Hintergrundwissen Cookie-Matching:

Beim Cookie-Matching werden Cookies zwischen zwei Drittanbietern ausgetauscht, die in die Seite eingebunden sind. Sonst wüsste Anbieter A nicht, welche ID du bei Anbieter B hast, denn jede Einbettung kann nur auf seine eigenen Cookies zugreifen.

Die Anbieter lösen das mit einem Redirect, bei dem Anbieter B sofort sein ID-Cookie über dich zurückschickt.

Man erkennt Cookie-Matching in der Netzwerkanalyse daher am Status "302".

Mal im Detail ein Beispiel …

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Hier sind Mediamath (mathtag.com) und adscale.de von der Morgenpost eingebunden.

Adscale startet einen Aufruf an Mediamath und sendet dabei IDs mit. Manche Anbieter senden ihre Originalcookies, andere chiffrieren sie.

Der Server von Mediamath reagiert mit einem Redirect an die Adresse, die im ersten Request mit meinen IDs geschickt wurde. Der Redirect enthält mein Mediamath-Cookie.

Beide Anbieter können nun die IDs von mir in einer Tabelle "matchen".

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Üblicherweise ist der ID-Tausch nur der erste Schritt. Anschließend werden z.B. täglich Verhaltensdaten oder Interessensdaten zwischen den Anbietern ausgetauscht, die an diesen IDs hängen.

Adscale kann nun außerdem auf allen Seiten personalisierte Werbung vemitteln, auf denen auch Mediamath eingebunden ist, weil die Nutzer-IDs "gematcht" sind.

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