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Deshalb ist es nicht nur cool freie Projekte zu starten, sondern dabei auch mit daran zu denken, wie man die Freiheit solcher Projekte auch langfristig festschreibt.

RT @peter: So Mapillary, the "Street View" part of OpenStreetMap (wiki.openstreetmap.org/wiki/Ma), based on crowdsourcing people's photos for their "open data" project.... has been bought by Facebook 🙄

openstreetmap.org/user/jesolem

@reticuleena ...und über tatsächliche Nachhaltigkeit nachzudenken, die die Entwickler oder Betreiber nicht irgendwann in die Versuchung führen wird, wirtschaftlichen Notwendigkeiten nachzugeben, um leben zu können. Aber dafür müssen wir endlich besser zwischen "frei" und "kostenlos" unterscheiden und akzeptieren, dass im Zeitalter von GAFAM beides auf lange Sicht unvereinbar sein könnte.

@reticuleena Ich finde ja, wir sollten eine Open Source Steuer einfuehren, die alle Unternehmen zahlen muessen, die FL/OSS nutzen.
Damit werden dann Entwickler bezahlt und die Projekte vor einem Kauf durch Firmen geschuetzt.

@ij Muss ich mal drüber nachdenken. Ich seh da viel Teufel im Detail. Das schöne an FLOSS ist ja grade, dass man es unabhängig vom Geld einsetzen kann. Wer zahlt dann die Steuer? Vereine? Freiberufler? Und wann ist man Freiberufler und wann Aktivist? Gibts da Schrankenregeln? Ich glaube, die Idee klingt schöner, als sie ist.

@reticuleena Klar kann man an der Idee noch rumpfeilen. Muss man sogar.

Aber wie willst Du sonst das Dilemma aufloesen, dass FL/OSS Entwickler eigentlich fast nie etwas fuer ihren Code erhalten, wenn es nicht grad im Auftrag des Arbeitgebers ist? Wenn eine Firma etwas zurueckgibt, kann das ja die FL/OSS-Steuer mindern. Das gibt dann Anreize.
Public Money -> Public Code -> Public Money

@ij Ja. Schon ein interessanter Gedanke.
Wenn alle staatlich beauftragte Software FLOSS sein müsste, würde das aber auch schon viel verändern, weil dann mehr Firmen mit bezahlten Angestellten in FLOSS machen würden.

@reticuleena Ja, aber haeufig wird FL/OSS ja als "kostenlos" angesehen.
Ich wäre ja auch durchaus dafür, die Lizenzmodelle (GPL/BSD/...) dahingehend zu ändern, dass auch ethisch-moralische Aspekte berücksichtigt werden.

Ebenso wäre ich ja für einen digitalen Ethikrat und ethische Richtlinien für die IT.

Ist vielleicht was für den nächsten AKC :)

@ij Ja. Den bräuchten wir auch dringend.
Und gegen die Gleichsetzung von frei und kostenlos rede nicht nur ich auch dauernd an. (Ich sag z.B. auch immer "kostenlos" statt "kostenfrei".)
Steckt ja auch im Satz:
Free as in freedom not as in free beer.

@reticuleena #Mapillary war immer eine Firma und nie Teil von #OpenStreetMap. Die OSM-Daten gehören einer Stiftung. Damit ist hoffentlich gesichert, dass sie frei bleiben. Bei einem Dienst wie Mapillary/OpenStreetCam fallen leider viel mehr Daten an als bei OSM, die für sich alleine auch nicht so interessant sind, als dass sich die Serverkosten durch Spenden tragen ließen.

@reclus Oder um es mit FB-Beziehungstatus zu sagen: Es ist kompliziert.

@reticuleena @reclus
Das stimmt. Auf der anderen Seite würden viele Verwaltungen (Kommunen, Länder, ...) von solch aktuellen / historischen Aufnahmen echt profitieren. Wenn auch die sich an Datenschutz halten, wäre ein öffentlicher Satz Straßenaufnahmen in meinen Augen eine deutliche Bereicherung und könnte viele Planungen etc. deutlich vereinfachen...

@blub Wenn Straßenaufnahmen verteilt z.B. von Kommunen gehostet würden, wäre das natürlich gut und vielleicht leistbar (?), aber dazu bräuchte es erst einer freien Software, die sie nur installieren müssten. Und zumindest in meiner Kommune gibt es überhaupt wenig Open Data. Wenn es eine solche Software gäbe, könnten aber auch z.B. lokale OSM-Gruppen so etwas aufsetzen.

Für meine Kommune sind übrigens vor ein paar Jahren gute Luftbilder von 2009 gelöscht worden, obwohl ich sie gerne (als Ergänzung zu aktuellen Aufnahmen) weiter genutzt hätte. Aber es wurde auf einem OSM-Server der Plattenplatz für etwas anderes gebraucht und ich war der einzige Nutzer. @reticuleena

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