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Justizministerium: WhatsApp, Gmail & Co. sollen Passwörter (auch ohne richterlichen Beschluss) herausgeben müssen

Ein massiver Eingriff in die Bürgerrechte. Wenn es darüber doch mal annähernd soviel Aufregung gäbe, wie über ein Tempolimit. heise.de/newsticker/meldung/Ju

Zu dem Gesetz gegen Hasskriminalität und dem Hunger nach unseren Passwörtern kann ich übrigens die aktuelle @lagedernation empfehlen. pca.st/episode/002afdf1-73dd-4

@nahlinse Woher soll denn ein seriöser Anbieter Passwörter für irgendwas haben? 🤔

@kaffeeringe das ist eh die nächste Frage. Aber darum, ob das technisch möglich ist oder nicht, geht es mir nicht. Wenn sowas in einem Gesetz drin steht ist es per se schon mal Scheiße.

@nahlinse Klar. Ich frag mich ja nur, was das überhaupt für eine Bedeutung in der Realität hätte. Müssen die Anbieter dann auch 2FA auf Anfrage ausschalten?

@kaffeeringe wenn die Anbieter gesetzlich gezwungen werden, Passwörter plötzlich im Klartext abzulegen, dann werden sie das sicher früher oder später auch tun. Dann ist auch zwei Faktor Authentifizierung davor nicht mehr sicher.

@nahlinse Wenn es darauf hinausläuft, dass die Sicherheit für alle Bürger herunter gedreht wird, ist das vielleicht sogar der größere Schaden.

@nahlinse Einer der Gründe, weshalb man sich von diesen kostenlosen Monopolisten verabschieden sollte.

Für all diese Anwendungen gibt es Alternativen, die inzwischen mehr als erprobt sind & bei denen man sogar die Hoheit über sein Passwort hat.

de.wikipedia.org/wiki/PRISM_Br

de.wikipedia.org/wiki/PRISM

[PDF] aktion.digitalcourage.de/sites

@K0nrad @nahlinse
Diese Anbieter betreiben die Plattformen kostenlos, um damit eben viele Kunden zu bekommen.
Damit werden sie zu Monopolisten und bekommen Stück für Stück mehr Macht.
Nicht nur über die AGB (Twitter, FB, werden nach deren Ermessen verändert, ..) sondern eben auch durch die Datenmenge.

Dies wiederum ermöglicht dann den Gesetzgeber unter dem Vorwand der Kriminalitäts-/Terrorabwehr einige wenige zur Herausgabe zu zwingen, was bei einem breiterem Markt schwerer wäre.

@amaz1ng @K0nrad @nahlinse

Wie geht ihr mit Kommunikationspartnern um, die gmail benutzen?

@Federkiel
Freundlich auf dem Umstand hinweisen und zum nachdenken bewegen
@amaz1ng @K0nrad @nahlinse

@Federkiel

ja, leider, wenn man nichts anderes von dem Kontakt weiß.

Also so mache ich es für mich zumindest.

Persönliches, gar sensible Daten schicke ich über gmail nicht.

@troetschubser @K0nrad @nahlinse

@amaz1ng @troetschubser @K0nrad @nahlinse

Verstehe ich gut, dann aber kommt dieser Fall: "Bitte nutze einen anderen Provider, sonst kann ich hier nicht weiterschreiben."

Und der ist ja der schlechteste Fall. Ist eine sehr klare Haltung für den Schutz der Privatsphäre, wird aber vom Gegenüber wohl als übergriffig empfunden.

Mal wieder ein Beispiel dafür dass "ich habe nix zu verbergen" ein Scheißsatz ist, weil eigentlich immer andere mitbetroffen sind, die was "verbergen" wollen.

@Federkiel

Jep, deswegen bin ich da meist (solange es oberflächliches Geplänkel ist) bereit, den Stein zu schlucken... :)

@troetschubser @K0nrad @nahlinse

@amaz1ng @troetschubser @K0nrad @nahlinse

Mir fällt gerade auf: "Such einen anderen Provider" gilt als Übergriff. Dass aber die Nachrichten mitgelesen werden, das nicht. Crazy ist das ☹️ ☹️

@troetschubser Ich persönlich habe eine Allergie gegen solch pädagogischen Impetus. @Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@K0nrad @troetschubser @amaz1ng @nahlinse

Allergie gegen pädagogischen Impetus - verstehe ich voll.

Wenn ich aber meine persönliche Grenze bei einem Thema deutlich mache, hat das doch nichts mit Pädagogik zu tun.

"Ich will nicht, dass meine Nachrichten von Google gelesen werden."

Das richtet sich gegen niemanden (außer gegen Google vielleicht).
Ich spreche hier von meinem Grundrecht und Grundbedürfnis nach Privatsphäre, das nun mal mitbetroffen ist.

@Federkiel
Genau so sieht es aus. Meine Mail geht nur mich und die Gegenseite was an. Wenn die Gegenseite nun unbedingt bei ihrem tollen asozialen Anbieter bleiben möchte . Pech
@K0nrad @amaz1ng @nahlinse

@Federkiel

Um uns jetzt in dieser Debatte nicht emotional zu verlaufen, wenn mein Gegenüber, der - sagen wir mal mit gmail - mir eine persönliche, eine geschäftliche oder gar eine Mail schreibt, die sensible Daten beinhalten, entscheide ich in dem Moment individuell, ob ICH das weiter auf diesem Medium mache. Und das ist keine Belehrung, sondern eine Grenze.
Wenn man das als Belehrung auffassen will, bitte sehr. Dann liegt das Problem aber woanders.

