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In Berlin fehlten den Grünen die Stimmen der Tierschutzpartei (2,2%), TIERSCHUTZ hier! (0,4% und Klimaliste (0,4%). Mit diesen Stimmen würden wir jetzt eine grüne Bürgermeisterin bekommen. Stattdessen bekommen wir eine konservative Betrügerin mit Autofetisch. Was ist die Motivation zur Wahl von Kleinparteien, die gemäß Umfragen definitiv an 5% scheitern? Denen Parteienfinanzierung zu geben, obwohl es dann 5 Jahre lang Politik gegen die Interessen der Wähler dieser Kleinparteien geben wird?

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Denn genau die Situation gibt es jetzt in Berlin: Wähler, die mehr Klima und Tierschutz wollten und dafür die entsprechenden Kleinparteien wählten bekommen nun weniger Klima und Tierschutz, als wenn sie die Grünen gewählt hätten. Das war bereits vor der Wahl bekannt.

@truhe Eine Rolle spielte sicherlich, dass unter den vier Jahren mit der grünen Verkehrssenatorin Regine Günther…

- die Anzahl der im Verkehr getöteten und verletzten Berliner*innen massiv gestiegen ist,

- der Ausbau des ÖPNV so gut wie gar nicht vorangekommen ist,

- die Wahlversprechen zu Fußgänger- und Rad-Infrastrukturmaßnahmen sich als leeres Gerede erwiesen,

- der Volksentscheid Fahrrad nur in verwässerter Form beschlossen und bei der praktischen Umsetzung weiter abgeschwächt wurde.*

@truhe

*) Das ist meine Wahrnehmung der letzten Jahre, allerdings ohne Anspruch auf absolute Wahrheit oder Objektivität.

@kernpanik Ja, ich stimme allen Punkten zu. Ich bin auch extrem unzufrieden mit den Ergebnissen dieser grünen Politik der letzten Jahre. Am Ende stand ich vor der Wahl, mit meiner linken Stimme die konservative SPD und eine Deutschland-Koalition zu stärken oder dazu beizutragen, eine grüne Bürgermeisterin zu erhalten. Das war freilich eine strategische Wahl, keine nach dem Herzen. Oberstes Ziel war für mich die Verhinderung von Giffey und einer Deutschland-Koalition.

@truhe PS: Au weh, gleich zwei Fehler in meinem Toot: Es waren natürlich fünf Jahre, nicht vier!

Und bei den Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr ist der Anteil der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen stark gestiegen; insgesamt sind die Zahlen hingegen eher stagniert. (Die von Günther mehrfach angekündigte blieb also weiterhin nur eine Vision.)

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