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"Klimaschutz war Thema Nummer 1 im EU-Wahlkampf." Meistgehörter Satz heute Abend bei der .

Liebe Schülerinnen und Schüler von : Das ist euer Verdienst! Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Vielen Dank, dass ihr unseren Planeten rettet!

@reticuleena glaubst du, das das beim erstarken der rechten nationalistischen Parteien, im EU Parlament noch eine wichtige Rolle spielt? Ich meine die Frage ganz ernst und mit besorgtem Unterton.

@vilbi Ich sehe in der Klimaschutzbewegung einen sehr wichtigen Player im Kampf gegen Rechts. Die Rechten brauchen die Autofahrölverbrennerklimawandelleugner-(Patr)idioten und die VTLer. Somit sind sie der natürliche Feind der Klimaschutzbewegung. Das finde ich erst mal gut.
Das rechte Bollwerk im EU-Parlament bestürzt mich aber auch sehr.

@vilbi @reticuleena Und ja, ein Blick nach Frankreich zeigt auch, dass Klimaschutz prinzipiell rechtes Thema werden kann. Wie es ja auch öfter mal dem Tierschutz passiert. Aber auch das ist ja kein Grund, Tierschutz abzulehnen.

@reticuleena das musst du mir erläutern, diese Argumente pro Klimaschutz von Le Pen hab ich bisher wohl übersehen.

@vilbi Sie ist ja leider nicht die einzige Rechte in Frankreich. Hab gestern erst gelesen (sorry, weiß nicht mehr wo), dass es manche Rechte dort nun auch mit Klimaschutz probieren. Wäre ja auch nicht überraschend, wenn sie das Thema für sich entdecken, sobald es erstarkt.

@vilbi @reticuleena in manchen Regionen in Westeuropa ist der Vormarsch der Nazis, der seit ein paar Jahren unaufhaltsam schien, zumindest erst mal gestoppt. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Die wichtigste Leere, die man daraus ziehen kann: Man kann die stoppen, wenn man eigene Themen setzt. Gerade die Mitte-Parteien müssten sich halt mal überlegen, was das bei ihnen eigentlich für Themen sein könnten. Klima ist es ja offensichtlich nich...

@benni @vilbi Richtig. Die gute Nachricht ist: Es wurde endlich ein Thema gesetzt. Und es zeigt sich, dass es funktioniert. Vielleicht können wir das ja jetzt öfter praktizieren und den Rechten Inhalte entgegenstellen, anstatt wie der Hase vor der Schlange zu sitzen und zu warten, bis sie zubeißt.

@reticuleena @benni
Ich sehe, auf ganz Europa bezogen, das sich die Gewichte nur innerhalb der 'Normalen pro Europäischen' Parteien verschieben, aber den extremen rechten & linken oft nationalistisch gegen Europa eingestellten Parteien jein Fußbreit Boden abgenommen wurde. Das liegt m.E. an der versuchten Abgrenzung gegenüber den Extremen, die sie aber wohl nicht schwächt. Dort muss ein Weg gefunden werden der sie schwächt, aber nicht deren Politik übernimmt.

@vilbi ein Anfang könnte ja mal sein, dass ihr in der angeblichen Mitte aufhört von "extremen linken" als Bedrohung zu fabulieren. Wer soll das denn sein? Es gibt doch bestenfalls mehr oder weniger erfolgreiche sozialdemokratische Parteien in Europa und oft nicht mal das. @reticuleena

@benni ich redete nicht von Bedrohung sondern von aus meiner Sicht gefährlichen antieuropäischen Positionen. Und das 'Ihr von' beziehe ich mal frei nicht auf mich, denn ich bin ein erklärter Gegner von dem 'Wir gegen Die", bei dem dann schnell undifferenziert und menschenfeindlich aufeinander eingedroschen wird. @reticuleena

@vilbi naja, ich sage "ihr" weil ich auf diese Mitte-Leute keinerlei Einfluss habe. Du aber vielleicht schon. Und wenn ich dann sowas lese twitter.com/MatthiasMeisner/st dann denk ich mir, ok, da läuft was sehr, sehr falsch. Da ist bei einigen, die sich für "Mitte" halten wirklich massiv der Kompass verloren gegangen und das halte ich tatsächlich für eine Bedrohung. Ob so jemand dann pro-oder-antieuropäisch ist, ist zweitrangig, wenn er einfach Nazis mit Grünen gleich setzt. @reticuleena

