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Was mich immer wieder in der IT aufregt ist der Drang zum größer & schneller. Wenn die Software zu langsam läuft, nimm halt ne schnellere CPU. Wenn der RAM zu knapp ist, steck halt mehr in den Computer. Ist der I/O zu wenig, steck halt ne SSD rein.
Das funktioniert nur, wenn das Geld für all diese Komponenten auch vorhanden ist.

@txt_file

zudem: ich bspw hab mich bewusst fuer ein 10 jahre altes Thinkpad entschieden.

Und ich wuerde das gern auch noch weitere 10 jahre nutzen. Ein glueck, dass es Linux/BSD's gibt, die diese Beduerfnisse abdecken, verglichen mit der Windows-Welt.

@fruechtchen Auch bei FLOSS musst du da stellenweise suchen. Versuche mal ein aktuelles KDE/Plasma auf einem Intel Atom N455 mit 2 GB RAM zu nutzen.
Mich würde mal eine Übersicht interessieren, welche GPU-Treiber kompatibel zu wayland sind. Ich frage mich, welche Hardware mit nicht mehr nutzbar ist.

#Qubes - wie cool. Aber dann hast Du wohl auch ordentlich (>= 8 G) #RAM, oder?

@txt_file Ich sehe vor allem eine rießige Verschwendung von Resourcen. Mit geht so viel, sei es die Prozessoroptimierung bei oder , selbstbestimmte Abhängigkeiten bei Paketen, so lange man nicht auf vorgefertige Paketquellen zugreift und vor allen die Möglichkeit selbst zu wählen, welches Tool man installiert. Es muss nicht immer oder#Electron als Umgebung sein.

@LittleAlex mit Desktopoberfläche funktioniert AFAIK erst ab 8 GB RAM, wenn ich einen sinnvollen Mailclient & web browser möchte. Beim letzten gentoo-Versuch habe ich zumindest keine offiziellen binärpakete für firefox, thunderbird oder plasma-webengine (chromium) gefunden.

@txt_file
Ich nutze Gentoo als desktop system mit 4gb RAM. Firefox ist als binary verfuegbar - da ich waterfox nutze, habe ich in der Hinsicht Pech und muss compilen. Dauert halt, aber geht. Ich weiss nicht, seit wann FF-bin im portage ist, ist aber drin. Thunderbird-bin ist ebenfalls da - nutze ich zwar nicht, aber habe mal eben nachgeschaut.
@LittleAlex
@txt_file
Die sind ueber das basic portage verfuegbar und die werden ganz normal ueber emerge installiert.
Also FF bspw:
`emerge www-client/firefox-bin`

@c47 @txt_file Naja, der grundsätzliche Sinn von ist ja, dass man die Sachen selber baut, supportet vom Portage-System. Damit kannst du dann konfigurieren, welche Abhängigkeiten deine Software haben soll. Binärpakete laufen dem zuwider. Gerade die fetten Pakete werden ganz schnell kleiner, wenn man die Optionen beim Bauen an die eigenen Anforderungen anpasst. Der Updateaufwand ist marginal, läuft während der Arbeit im Hintergrund.

Mit 4GB läuft selbst + flüssig.

@LittleAlex
Das stimmt schon. Ich verwende auch kaum binary packages. Bei browsers ist das jedoch keine Freude, weil der Zeitaufwand enorm ist. Es ist ja auch nicht nur der browser... FF, bzw. FF-basierende browser habe rust als Abhaengigkeit und das dauert einiges Stunden, der browser selbst dann auch nochmal. webkitgtk dauert auch immer lang. Ich mache das -ich compile meine browser - den FF-bin habe ich auch installiert, aber den nutze ich im Alltag kaum. 4GB reichen voellig aus. Ich habe die portage niceness auf 15 gesetzt - laeuft super so nebenbei mit updates...die Maschine ist auch jetzt dabei, updates zu compilen.
@txt_file

@c47 @txt_file Wie du schon sagst, mit entsprechender Konfiguration deines Portages kannst du das Problem aussitzen. Lediglich bei der Neuinstallation des Rechners nervt es, aber auch da muss ich nicht die ganze Zeit vor der Kiste zusehen wie der Compiler durchscrollt, auch wenn das sehr psychedelisch ist.

Für mich ist das Bauen der Software ein Nicht-Problem, wo die Vorteile eindeutig den Nachteilen überliegen.

@LittleAlex
> Für mich ist das Bauen der Software ein Nicht-Problem, wo die Vorteile eindeutig den Nachteilen überliegen.

