermann
Es gibt noch eine wichtige Antwort:
Wer sich selbstständig machen will, weil er 'sein eigener Chef' sein will, hat den Kapitalismus nicht verstanden. Er konkurriert nämlich mit Leuten, die 'Chef sein' wollen. Also die Arbeitskraft anderer zu ihrem Gewinn nutzen.
Dagegen kann ein Solo-Player nie anstinken.
Wer nur seine eigene Arbeitskraft verkauft, muss schon sehr begehrt 'am Markt' sein, um dafür adäquates Geld verlangen zu können.

@wauz hmm. ich glaube es gibt durchaus branchen in denen das so ist, aber auch welche, in denen das nicht so ist :)

@luebbermann
Wir sehen das an typischen Freien Berufen: Arzt, Rechtsanwalt,... Inzwischen machen große Firmen die fette Kohle...

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