@benni das ist dieses "Lagerdenken" das aus den Köpfen (manchmal auch aus meinem) schwer rauszubekommen ist. Wir müssen an den Lösungen der großen Herausforderungen und Konflikten (z.B. Klima-Lebensqualität-Wirtschaftskraft) gemeinsam arbeiten. Dabei sollte es dann egal sein, wer denn jetzt als Erste einen guten Vorschlag gemacht oder ein konkretes Problem benannt hat. Das ist aber wie gesagt schwerer als pauschal alles von "Denen" zu verdammen. @reticuleena

@vilbi joah, meinetwegen. Ausser Nazis halt. Das muss klar sein. Sonst bin ich mir meines Lebens nicht sicher und dann kann ich auch nicht mehr zusammenarbeiten. Und das ist halt leider nicht mehr klar. @reticuleena

@benni da sind wir eben nicht einer Meinung, aber nicht, weil ich mit Nazis diskutieren möchte, sondern weil ich bei der AfD nicht alle Wähler dieser Partei als überzeugte Nazis sehe und man aus meiner Sicht davon viele von anderen Positionen überzeugen muss. Wenn man sie Aufgibt und Ausgrenzt, weil man sagt, da ist alles verloren, muss man dann nicht konsequenterweise die Mauer wieder errichten? Im ehemaligen Osten hat die AfD sehr sehr viele Wähler. @reticuleena

@vilbi inzwischen ist mehr als die Hälfte deren Wähler keine Portestwählerschaft mehr, sondern die machen das aus Überzeugung. Mir gehts auch nicht um die Wähler_innen, sondern um die Funktionsträger. Die muss man tatsächlich ausgrenzen. Dass die zB in den Medien als eine ganz normale Partei behandelt werden ist ein absolutes Unding. Und das regelmäßig aus der Mitte Antifa mit Nazis gleichgesetzt wird auch. (1/2) @reticuleena

@vilbi Solange dass so ist finde ich Statements über "links- und rechtsextreme Europafeinde" die irgendwie gleichermaßen gefährlich seien irgendwas zwischen verlogen und bedrohlich. @reticuleena

@benni da hast du recht. Es war ein Rest von Lagerdenken bei mir... man macht es besser in einer thematischen Diskussion an konkreten Inhalten oder Positionen fest. @reticuleena

@benni bei der Pauschalen Gleichsetzung Antifa & AfD mache ich eh nicht mit. Sehe aber bei beiden Ähnlichkeiten in der Ablehnung des Staates und in der Rechtfertigung des eigenen Kampfes untereinander. @reticuleena

@vilbi die Antifa lehnt den Staat vor allem da ab, wo er Nazis unterstützt und das tut er halt leider sehr oft. @reticuleena

@benni ich hab ein Problem mit mancher "aktiven" Form der Ablehnung... @reticuleena

@vilbi ja, kann man leicht haben, wenn man nicht zu denen gehört, die als erste abgeholt werden, wenn die an die macht kommen. @reticuleena

@benni es hilft aber nicht bei dem Erzeugen von Solidarität und Verständnis aus der Bevölkerung. Es liefert eher Gründe für Ablehnung und bringt (geplant?) eine Absenkung der Hemmschwelle bei Gewalt gegen Staatsorgane. Diese steigende (Gefühlt/Gemessen?) Gewalt wiederum erzeugt eine Reaktion/Rechtfertigung z.B. in Form einer "Stärkung" der Polizei. Da das absehbar ist, muss das wohl bei den Aktionen eingeplant/gewollt sein. Ich frage mich nach dem Ziel @reticuleena

@vilbi was genau meinst du denn überhaupt für aktionsformen? @reticuleena

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@benni @vilbi Ich habs gedacht, du hasts geschrieben. Danke. Ja genau. Ich sehe nirgendwo eine "extrame Linke", die irgendein Problem macht. Trotzdem fühlen sich immer alle befleißigt, sie mitzuerwähnen, wenn es um die Problematisierung der Rechten geht. Genau darin sehe ich ein großes Problem. Denn auch das heißt, dass rechte Rhetorik stillschweigend übernommen wird.

@reticuleena Ob unsere Grünen dafür die richtigen sind? Sie haben sich in den letzten Jahren auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber immernoch besser als cdu und spd. Ich bin gespannt...

@mase Den Wahlprüfsteinen von nach zu urteilen, sind die Grünen bei dem Thema gar nicht so stark. Sie haben es aber gut verkauft. Und wir können zuversichtlich sein, dass das Thema bei allen Parteien nunmehr hoffentlich etwas ernster genommen wird. Über letzteres freue ich mich.
Und ich gönne den Grünen auch ihren Erfolg. Mal sehen, was sie liefern.

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