Erstmal letztes Upgrade:
Regenhose mit über die Schuhe drüber... Did you say no more wet shoes???

Upgrade Nr5., noch ein längeres Schloss, denn häufig gibts den Städten keine tollen Fahrrädständer

Upgrade Nr 4, Fahrradventiluniversaladapter.
Denn obwohl es französisches Ventil heißt, haben die Tankstellen hier doch auch nur Luft für normales Autoventil ... Eine kleine Enttäuschung

Upgrade Nr 3, Hörner für den Lenker, damit meine Handgelenke auch auf langer Strecke happy bleiben.

Nächstes Upgrade: Campingplatz auf Arbeitsplatz Adapter

In Frankreich hat der Decathlon sogar baguetthalter fürs Fahrrad - n gutes upgrade!

Philipp boosted

The Co-op Cloud Public Beta is here 🥳 🌻 💃

The project is stabilising and more democratic tech collectives are joining in. We've got the full report on the blog coopcloud.tech/blog/beta-relea

A HUGE thanks to all the wonderful people who helped us get this far.

If you're curious to learn more, do get in touch docs.coopcloud.tech/intro/cont

✌️

Besonders gut habe ich nicht geschlafen, denn das Bellen aus der Ferne des vermeintlichen Jägers Hund weckt mich in den frühen Morgenstunden. Einem zügigen Aufbruch folgt ein Frühstück an der Maas. Die Strecke ist wirklich traumhaft schön und ich genieße die Sonne und das Radfahren sehr.
In Charleville-Mézières treffe ich auf dem Campingplatz Urs, der den EV19 Richtung Norden verfolgt. Wir tauschen uns über das Radtouren aus und er kann mir aus seiner Erfahrung noch so einige Tipps mitgeben.

Meine tour de france startet in Namur. Dort schnalle ich mich
auf den EV19 entlang der Maas (fr: Meuse). Ohne mir Gedanken über die Route machen zu müssen komme ich auch deutlich schneller voran. Als ich dann nach schon länger andauernder Suche auch noch eine Druckluft betriebene
Fahrradluftpumpstation entdecke und meine Reifen mit gut vier Bar
Betriebsdruck versorgen kann, gleite ich wieder über den Asphalt.
Die Nacht verbringe ich in einem Wald und genieße einfach nur das Dasein.

In Spy werde ich von der super lieben Claire und ihrer Familie aufgenommen. Auch wenn wir kaum verbal kommunizieren können (ich sprech kein Französisch und sie spricht
nur wenig Englisch, gibt sich aber größte Mühe). Verstehen wir
uns gut. Beim gemeinsamen Abendessen samt neugeborener Enkelkinder habe ich Gelegenheit in mich zu gehen und zu versuchen die Situation zu akzeptieren, nicht kommunizieren zu können. Schaffe es nicht so ganz.

Aus Brüssel komme ich direkt auf den EuroVelo5 und
folge ihm eine Weile. Dann fahre ich aber weiter Süd nach Spy,
wo ich die nächsten Tage etwas arbeiten werde.
Zum ersten mal mache ich auch einige Höhenmeter, das macht sowohl Spaß
(34.3km/h neue aufgezeichnete Höchstgeschwindigkeit), ist aber auch ziemlich anstrengend!
Auch das Verfahren wird dadurch unliebsamer.
Nach Passagen an der Bundesstraße, komme ich aber auch noch auf ganz nette Wege
zwischen hügeligen Kartoffelplantagen.

In Brüssel überschreite ich ne unsichtbare Grenze. Plötzlich sprechen alle Französisch, es gibt keine Radwege mehr und es wird verdammt hügelig! Neben den Europaflaggen, Waffelständen, Bronzefiguren die pinkeln und Straßenbahnen die unterirdisch fahren 🤯 ist Brüssel eine echt vielfältige, aber auch laute und große Stadt mit sehr viel Leben!
Ich komme auf der Couch einer vierer WG, die Freunde von Freunden von Freunden sind, unter. Zufällig ist dieses Wochenende hier auch ein Jazzfestival!

