Follow

Ich merke, dass hier auf Mastodon der Verein überaus gefeiert wird. Ich habe den Verein aufgrund ihrer auf Twitter als überaus realitätsfern und dogmatisch wahrgenommen. Insbesondere wenn es um den Bildungssektor geht.

Habe ich da was in den falschen Hals bekommen?

@swbbn Nein, wir finden es wirklich auch scheiße, wenn die Daten von Schulkindern von Microsoft, Apple, Google und Zoom abgegrast werden.

@guenther: Tut mir Leid, aber das ist genau die Art Reaktion, die scheinbar keinen Dialog zulässt. Schade. 🤷‍♂️

@swbbn Die Ursprungsfrage fand ich recht vage, pauschal und suggestiv, es erschloss sich mir nicht, dass Dialog das Ziel war und worüber dieser konkret gehen sollte. Kannst du das "überaus dogmatisch und realitätsfern" beispielhaft an etwas konkretem festmachen, was dich stört?

@guenther: Sorry, wenn das so rüber kam. War nur meine ganz persönliche Wahrnehmung und die Frage, ob ich da irgendwie total daneben liege.

Was mir halt aufgestoßen ist, ist das pauschale Verteufeln dieser Services. Bei und kann ich das ja verstehen. Aber wenn ich mich intensiv mit dem von beschäftige, dann verfliegt bei mir jeder Ansatz von "die sind böse". Aber vielleicht habt Ihr ja Einblicke, die ich nicht habe.

@swbbn Also ich musste nachschauen, was das ist, also wenn ich das richtig verstehe ist das irgendein Dokument, wo Microsoft drin verspricht, sich an Gesetze zu halten? Ich halte das nicht für glaubwürdig. Die Firma hat eine so unglaublich lange Geschichte an schäbigen Geschäftspraktiken (gerade auch im Bezug auf Datenschutz), und ähnliche Feigenblätter auf gesetzlicher Ebene (Privacy Shield, etc.) sind ja selbst vor den Gerichten gescheitert, von der technischen Umsetzung völlig zu schweigen.

@guenther: Ja, das ist ein Dokument von . In dem beschreiben sie ihre organisatorischen und technischen Maßnahmen, wie sie sich selbst vor dem Zugriff auf Kundendaten aussperren. Dabei gehen sie weit über das gesetzlich geforderte heraus. Müsste ich etwas ausführlicher eingehen, was den Rahmen hier sprengen würde.

microsoft.com/licensing/docs/v

@swbbn @guenther
"LfDI rät aufgrund hoher datenschutzrechtlicher Risiken von der Nutzung der geprüften Version von Microsoft Office 365 an Schulen ab – Alternativen sollten gestärkt werden"

baden-wuerttemberg.datenschutz

@guenther: Und ja, in der Vergangenheit lief da bestimmt einiges schief. Aber hat sich in den vergangenen Jahren komplett neu aufgestellt. Erzielt in sämtlichen noch so sensiblen Bereichen der Wirtschaft und Behörden Zertifizierung - was mir einfach zeigt, dass man da auch noch einige neu bewerten muss.

Und was und angeht, bin ich der festen Überzeugung, dass jedes selbst gehostete System viel mehr Gefahrenpotential hat.

@swbbn @guenther es ist nicht die Vergangenheit, in der immer wieder mal etwas schief gegangen ist.
Microsoft ändert immer mal wieder etwas, und zwar in der Regel die AGB oder Werbeversprechen nachdem sie erfolgreich gezeigt bekommen haben, dass ihre Produkte nicht akzeptabel sind.

Microsoft hat IMO genug Chancen gehabt und immer wieder gezeigt, dass sie NICHTS verstanden haben. Mein Vertrauen ist lange zerstört.
Und dann gibt es noch CLOUD-Act und Schrems-II.

@swbbn
Gibt es eigentlich ein Nutzungsmodell der MS-Software, bei der Firmen eine "eigene" Cloud komlpett unabhängig von MS hosten und diese Infrastruktur anderen Firmen zugänglich machen können?
So könnten Spezialisten für Rechenzentren und IT-Sicherheit sich voll und ganz auf den sicheren Betrieb der Software kümmern, ohne dass Daten an den Anbieter der Software abfließen müssen.
@guenther

@guenther: Und außerdem geht es im Bildungsbereich ja auch darum, Kinder und Jugendliche auf das "Leben da draußen" vorzubereiten. Und da gibt es nun mal Standards, die es auch zu lernen gibt. Man kann sie also nicht abschotten.