Ja, deswegen mache ich das ja :-) Was ich in der Hinsicht noch ganz spannend finde, ist NixOS. Da habe ich noch nicht reingefunden - eine Weile hatte ich das installiert, bin aber mit funktionaler Programmierung nicht vertraut und irgendwann kam ich an Grenzen. Ich finde halt gut, dass die diese build farm haben und es moeglich ist, Pakete in verschiedenen Konfigurationen anzufordern. Wie zu bauen nur ohne selbst zu bauen. Das finde ich interessant, weil da nicht viele Menschen an ihren Endgeraeten alle fuer sich die ganzen Pakete bauen, also im Sinne von Arbeits- bzw. Energieersparnis finde ich das interessant.

@txt_file

@c47 @txt_file ist imho eine der spannendsten Dinge der letzten 20 Jahre im Bereich Betriebssysteme. Ich habs noch nicht produktiv laufen, aber schon damit herumgespielt. Das könnte bei mir durchaus irgendwann mal als Standard-OS ablösen.

@LittleAlex @c47 ich finde es schade, dass so viel über nixOS und so wenig über gesprochen wird. Den Ansatz mit reproduzierbaren Kompilaten finde ich auch sehr gut. Bei meinem letzten Test mit guixSD führte das allerdings dazu, dass es versucht hat Firefox auf einem Notebook mit 1 GB RAM zu bauen.

@txt_file
Das hat bei mir 2 Gruende. Einmal bin ich durch einen Freund, der selbst alles mit mit NixOS gemacht hat, sehr angefixt worde und andererseits reden in meinem Umfeld die Leute eher uber GuixSD, als ueber NixOS :-)
Ich habe auch schon GuixSD ausprobiert. Tatsaechlich erlebe ich es sehr oft, dass mir kaum dass ich NixOS nur einmal ausgesprochen habe, sofort GuixSD von irgendwem entgegengesetzt wird. An GuixSD finde ich charmant, dass es shepherd als init benutzt. Ich kenne shepherd nicht, aber ich mache einen Bogen um systemd und finde Alternativen immer erstmal ansprechend.

@LittleAlex

@txt_file @c47 habe ich tatsächlich noch gar nicht getestet. Steht jetzt auf der Liste.

@LittleAlex Das Prinzip ist das gleiche, wie bei nix. Nur eine andere Programmiersprache und ohne proprietäre Software. Was die Verwendung auf Notebooks mit WLAN sehr einschränkt.
@c47

@LittleAlex
Oh, FreeBSD als Standard-OS? Auch auf dem Desktop? Ich benutze FreeBSD beilaeufig, will mich aber tiefer einarbeiten. Auf einem RasPI habe ich es installiert und habe angefangen, thin jails umzusetzen. FreeBSD finde ich super interessant - momentan jedoch mache ich ein bisschen ruhiger mit dem Technikkram und halte den Kram nur am laufen. Ich will mir aber auch dem neueren Desktop System auch FreeBSD installieren und anfangen, ZFS zu erkunden :-)

@txt_file

@c47 @txt_file Ich hab auf dem Desktop und ca. 1200 Servern und VMs (überwiegend Kundenzeugs), dazu ein älteres Notebook. Auf meinen beiden neueren Notebooks läuft und auch einem Mini-Notebook läuft ein

@LittleAlex
Ich habe einen server mit FreeBSD, einen mit Gentoo. Desktop mit Gentoo, einen homeserver mit Slackware, den anderen mit FreeBSD und auch auf dem netbook ist Slackware. Arch benutze ich sehr selten.

@txt_file Na ja. Man kann halt einen Smart nicht ohne weiteres zu einem Porsche machen. Arbeite ja selber in der IT. Die Anwender wollen mehr Komfort und alls schön bunt. Soll aber auch schnell sein. Das kostet halt.
Ich selber habe mich für einen schlanken Desktop entschieden (i3) und der läuft noch zügig auf alter Hardware.

@linuxer Also die Anwender, die ich bisher betreut habe, wollten selten bunt. Die wollten meisten vor allem einfach und simpel. Das sehe ich in der aktuellen IT allerdings fast nie. Meiner Meinung nach wird alles nur immer komplizierter.

@txt_file Sollte differenzierter betrachtet werden. In einem Projekt mit nur wenigen Produktivsystemen wäre eine Optimierung auf Effizienz Ressourcenverschwendung. Kostet nicht nur Zeit/Geld sondern macht die Software häufig auch schlechter wart- und erweiterbar (engere Kopplung, höhere Komplexität).

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