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Wo ich jetzt lese dass alle ganz stolz sind, Briefwahl zu machen: Warum eigentlich?`
- Die Übertragung ist unsicher (kein Schutz beim Transport)
- Das Ausfüllen kann unter Druck geschehen; der neutrale Boden ist nicht gegeben
- Das Auszählen findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit, nämlich _nicht_ im Wahllokal statt.

Von daher: Bitte weniger Briefwahl und viel mehr echte Präsenzwahl! Es ist mal wieder Convience vs. Security...

@rince
in meinem fall bedeutet briefwahl, dass ich nicht in "mein" wahllokal gehen muss.
So kann ich ohne probleme im neuen wahlbezirk beisitz machen UND dort wählen.

@pascoda Okay, auch Convenience. Ist bei mir (stv. Wahlvorstand) auch so, aber die Bezirke sind mir nahe genug zusammen dass ich dafür nicht extra Briefwahl beantrage.

@rince
ich hätte etwa 50 minuten für eine richtung, das geht schlecht.
und IMO ist das nicht convenience, sondern das ermöglichen der teilnahme am demokratischen prozess. sonst müsste ich mich zwischen wählen + beisitzen entscheiden.

@rince Zur Frage des Warum: Ich beispielsweise lebe im Ausland und habe keinen Bock, in der Botschaft Schlange zu stehen, zumal sie einem in dem Schuppen Rucksäcke, alle elektronischen Geräte und überhaupt alles abnehmen, die Angestellten hinter zentimeterdickem Sicherheitsglas hocken und die Atmosphäre dort eher die der Flughafensecurity vom Mossad hat.

@jinxx Ja, also Convenience. Das ist nicht böse gemeint. Und das muss jeder für sich abschätzen. Aber wenn wir bei 25% Briefwähler sind ist von _frei_ und _geheim_ potentiell nichts mehr da... und _das_ macht mir Sorgen.

@rince
Naja, lieber als gar nicht wählen gehen. Die transparenz sollte gleich sein
@jinxx

@rince die dritte Behauptung stimmt nicht, auch für die Briefwahl gibt es Wahllokale für die häufig Wahlhelfer gesucht werden. Und auch hier ist die Stimmauszählung öffentlich (man darf halt nicht stören)

@rince
Briefwahl ist undemokratisch, immer und prinzipbedingt.

@rince
Das öffnen der Briefumschläge, und das auszählen findet bei uns im Rathaus statt, und ist natürlich öffentlich.

@Drops
wollte gerade sagen. das sollte eigentlich überall so sein.
@rince

@rince Ich persoenlich bevorzuge es auch,direkt vor Ort waehlen zu gehen.Aber ganz so problematisch sehe ich auch die Briefwahl nicht.Immerhin tun die Leute etwas.Viel schlimmer waere es doch,wenn sie gar nicht waehlen gehen wuerden.

@rince als jahrelange Wahlhelferin für die Briefwahl: die Auszählung ist öffentlich und findet eigentlich immer in anderen Wahllokalen statt die groß genug sind und wo 'normal' gewählt wurde. Ebenfalls erst ab 18 Uhr.

@rince als Ergänzung: du kannst den Briefwahlbrief auch im Rathaus abgeben bzw am Wahltag in einem Wahlbüro abgeben.

@rince Ich habe selbst Briefwahl gemacht. Den Transport habe ich selbst zum Bürgeramt unternommen, das Ausfüllen konnte ich für meinen Teil neutral in meiner Wohnung gewährleisten und ich würde mir wünschen, dass das Auszählen öffentlich wäre. Warum ist es das denn eigentlich nicht?

Ansonsten hilft es mir, meine Stimme abzugeben, denn ich habe tatsächlich an diesem Sonntag bereits etwas vor. Es schafft Flexibilität.

@Blue1337Blood @rince Das Auszählen ist genauso öffentlich, wie bei jedem anderen Wahlbezirk. Da geht nur viel seltener ein Beobachter hin.

@dkl @rince Okay, vielen lieben Dank :) Dann verstehe ich (für mich) in dem Fall das Problem nicht

@Blue1337Blood @dkl @rince Der Punkt bei "freier Wahl", dass sichergestellt werden muss, dass du ohne externen Druck deine Stimme abgibst. Das ist nur alleine in der Wahlkabine ohne fremde Einsicht sicher gestellt. Wenn jmd dich zwingen würde xy zu wählen ist auch dein Zeugnis du hättest frei gewählt erzwingbar.