Das sind jetzt mal so kurz die Punkte - obwohl ich weiß, dass das Thema durchaus sehr viel komplexer ist. 😉

@swbbn Das Argument mit dem "Leben da draußen" halte ich für schlecht, da sich jegliche Software eh alle paar Jahre ändert. Bildung darüber, wie die Dinge hinter den Bedienoberflächen funktionieren, wäre da nachhaltiger und hülfe dabei, mit neuen Tools klarzukommen.

@swbbn Insofern finde ich auf digitalcourage.de/kinder-und-j viel, mit dem ich so übereinstimme. Die Tools sind da, viele Unis zeigen ja, dass es besser geht, wenn man (bzw. die Politik) nur will.

@guenther: Ist ein schwaches Argument, stimmt.

Aber auch für Eltern vielleicht ein schweres Thema, weil sie halt andere Tools aus ihrem Alltag gewohnt sind und Ihre Kinder vielleicht nicht in der Art und Weise unterstützen können, wie sie gerne würden. Da gibt es ja auch unterschiedliche Ausprägungen an Affinität zu technischen Themen.

Was ich nur sagen möchte: Beim Bildungsangebot von wehre ich mich gegen d. Vorwurf, dass sei eine Datenkrake, die Kinder in Gefahr bringt.

@swbbn Das heißt, du glaubst ihnen einfach das Versprechen, dass sie keine Daten abführen?

Die interessierten Mitlesenden seien noch darüber informiert, dass @swbbn sein Geld offenbar als Consultant für Microsoft-Cloud-Lösungen verdient.

swbbn.de/ueber-mich/

@guenther: Was der Grund ist, dass ich mich mit dem Thema und beschäftigt habe und auch in der Position war, kritische Fragen gegenüber Microsoft zu äußern.

Meine Intention war zu verstehen, woher diese harte Gegenwehr kommt. Aber wie ich verstanden habe, geht es darum, dass man prinzipiell solchen Unternehmen nicht traut, egal, was sie einem vertraglich zusagen.

Und das ist mein Geld damit verdiene, heißt nicht, dass ich nicht offen bin für Argumente.

@swbbn @guenther aber es bedeutet, dass man jeglichem Argument nicht zustimmen kann, das einen den Job kosten könnte, oder alternativ sich beruflich neu orientieren muss.

Das ist schon ein ziemlich heftiger Interessenskonflikt.

@laufi Sehe ich anders. Ich spreche mit Wirtschaft und nicht mit dem Bildungsbereich. Ich wollte nur verstehen, welche ganz konkreten Gründe es gibt, auf gar keinen Fall diese Technologie einzusetzen.

Und niemand wird mir kündigen, wenn ich dem ein oder anderen triftigen Grund zustimme. Ich sage es meinen Kunden ja auch offen und ehrlich, wenn ich der Meinung bin, dass die Cloud nicht zu ihnen passt. Ist gibt also keinen Hauch von Interessenkonflikt. Zumal ich nicht bei arbeite.

@swbbn aber mit Microsoft-Produkten. Oder gibt es da ein Produktportfolio mit Lösungen von anderen Herstellern?

Der zentrale Punkt bei Software von Microsoft ist ja, dass sie schon vor langem evtl. vorhandenes vertrauen verspielt haben und neben grauenhaft zu benutzender Software (wurde Jahrelang mit Sharepoint und Office gequält...) auch keinerlei Transparenz bieten, die das ändern könnte.

Man kann nicht Microsoft Produkte vertreiben und dieser Kritik zustimmen -> Interessenskonflikt

@swbbn @guenther Kinder und Jugendliche leben in der gleichen Welt, wie wir, haben einen eigenen Kopf und können Entscheidungen treffen. Hier nur eine Nebengeschichte, ich halte das Narrativ vom „Vorbereiten aufs Leben“ aber für sehr gefährlich.

@tweiske @swbbn @guenther. Wir sollten uns grundsätzlich folgende Frage stellen. Was hält uns davon ab einfach gänzlich auf marktbeherrschende Unternehmen zu verzichten? Ich muss viel Geld sowohl als Privatanwender als auch als Unternehmen für Software bezahlen und das Unternehmen (hier MS) sammelt und verwertet zusätzlich meine persönlichen Daten. Es wäre doch ein leichtes den Schalter umzulegen.