@K0nrad @troetschubser @nahlinse

@troetschubser Du hast geschrieben, dass Du solche Menschen zum Nachdenken bewegst. Auf Nachfrage meintest Du, dass Du das mit Aufklärung tust. Wenn ich Dein Kommunikationspartner wäre, fände ich das unpassend und grenzüberschreitend — alleine schon die Unterstellung, Du wärst in der Position, jemand anderen aufzuklären. @Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@K0nrad
Absolut emotionafreie Frage. Bezieht sich deine Rückmeldung nun komplett auf meine Person oder würdest du vielen anderen Menschen vergleichbar antworten?
@Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@troetschubser Ich habe diese Allergie auf pädagogischen Impetus generell, das hat nicht mit Dir persönlich zu tun. Wir kennen einander ja nicht mal. @Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@K0nrad
Das stimmt. Wir kennen einander nicht. Darum hab ich nochmal nachgefragt.

Was stört dich so generell daran, wenn Menschen andere über misstände aufklären wollen???
@Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@troetschubser Die Unterstellung, Du wüsstest auf jeden Fall mehr als Dein Gegenüber, und wenn man wüsse, was Du weißt, käme man auch zu den gleichen Schlussfolgerungen. @Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@K0nrad
Hm. Ich behaupte mal, dass man im Verlauf einer Diskussion schon recht schnell weiss, welcher Gesprächspartner thematisch welchen Stand hat. Deine Antwort klingt so als würde der entsprechende Mensch es ja nur darauf abzielen andere Menschen belehren zu wollen und das nur aus dem Grund im zu beweisen was er alles weiss was andere vermeintlich nicht wissen ...
@Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@troetschubser Wichtig wäre auch festzustellen, ob sie denn überhaupt Lust auf das Thema und die Auseinandersetzung haben.
@Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@K0nrad
Ich finde den Begriff Auseinandersetzung an dieser Stelle falsch, das assoziiert man doch eigentlich mit einem Streitgespräch dass bewusst herbeigeführt wird und ich denke in dem eigentlichen Thema dieses Beitrages hier geht es doch nicht darum, andere Menschen zu zwingen eine andere Meinung auf jeden Fall verbindlich anzunehmen. Eine wirkliche Aufklärung ist doch Austausch, Dialog. Oder etwa nicht ?

@Federkiel @amaz1ng

@troetschubser
Auseinandersetzung, die
eingehende Beschäftigung mit etwas
[ … ]

Synonyme: Aufarbeitung, Behandlung, Beschäftigung, Besprechung, Vertiefung

Du hast nicht gesagt, Du bietet ein Gespräch an. Du hast nicht gesagt: Du möchtest in einen Dialog eintreten. Du hast gesagt: „zum nachdenken bewegen“ -- da ist nicht sehr viel Option drinnen, ob das Gegenüber das möchte.

@troetschubser @K0nrad @amaz1ng @nahlinse

Ich vertraue in solchen Situationen meinem Bauchgefühl, von wem ich über etwas aufgeklärt werden will und von wem nicht.

Ich denke die dahinterliegende Haltung spürt man schon. Dem einen hört man gerne zu und lernt, dem anderen vielleicht nicht und wendet sich mit Grusel ab.

Und hier liegt der Hund in den sozialen Medien: Schriftliche Kommunikation ohne Körpersprache und Mimik.

Ein großes Problem, deutlich unterschätzt.

@troetschubser Ich habe mir das doch nicht ausgedacht, dass Du sagst: du würdest Gesprächspartner bei Gmail zum Nachdenken anregen durch Aufklärung. Das klingt nicht sehr danach, dass Du da erstmal fragst, ob sie Interesse haben – du sagst, du bringst sie zum Nachdenken. @Federkiel @amaz1ng @nahlinse

@K0nrad
Ich verstehe deinen Ansatz gerade nicht. Was genau willst du mir mit deiner Antwort beweisen? Für mich liest sich das schon alles sehr versteckt provokant. Vielleicht habe ich ja auch nur ein anderes Verständnis davon, wie man in der Lage ist die unterschiedlichen Meinungen, die in einer Diskussion zu einem Thema aufkommen einzuordnen und damit umzugehen. Für mich liest sich das gerade alles so als würde ich aufgrund der von dir genannten Aussage meinerseits meine Meinung per se auf die anderer Menschen drüberbügeln wollen.
@Federkiel @amaz1ng

@Federkiel
Es ist schwierig, anderen vorzuschreiben, mit welchen Providern man besser nichts zu tun haben will.

Je nach Kommunikationsinhalt schlucke ich den Stein oder erwähne es dann.

@K0nrad @nahlinse

@K0nrad @nahlinse
Ferner sind diese Monopolisten dazu auch schneller bereit, weil sonst deren Geschäftsmodell (über Werbung finanzieren, Steuerfreiheit) Gefahr laufen könnte zu kippen.

Wie gesagt, es gibt genug Alternativen, die zum einen dezentral zum anderen über einen kleinen Obolus zb. guten Mailservice anbieten:
Posteo, Mailbox.org,..
mailbox.org/de/

@amaz1ng Sie würden auch mehrere zwingen (und haben das z.B. in Sachen E-Mail auch schon). @nahlinse

@K0nrad
Ansonsten muss ich Dir zustimmen, ich war gerade an einer vollkommen anderen Ecke unterwegs .. sorry meinerseits, für die Verwirrung ;)
@nahlinse

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