@rince Ich habe in der Woche vorher eine Operation und will nicht riskieren, dass ich nicht wählen kann, weil ich mich noch nicht ausreichend erholt habe.
Zudem gehe ich direkt ins Wahlbüro und werfe dort den Umschlag selbst in die Urne, nur eben an einem anderen Tag.
Ist also keine Convinience, sondern Vorsorge.

@tercean @tokudan Doch, der Wahlschein ist in einem Briefwahlumschalg. Wenn das keine Briefwahl ist, dann weiß ich auch nicht.

@DC7IA
Mist, zu sehr die Urne im Fokus gehabt. Ich habe vor ein paar Jahrzehnten auch mal ne Woche früher gewählt, damals habe ich vor Ort die Benachrichtigung gegen den Wahlschein getauscht und den in die Urne geworfen.
Ging davon aus dass das immer noch möglich ist.
@tokudan

@tercean Ich zähle damit zu den Briefwählern, weil ich die gleichen Prozesse nutze und nur die Post dabei umgehe.

@rince Weil ich anders gar nicht wählen würde und den Nazis keine Prozente schenken will...

@rince Die Stadt Karlsruhe hat ein Briefwahlbüro im Ständehaus (Stadtbücherei und Platz des ersten Parlaments auf deutschem boden) ich finde es schön auf dem Weg zu Wahl an einer Daueraustellung zur badischen Revolution und der Demokratie in Baden vorbeizugehen

@rince Die Auszählung der Briefwahlstimmen findet natürlich in einem Wahllokal, nämlich im Briefwahllokal, statt, und natürlich kann die Öffentlichkeit dort hingehen und die Auszählung beobachten. (Was die restlichen Argumente natürlich nicht entkräftet)

Ich kann auch mit meinem Wahlschein ins Wahlbüro gehen und dort direkt wählen. Werde ich auch diesmal wieder tun. Das ist mindestens so sicher wie am Wahltag gezwungen zu werden anwesend zu sein und zu einem vergleichsweise schwer erreichbaren Wahllokal zu rennen.

Das Auszählen findet genauso wie im Wahllokal mit mehreren Personen statt, ist also genauso gut oder schlecht zu manipulieren.

@rince @Anonym Ich bin aus genannten Gründen so paranoid, dass ich stets versuche vor Ort zu wählen!

Ich habe ja nicht mal die Chance eines Rückmeldung zu bekommen, ob mein Wahlbrief tatsächlich angekommen ist, oder?

@rince Das Zählen der Briefwahl ist öffentlich. Du kannst da genauso zugucken, wie in einem Wahllokal.

@rince Die Unsicherheit der Übertragung lasse ich gelten.
Das Ausfüllen kann unter Druck geschehen? Kann sein, bei mir aber definitiv nicht.
Die Auszählung findet eben nicht per se unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Warum ich also per Brief wähle: Weil es mein gutes Recht ist. Es bedarf keinerlei Rechtfertigung dafür und ich darf in einer Demokratie darauf vertrauen, dass meine Stimme korrekt gezählt wird. Ist letzteres nicht der Fall, ist die Wahl als solche ohnehin obsolet.

@rince

Ganz ehrlich: Wenn >90% der Wahlberechtigten wählen gehen und davon wieder >90% keinen Mist zusammenwählen, fange ich mir an über diese Frage Gedanken zu machen.

@rince Zitat "- Das Auszählen findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit, nämlich _nicht_ im Wahllokal statt."

Wie kommst Du denn zu der irrigen Annahme? Ich helfe seit ~ 20 Jahren bei diversen Wahlen mit die Briefwahlunterlagen auszuzählen. Du kannst gerne am 26.05. im MOC in München vorbeikommen. Das Auszählung ist ÖFFENTLICH, kannst also gerne zukucken! ;)

Bei uns in Konstanz kann man auch vorm Wahltermin hingehen und dann ganz normal in einem kleinen Raum wählen und es abgeben. Wenn ich nicht da war an dem Tag, ist es einige Tage vorher eine gute Alternative.
Gezählt wird es als Briefwahl im eigenen Wahlbezirk, aber es wird nichts transportiert.

@rince für Rollstuhlfahrer ist zwar das Wahllokal zugänglich, aber der Weg von zuhause dorthin nicht. Und für 2 Minuten Autofahrt gehen wir nicht aus dem Haus. Von daher: seit Jahrzehnten Briefwähler. 🤷‍♂️

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