@djimno @tweiske @swbbn @guenther Zu dieser Diskussion möchte ich noch anmerken, was Microsoft vorgeworfen wird ist keine Geschichte aus längst vergangener zeit, die Vorwürfe spiegeln sich in den Aktuellen Produkten wieder.
Login zwang, privacy nur nach starken Änderungen der Einstellungen, die sich bei jedem Update ändern können, Werbung tief in das Betriebssystem integriert, System bootet nicht ohne Hardware die Microsoft effektiv Kontrolle über den Computer gibt die sie nicht haben sollte...

@swbbn Ich habe beruflich beschränkt auch Einblicke. Was ich schwierig finde, auch wenn sie viele TOMs haben, sind die drei Punkte:
- Endanwender werden trotzdem extrem viel getrackt (insbesondere im Office Umfeld)
- die Standardeinstellungen sind nicht die Datenschutz- und Sicherheitsfreundlichsten
- Änderungen und neue Tools werden unabhängig von der rrgionalen Rechtslage erstmal aktiviert und müssen aktiv abgeschaltet werden (Viva Insights)

Gibt für mich noch weitere Punkte ...
Gruß

@michi Was Standard-Einstellungen angeht, gebe ich Dir Recht. Wenn ich einen neuen Tenant erstelle, gehe ich immer über konkrete Bereiche drüber und mache das "dicht" - sind so zwei, drei Stellen.
Telemetrie: Inzwischen kann man da auch eine Menge einschränken, in einigen Fällen aber nicht komplett abschalten. Also auch hier: Ja, kann man als Argument gelten lassen.
Das automatische Ausrollen von Features kann man unterbinden. ist meins Wissens nach nicht im EDU-Tenant vorhanden.

@swbbn vivainsights haben wir bis heute noch nicht vollständig herausbekommen ... Ist halt nur meine Sicht, keine Ahnung wie das sonst so ist

@michi @swbbn

Vielleicht noch eine kleine Anekdote von mir. Unsere Firma hat #Teams eingeführt. Kurze Zeit später kommt eine panische eMail der #IT: "Wir sollen doch bitte keine Bilder von uns als Avatar hinterlegen. Es gibt Datenschutzbedenken." Falls wir es schon gemacht haben, können wir sie aktuell leider nicht löschen...

Hä? Wir kaufen von M$ eine Dienstleistung und wir haben keinerlei Handhabe über die Daten die sie bei uns abziehen? Irgendwie peinlich...

@swbbn
Also, offensichtlich ist hier davon die Rede, wenn ein Konzern mit Monopolmacht irgendwo in netten Worten hinschreibt, dass sie ja Daten schützen, man dem Glauben schenken (was eben nicht heisst, Tatsachen anzuschauen, sondern gläubig zu sein) sollte. Wenn man nach dieser Prämisse leben würde, würde man wohl bald unter der Brücke schlafen.
Datenschutz =/= Datenschutz bei Microsoft. Datenschutz für sie heisst, sie schützen deine Daten vor irgendwelchen sonstigen Zugriffen, erlauben sich selbst aber den weitreichenden Zugriff darauf durch Telemetry und Datenerhebungen. Da sowas bei Kindern generell nicht erlaubt ist, bräuchten sie die Einwilligung der Eltern. Da die meisten Eltern sich sicher nicht durchlesen werden, dass ihre Kinder bei Nutzung komplett getrackt werden und die Daten durch den gerade erst neu verhandelt Datenaustausch "Privacy Shild" in die USA transferiert werden, ist das ziemlich kacke im Bezug auf die DSGVO.
Mehr können dir garantiert Menschen aus den entsprechenden Bereichen berichten. Evtl auch @kuketzblog ?

@vgnpwr

@swbbn
Hier übrigens (was man findet, wenn man die Suchmaschine des Vertrauens anwirft):
baden-wuerttemberg.datenschutz
Da wird eigtl schon recht genau beschrieben, um was es geht. So grob hab ich das eben auch schon kommentiert hier.

@kuketzblog @vgnpwr

Sign in to participate in the conversation
chaos.social

chaos.social – a Fediverse instance for & by the Chaos community