Immerhin werden nach der belgischen Grenze die Felder etwas interessanter, es gibt mehr Bäume und die Häuser sehen verspielter aus.
Seit einiger Zeit schon fahre ich an viel befahrenen Straßen häufiger mit Musik oder Podcast, dieser hat mir besonders gut gefallen:
"Das Feature: Briefe an mich - Zwiegespräch mit meinem queeren Ich" hoerspielundfeature.de/feature
Entlang eines Kanals radelt es sich einfach so hin, bis ich einen guten Platz zum Kampieren, an einem Rhababerfeld, gefunden habe.

Aus Rotterdam raus, geht es erst durch lustige Tunnel, mit einer kleinen Fähre, entlang unendlicher Monokultur und durch viele kleine Örtchen, die sich alle kaum ähnlicher sein könnten. Es ist wieder super Windig und ich komme nicht ganz so weit wie geplant, dafür finde ich aber einen netten Campingplatz in einem Wäldchen. Abends entspanne ich in der Hängematte. Nachts lausche ich dem Regen prasseln auf meinem Zelt, eins meiner Lieblingsgeräusche.

Rotterdam war ein verdammt krasses Kontrastprogramm!
Das leben findet mindestens doppelt so schnell statt, überall Autos, viel Industrie und insgesamt irgendwie einfach dystopische Großstadt.
Aber halt auch viele coole Menschen die tolle Sachen machen, wie ne offene Fahrradwerkstatt und die varia.zone, ein Kollektiv aus Kunst- und Hackerkultur interessierten Menschen.
Dort bin ich auf einer Veranstaltung von der infraschool und bin danach absolut mit eindrücken gesättigt.
Zeit für Camping ...

Utrecht ist ne sehr spannende Stadt. Cool zu sehen wie eine Innenstadt mit nur sehr wenig Autos ("zero emission zone") wirkt. Stelle mir die Lübecker Altstadt ohne Straßenlärm und Fahrradwegen so groß wie Autostraßen vor *.*
Auf der Suche nach ner offnenen Werkstatt um am Fahrrad zu werkeln, bin ich auf hahaho.nl gestoßen, die heute Abend ein offenes Meetup ihn ihrem sehr coolen Raum in De Bibliotheek Neude gegenüber von meinem Hostel hatten. Renè war super nett und sprudelt nur so von Ideen!

Noch alles sehr zusammengehackt, aber sonst wird der Blog auch garnicht mehr fertig:
Auf yksflip.de/ kann man jetzt Bilder auch meine Route angucken. Danke an lowtechmagazine.com für das coole Pelican Theme und die Idee mit den dithered Bildern.

Entlang des LF-ZZ radel ich mit arschviel Gegenwind ein zwar hart erkämpftes, aber nur kurzes Stück richtung Westen. Dafür aber eine sehr schöne Strecke! In Nunspeet beschließe ich dass es nicht viel Sinn macht weiter zu radeln und gönne mir eine Nacht zur Erholung mit einem richtigen Bett.
Mal so richitg ausgeschlafen und mit traumhaften Wetter fahre ich dann am Sonntag weiter bis nach Utrecht. Zunächst durch ein schönes Stückchen Wald und durch das hübsche Amersfoort.

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Meine Laune ist echt mittelmäßig, denn nicht nur hab ich im nassen Zelt gepennt, sondern auch mein Isomatte hat in der Nacht noch neue Löcher offenbart.
Ein Schokocroissant am Morgen kann da ein bisschen abhilfe leisten. Ich fahre nur ein kurzes Stück denn es ist schon das nächste Gewitter angekündigt. Dieses mal komme ich aber rechtzeitig auf dem Campingplatz nahe dem Zwarte Meer an. Zeit zum lesen und reflektieren. Am nächsten morgen lasse ich erstmal alles in der Sonne trocken.

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Wurde er auch! Etwa 60km südwestlich finde ich mich in Drents Friese Wold wieder. Ein schöner Wald mit Campingplatz. Der Weg dorthin hat mich an einem Kanal mit vielen Brücken geführt. Ein amüsantes Rennen lieferte ich mir mit einem Schiff und einem Brückenwärter, der aufm Mopped von Brücke zu Brücke fuhr um sie für das Schiff zu öffnen. Kurz vor dem Wald erwischt mich ein Gewitter, zu erst tut die Abkühlung noch gut, aber als es ich mein Zelt im Regen aufbaute, war das nicht mehr ganz so lustig

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